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epa07984394 Bayern's Thomas Mueller reacts during the German Bundesliga soccer match between FC Bayern and Borussia Dortmund in Munich, Germany, 09 November 2019.  EPA/PHILIPP GUELLAND CONDITIONS - ATTENTION: The DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video.

«Wie bitte? Kein Meistertitel für uns?», dürfte sich auch Thomas Müller denken. Bild: EPA

Daten-Analyst erklärt: Weder Bayern noch Dortmund wird deutscher Meister



Das Meisterschaftsrennen in der Bundesliga ist so spannend wie lange nicht mehr: Borussia Mönchengladbach führt die Liga mit 31 Punkten an, RB Leipzig folgt den «Fohlen» mit einem Zähler weniger auf Platz zwei. Schon ein wenig abgeschlagen dahinter steht Borussia Dortmund mit 26 Punkten, gefolgt von Schalke, Freiburg und Leverkusen mit 25 Zählern. Erst auf Platz sieben – mit sieben Punkten Rückstand – steht Bayern München.

Der Serienmeister plant eigentlich fest mit dem achten (!) Titel in Folge. «Es gibt hier nur ein Ziel: erst die Meisterschaft und dann der Pokal», betonte Bayern-Star Serge Gnabry jüngst in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Doch nach 14 gespielten Partien sieht das ganz und gar nicht so aus.

Ein Datenspezialist aus den Niederlanden erklärt nun, dass die Bayern viel näher dran sind am Titel, als es die Tabelle verrät – doch er hat berechnet, dass am Ende dieser Saison ein anderes Team die Meisterschale hochhalten wird.

Niederländischer Analyst sagt Bundesliga voraus

Gemeint ist Sander Ijtsma. Der 41-Jährige steckt hinter dem Online-Portal «11tegen11».«Es begann als Hobby und mittlerweile sind wir eine Firma, die Datenunterstützung und digitale Scouting-Beratung für professionelle Fussballvereine anbietet», erklärt er gegenüber watson. Das hat erstmal nichts mit der deutschen Meisterschaft zu tun.

Doch der Analyst aus den Niederlanden trifft auf einem weiteren Portal, «Between the Posts», mit einem Team aus Taktik-Nerds, Scouts und Daten-Experten Vorhersagen für die grossen Top-Ligen. Und hier kommen die Bayern, die Bundesliga und der Meistertitel ins Spiel. «Als Spin-off habe ich ‹Between the Posts› mitbegründet, wo wir taktische Analysen, Statistiken, Grafiken und Vorhersagen für viele Ligen für ein breites Publikum präsentieren», erklärt Ijtsma.

Trotz gut sichtbarem Rose-Effekt reicht es nicht für Gladbach:

Die Vorhersagen machen sie nicht etwa durch Raten, Horoskope oder die Befragung irgendwelcher Tippgemeinschaften. Ijtsma und sein Team haben eine Berechnung erstellt, die vor allem mit dem Expected-Goal-Modell arbeitet. Dieser Wert misst die Wahrscheinlichkeit eines Tores bei einer Torchance und bestimmt die «zu erwartenden Tore». Das Modell ermittelt, wie hoch die Chance auf das Tor wirklich war und berechnet für jeden Abschluss anhand mehrerer Faktoren (wie etwa dem Winkel oder dem Abstand zum Tor) einen Wert. Der sogenannte xG-Wert ist aussagekräftiger als die normale Torschuss-Statistik.

Leipzig wird vor Bayern Meister

Ijtsma schreibt dazu auf seinem Blog: «Expected Goals sind die beste Vorhersagevariable für zukünftige Spielergebnisse; besser als Punkte, Tore, Schüsse oder Schüsse auf ein Ziel.» Zu dem xG-Wert kommen noch die geschätzte Teamwertung und weitere Faktoren dazu. Für Leute, die nicht gerade Laptop-Trainer oder Mathe-Leistungskurs-Überflieger sind, ein sehr komplizierter Prozess. All diese Faktoren spielen dann in die Vorhersage mit ein. Heraus kommt eine Tabelle, die die Platzierungen am 34. Spieltag vorhersagt. Und dort steht laut «Between the Posts» derzeit ein Team ganz oben, welches noch nie die Meisterschaft gewinnen konnte.

