Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa07420380 Frankfurt's Gelson Fernandes (L) in action against Inter's Danilo D'Ambrosio (R) during the UEFA Europa League round of 16, first leg soccer match between Eintracht Frankfurt and FC Inter in Frankfurt Main, Germany, 07 March 2019.  EPA/ARMANDO BABANI

Gelson Fernandes fürchtet sich nicht vor grossen Gegnern. Bild: EPA/EPA

Gelson Fernandes denkt an die Zukunft: «Ich will einen Klub oder Verband als CEO führen»

Die Eintracht verblüfft halb Europa. Und mittendrin im Frankfurter Spektakel gehört der Schweizer Gelson Fernandes (32) zu den zentralen Figuren des Europa-League-Halbfinalisten.



Unmittelbar vor dem wichtigsten Heimspiel seit 39 Jahren am Donnerstag gegen den englischen Giganten Chelsea spricht der Westschweizer im Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA über die genussvollsten Tage seiner gesamten Laufbahn. Und er blickt ambitioniert in die Zukunft: «Irgendwann will ich einen Klub oder Verband als CEO führen.»

Gelson Fernandes, Sie schossen einst den späteren Weltmeister Spanien ab und kennen nach Gastspielen in den weltbesten Ligen alle Facetten. In welcher Gefühlswelt leben Sie aktuell? Wo sind die Ergebnisse der Eintracht einzustufen?
Gelson Fernandes: Ganz hoch ordne ich unsere Resultate ein, europäisch spielten wir teilweise fantastisch. Ich habe puren Spass. Wissen Sie, mir ist klar, dass mir nicht mehr viele solche Momente bleiben. Ich bin einfach glücklich, mit 32 noch auf diesem Niveau spielen zu dürfen – es ist ein Genuss!

Sie besitzen generell eine positive Ausstrahlung, aber momentan ist Ihr Energie-Level unfassbar hoch.
Ich habe unglaublich viel Spass, ich ziehe mein Ding voll durch. Als junger Spieler macht man sich selber Druck, will die Karriereplanung perfektionieren. Bei mir ist alles gemacht, ich kann den letzten Teil meiner Laufbahn furchtlos geniessen. Für mich fühlt sich alles wie eine Art Bonusrunde an.

Nach der Halbfinal-Qualifikation sassen Sie vor der prall gefüllten Eintracht-Kurve, nehmen Sie uns mit ins Kopfkino.
Diese unendliche Flut von Emotionen bleibt für immer, eine solche Szenerie vergisst man nie. Die Fans geben uns wahnsinnig viel Kraft! Sie tragen uns. Das sind unbeschreibliche Momente. Es fällt mir schwer, für die Ambiance von jenem Abend die richtigen Worte zu finden.

«Ich kann meine Mitspieler nur unterstützen, wenn ich auf dem Platz stehe. So kann ich die Jungen mitziehen.»

Gelson Fernandes

Die «Süddeutsche Zeitung» schrieb, es würde für jeden schwierig, die Eintracht zu stoppen, die «FAZ» schwärmt von der Frankfurter Magie. Hatte Sie weder Lazio, Schachtar, Inter noch Benfica auf dem Radar?
Das weiss ich nicht, inzwischen rechnen wohl alle mit uns. Wir haben einfach ein gutes Team. Wir haben gute Typen und wenig Egos – bei uns gibt jeder Gas. Frankfurt ist sehr international aufgestellt, aber jeder ist vorbildlich integriert.

Mit solchen Choreos begeistert die Eintracht Fussball-Europa

abspielen

Video: YouTube/Jürgen Funk

abspielen

Video: streamable

Was spielen Sie für eine Rolle, was fliesst von Ihnen mit ein? Im Nationalteam fielen Sie bis zu Ihrem Rückzug im letzten Sommer mit Ihrer erfrischenden, sozialkompetenten Art auf.
Ein bisschen Spass darf immer sein, aber die Arbeitseinstellung muss seriös bleiben. Nur: Wenn ich auf der Bank sitze, hält sich mein guter Einfluss in Grenzen, da fehlt mir die Power. Ich kann meine Mitspieler nur unterstützen, wenn ich auf dem Platz stehe. So kann ich die Jungen mitziehen. Um eine Führungsrolle zu haben, muss man spielen – das ist einfach so. Sonst muss man Trainer werden!

Trainer? Denken Sie schon an den nächsten Schritt?
Aktuell bin ich gerade dabei, den Master-Abschluss zu machen. Irgendwann will ich einen Klub oder Verband als CEO führen. Mir ist es wichtig, irgendwann zu wissen, wie es nach dem Rücktritt weitergeht. Für einen Sportler ist es heikel, unvorbereitet in in die Zukunft zu gehen. Irgendwann ist es fertig, da schadet ein durchdachter Plan nie.

«Adi Hütter ist ein intelligenter Mann mit einem genauen Plan.»

