Von Borat bis Linkin Park: Diese 7 Nationalhymnen-Fails sind echt zum Schiessen
Die Nationalspieler von El Salvador stehen bereit: Die Hand auf der Brust und der Mund halb geöffnet, bereit, ihre Hymne inbrünstig mitzusingen. Doch als die ersten Klänge durchs FedEx-Stadion bei Washington schallen, schauen sich die Südamerikaner nur gegenseitig verdutzt an. Denn diesen Song haben sie wohl alle noch nie gehört – es ist die Nationalhymne der als Steueroase bekannten Isle of Man.
Nur einer lässt sich von den falschen Tönen nicht beirren und singt mit – vielleicht lässt er aber auch nur sein in Fussballerkreisen weit verbreitetes, automatisches Lippenbewegungs-Programm ablaufen.
Der Tag wird für die Salvadorianer nicht besser: Das Freundschaftsspiel gegen Argentinien geht mit 0:2 verloren.
Es ist nicht der erste Hymnen-Fail in der Sportgeschichte. Wir haben für dich die Besten zusammengekratzt:
Der versaute Borat schleicht sich in die Siegerehrung
Bei der arabischen Sportschützen-Meisterschaft in Kuwait 2012 wird für die kasachische Gold-Medaillen-Gewinnerin Maria Dimitrienko eine Parodie-Hymne aus dem Film «Borat» abgespielt. Die junge Dame steht völlig emotionslos da und lächelt am Schluss sogar – offensichtlich hat sie den englischen Text nicht verstanden.
Mit Zeilen wie «Kasachstan hat die saubersten Prostituierten der Region, ausser Turkmenistan» nimmt dieser das zentralasiatische Land ziemlich arg auf die Schippe.
Zum Vergleich, die richtige Hymne:
Schweizer Fernsehen blendet Nazi-Texte ein
2008 spielt Deutschland an der EM im letzten Spiel der Gruppe B gegen Gastgeber Österreich. Während die Fans im Stadion die offizielle Hymne singen, blendet das Schweizer Fernsehen die Untertitel für die seit dem Niedergang des dritten Reiches gesperrte erste Strophe ein.
Unter den Nazis wurde diese Strophe mit der Eröffnungszeile «Deutschland, Deutschland über alles» zu Propaganda-Zwecken gebraucht und ist seither verboten. Der Schweizer Teletext, der für die Untertitel auf SF2 verantwortlich ist, entschuldigt sich und schiebt den Fehler einem 25-jährigen Praktikanten in die Schuhe, der davon angeblich keine Kenntnisse hat.
Vier Jahre später unterläuft den Organisatoren der Kayak-Weltmeisterschaften in Ungarn ein noch gröberer Fehler: Sie spielen die verbotene Version für das deutsche Team sogar ab.
«Marseillaise» statt «Fratelli d'Italia» – und sogar die Kommentatoren verpennen es!
Vor einem Jahr gewinnt der Italiener Romano Fenati den MotoGP von Argentinien. Bei der Siegerehrung wartet er mit geschwellter Brust auf seine Nationalhymne. Doch anstelle der «Fratelli d'Italia» dröhnt die französische Marseillaise aus den Lautsprechern.
Fenati nimmt's mit Humor. Der Fauxpas dauert auch nur wenige Sekunden, dann wird die falsche Hymne abgewürgt. Das Beste am Video: Die Kommentatoren von «Sport1» bemerken den Fehler gar nicht und wundern sich über die «kurze Version». Einer stellt dann die mutige These auf: «Ich glaube, der Lautsprecher ist abgeraucht.»
Linkin Park rocken für zwei Sekunden
Der «Stadion-DJ» im Nationalstadion von Bratislava muss ein Rockfan sein: Nicht anders ist sein kurzer Ausrutscher vor dem Freundschaftsspiel zwischen der Slowakei und Malta 2014 zu erklären.
Für knappe zwei Sekunden dröhnt der Song «Numb» von der Kultband Linkin Park durchs Stadion – zum allgemeinen Gaudi der Spieler. Dann hat der DJ aber doch noch die richtige Platte zur Hand und spielt die richtige Nationalhymne ab.
Wie ging das nochmals mit dem «Star-Spangled Banner»?
Die Amerikaner und ihre Hymne, eine einzige Liebesbeziehung. Umso überraschender ist die Reaktion des Publikums auf den Fauxpas dieser jungen Dame.
In einer tieferen Hockey-Liga in Kanada singt Alexis Normand die amerikanische Hymne «The Star-Spangled Banner» a cappella und gerät schon nach wenigen Sekunden ins Stocken. Nach einer längeren Kunstpause findet sie den Tritt wieder für einige Zeilen, fällt dann aber wieder aus dem Takt. Die Fans nehmen es mit Humor, lachen und klatschen und feuern Normand an. Tapfer kämpft sich die Kanadierin bis zum Schluss durch – noch einmal wird sie diese Chance wohl nicht erhalten.
Totenstille vor dem Kracher Frankreich gegen Honduras
An der Fussball-WM in Brasilien 2014 warten vor dem Spiel Frankreich gegen Honduras alle gespannt auf die Hymnen – doch diese bleiben aus, und zwar ganz! Nach einer kurzen Wartezeit entscheidet der Schiedsrichter, die Partie in Porto Alegre ohne musikalisches Intro anzupfeifen.