Leipzig's Timo Werner celebrates his side's opening goal during a German Bundesliga soccer match between RB Leipzig and TSG 1899 Hoffenheim in Leipzig, Germany, Saturday, Dec.7, 2019. (Jan Woitas/dpa via AP)

So so, Timo Werner schiesst Leipzig also zum ersten Meistertitel der Klubgeschichte. Bild: AP

Laut der Bundesliga-Vorhersage steht derzeit (Stand: 13. Dezember 2019) RB Leipzig am Ende der Saison vor allen anderen in der Tabelle. Demnach gewinnen die Leipziger mit 70 Punkten die Meisterschale – vor den Bayern (69 Punkte) und dem BVB (64). Als Absteiger sieht «Between the Posts» die Aufsteiger Köln und Paderborn, Düsseldorf muss in die Relegation.

Bild

Die Tabelle am 34. Spieltag laut Berechnung vor dem 15. Spieltag. (Stand: 13. Dezember 2019) bild: Screenshot betweentheposts

Vorhersage ist nicht in Stein gemeisselt

Das Gute für alle Fans von Borussia Mönchengladbach, Bayern München und Borussia Dortmund: Mit jedem weiteren Spiel kann sich die Vorhersage noch ändern. Bis zur Niederlage gegen Gladbach standen noch die Bayern auf Platz eins. «Die Werte werden sich nach einem einzigen Spiel nicht viel ändern, aber es wird definitiv die Nadel ein wenig bewegen», sagt Sander Ijtsma.

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Besonders spannend dürfte es am Dienstag werden: Da treffen RB Leipzig und der BVB am 16. Spieltag aufeinander und könnten das Titelrennen noch ein bisschen spannender machen. (bn)

Bayern und? Diese Klubs wurden schon deutscher Meister

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ketchum 14.12.2019 10:31
    Highlight Highlight Das einzige, das schon feststeht, ist: Schalke wird nicht Meister
  • #StopptDenKurvenFetischismus 13.12.2019 22:32
    Highlight Highlight So geht Forschung: Wir machen einen screenshot der Prognose und holen den im Mai 2020 wieder hervor. Dann schreiben wir einen zweiten Artikel in welchem wir uns über die Prognose von damals totlachen und kommen zum Schluss, dass es immer noch Leute gibt, die den Hebel des Zufalls chronisch unterschätzen.
  • Snowy 13.12.2019 20:07
    Highlight Highlight Leipzig wird vor Bayern Meister...?

    Dann noch lieber die Bayern!
  • Beggride 13.12.2019 18:04
    Highlight Highlight Also, wenn ein Spiel schon Einfluss haben könnte, und in der Vorhersage die Bayern nur 1 Punkt auf Leipzig verlieren würden, kann man doch fast schon behaupten, dass diese Prognose eventuell leicht ungenau sein könnte...
  • DruggaMate 13.12.2019 18:02
    Highlight Highlight Langzeit-Voraussagen sind doch mit und ohne xG ziemlicher Mist. Schlussendlich ist das eine Prognose die man mit gesundem Menschenverstand genau so gut treffen kann. Die von ein-zwei Zufällen komplett über den Haufen geworden werden kann.

    Von "Expected Goals", sowie "packing", was zusammen aktuell sowas wie der Heilige Grahl der Fussballanalysten zu sein scheint, bin ich nach wie vor nicht überzeugt. Mir wird der Sport auch mit diesen Ansätzen noch viel zu oberflächlich analysiert. Speziell in den Massenmedien, die nach wie vor nur die selben, uninteressant Statistiken zu den Spielen bieten.
  • Pitsch Matter 13.12.2019 17:09
    Highlight Highlight Nachdem ich den Artikel gelesen habe wusste ich gleichviel wie vorher.
  • Tom Brady 13.12.2019 16:25
    Highlight Highlight Fazit: Die Berechnungen sind erst dann Aussagekräftig, wenn die Meisterschaft vorbei ist.
  • fabianhutter 13.12.2019 16:18
    Highlight Highlight Da würde mich die Genauigkeit der Vorhersagen interessieren, wenn man sie auf vergangene Saisons anwendet.
    Ohne einen solchen Vergleich ist es, vor allem für einen ziemlichen Laien wie mich, unmöglich einzuschätzen ob diese Vorhersage was taugt.
    • Staedy 13.12.2019 16:44
      Highlight Highlight Genau und deshalb beim einfachsten bleiben, denn am Ende gewinnen die Bayern. Gruss an alle Leider.
    • Adam Smith 13.12.2019 17:17
      Highlight Highlight @ Staed Warum sollte man auf einen eiropäisch mittelmässigen Klub, der auf Platz 7 steht neidisch seim?🤔
    • Staedy 13.12.2019 17:38
      Highlight Highlight Ziel erreicht, mehr als 10 Blitze in 30 Minuten. Aber gell, im Mai 20 erinnert ihr euch an mich und ärgert euch nochmals.
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