Sport
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200918 -- DOHA, Sept. 18, 2020 -- An employee wearing personal protective equipment PPE disinfects the players bench inside Al-Janoub Stadium to prevent the spread of the COVID-19, prior to the 2020 AFC Champions League group B soccer match between Pakhtakor of Uzbekistan and Al Hilal SFC of Saudi Arabia in Doha, capital of Qatar, Sept. 17, 2020. Photo by /Xinhua SPQATAR-DOHA-FOOTBALL-AFC CHAMPIONS LEAGUE Nikku PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Bevor hier die Ersatzspieler sitzen, werden die Stühle noch desinfiziert. Bild aus der asiatischen Champions League. Bild: www.imago-images.de

Chinesische Teams reisen im Schutzanzug ans Champions-League-Turnier



Normalerweise ist eine Champions-League-Teilnahme der Traum eines jeden Fussballers. Doch im Jahr 2020 ist eben nichts normal. Nach langem Unterbruch wird die AFC Champions League, das asiatische Pendant zur UEFA Champions League, nun fortgesetzt. Und zwar mit einem Turnier in Katar, wo sich die teilnehmenden Teams in einer Bubble aufhalten sollen.

Doch Katar ist, was die Fallzahlen angeht, kein Musterbeispiel. Zwar sind die Corona-Infektionen einigermassen stabil. Doch mit mehr als 200 neuen Fällen pro Tag steht das Emirat schlechter da als die meisten anderen Länder in Asien.

200921 -- DOHA, Sept. 21, 2020 -- Al Hilal s starting players pose for a team photo prior to the AFC Asian Champions League group B football match between Al Hilal SFC of Saudi Arabia and Shahr Khodro FC of Iran at Al-Janoub Stadium in Doha, capital of Qatar, Sept. 20, 2020. Photo by /Xinhua SPQATAR-DOHA-FOOTBALL-AFC CHAMPIONS LEAGUE Nikku PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Zu viele Corona-Fälle im eigenen Team: Titelverteidiger al-Hilal wurde aus der Champions-League-Gruppenphase ausgeschlossen. Bild: imago images/Xinhua

Dass die katarische Bubble nicht perfekt funktioniert, hat der erste Teil des Turniers – die Gruppenphase der Westregion – gezeigt. Titelverteidiger al-Hilal (Saudi-Arabien) und al-Wahda (Abu Dhabi) wurden nach mehreren positiven Coronatests in der eigenen Mannschaft vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Verständlich also, dass gewisse Mannschaften skeptisch sind, wenn es um die diesjährige Champions-League-Teilnahme geht. «Was von den Spielern und Staff-Mitgliedern in Katar verlangt wird, ist immens. Es besteht die Gefahr, dass die mentale und physische Gesundheit beeinträchtigt wird», sagt Beau Busch, Co-Geschäftsführer der australischen Spielervereinigung. Nicht nur, dass die australischen Spieler seit März nicht mehr gespielt haben, bei einer Qualifikation für die K.o.-Phase müssten die Spieler auch Weihnachten in Isolation verbringen und würden den Saisonstart in der heimischen A-League (geplant am 27. Dezember) verpassen.

Im Schutzanzug ans Champions-League-Turnier

Um die eigenen Spieler vor möglichen Corona-Infektionen in Katar zu schützen, gehen besonders chinesische Klubs extrem weit. Auf Bildern und Videos sind Fussballer zu sehen, die bei der Einreise in den Wüstenstaat nicht nur Masken trugen, sondern auch Schutzbrillen und -anzüge.

Während die Akteure von Shanghai SIPG noch in herkömmlichen Schutzanzügen ankamen, präsentierte Beijing Gouan bereits massgefertigte, mit eigenem Logo versehene Schutzkleidung. Umgezogen hat man sich übrigens erst im Flugzeug, wie ein Video des Klubs aus der chinesischen Hauptstadt zeigt.

Auch sonst hat das Coronavirus Auswirkungen auf die Champions League, müssen doch einige Teams auf ihre Stars verzichten. Der chinesische Fussballverband etwa hat den eigenen Teams empfohlen, auf Spieler zu verzichten, die in der Länderspielpause für ihre Nationalmannschaften im Einsatz standen. Aus Angst, sie würden das Coronavirus in die Teams einschleppen.

So verzichtet Shanghai SIPG beispielsweise freiwillig auf die Dienste des Österreichers Marko Arnautovic. Und bei Beijing Gouan steht Liga-Topskorer Cédric Bakambu nach seinen Einsätzen für den Kongo ebenfalls nicht im Aufgebot. Noch extremer ist der Fall des Johor Darul Ta'zim FC aus Malaysia. Die malaysischen Behörden verweigerten dem Team die Ausreise und somit die Teilnahme am Turnier in Katar. Malaysia hat wegen der Coronavirus-Pandemie seit März seine Grenzen geschlossen.

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