Gelson Fernandes

Nach neun Stationen im Ausland dürfte Sie nur wenig aus der Reserve locken?
Ich kenne die Fussball-Kulturen vieler Länder. Ich habe viel Gutes und auch weniger Gutes gesehen in Europa

Zurück zum Tagesgeschäft. Adi Hütter zieht mit seinem Coaching alle in den Bann. Wo ordnen Sie den Österreicher ein?
Er ist gut, sehr gut. Adi Hütter besitzt eine unglaubliche Sozialkompetenz. Top, top, top! Wir haben 35 Spieler im Kader. Hütter schafft es, alle an Bord zu nehmen. Lassen Sie mich eine kleine Geschichte erzählen. Wir haben einen Spieler, Simon Falette. Er stand gegen Benfica im Rückspiel von Anfang an auf dem Platz, obwohl er zuvor letztmals im Januar gegen Werder Bremen einen Einsatz hatte. Simon machte es überragend. Warum? Weil der Coach mit jedem im Team ehrlich umgeht und ihn stärkt.

epa07386124 Frankfurt's head coach Adi Huetter (R) celebrates after the UEFA Europa League round of 32, second leg soccer match between Eintracht Frankfurt and Shakhtar Donetsk in Frankfurt Main, Germany, 21 February 2019. Eintracht won 6-3 on aggregate.  EPA/ARMANDO BABANI

Adi Hütter erobert mit Frankfurt Europa. Bild: EPA/EPA

Hütter schreibt ein Jahr nach dem YB-Märchen die nächste grosse Story.
Er ist ein intelligenter Mann mit einem genauen Plan. Er will etwas erreichen im Fussball, Hütter ist extrem ambitioniert. Und klar: Die Erfolge helfen ihm.

Welche Qualität der Eintracht ist für Sie massgeblich?
Die Mentalität, die Mentalität, keine Frage. Wir reisen in dieser Saison extrem viel, unsere Agenda ist voll. Manchmal haben wir kaum mehr Benzin, und trotzdem können wir fast immer das Maximum abrufen.

Was fällt Ihnen im Zusammenhang mit dem Halbfinal-Gegner Chelsea ein?
Ich habe keine Angst vor den Engländern. Richtig schwierig hingegen war die Aufgabe gegen Schachtar Donezk im 1/16-Final. Alle dachten, wir könnten durchspazieren. Unser Glück war, dass diese Top-Mannschaft damals keine Matchpraxis hatte.

«Ich nehme es gemütlich in den Ferien – ich bin ja ein alter Mann.»

Gelson Fernandes

Chelseas Equipe wird von Experten mit über 880 Millionen Euro bewertet. Benötigen Sie ein mittleres Wunder?
Was haben wir zu verlieren gegen Chelsea? Nichts! Zu Hause in Frankfurt wird der Baum brennen, für uns Frankfurter ist es ein Traum. Die kleine Eintracht gegen das grosse Chelsea. Sie stehen unter maximalem Druck.

Und Sie stehen im maximalen Rampenlicht. Nehmen Sie das Umfeld überhaupt noch wahr?
Jeder will etwas wissen, das ist klar. Aber meine Zeitreserven werden knapper. Unser Kalender ist ausgefüllt. Man muss die Energie kanalisieren. Der Fokus wird auf das Wesentliche ausgerichtet.

Bleibt aber dennoch etwas Zeit, sich mit früheren Nationalteam-Kollegen auszutauschen?
Man sieht sich ab und zu. Und es ist wie immer mit guten Kollegen: Wir sollten telefonieren und abmachen, dann ziehen wieder Monate ins Land. Jeder hat seine eigenen Projekte. Vielleicht schaue ich mir in Porto ganz gemütlich die Nations-League-Spiele der Schweiz an. Aber am liebsten spanne ich aus, lade meine Batterien wieder auf, nehme es gemütlich in den Ferien – ich bin ja ein alter Mann. (abu/sda)

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

36
Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

76
Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

4
Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

53
Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

23
Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

10
Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

19
Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

11
Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

37
Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

7
Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

54
Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

45
Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

16
Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

22
Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

6
Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

7
Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

11
Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

28
Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

92
Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

22
Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

41
Link zum Artikel

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

36
Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

76
Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

4
Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

53
Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

23
Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

10
Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

19
Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

11
Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

37
Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

7
Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

54
Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

45
Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

16
Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

22
Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

6
Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

7
Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

11
Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

28
Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

92
Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

22
Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

41
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Manuel Akanji stellt klar: «Ich habe kein Problem mit Mats Hummels»

Zwei Tage vor dem EM-Quali-Spiel spricht Manuel Akanji darüber, wie die Iren zu knacken sind – und was es mit den Problemen um den Dortmunder Mannschaftsrat auf sich hat.

Eine Mischung aus Intelligenz und Aggressivität. Das brauche es im Spiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen Irland am Donnerstagabend. So zumindest sieht es Manuel Akanji, als er zum Rezept für das so wichtige EM-Qualispiel gegen den Gruppenersten gefragt wird.

Eine Mischung an Auskunftsfreude und Unlust, die versprüht dafür Akanji selber. Geht es um das Nationalteam und die bevorstehenden Spiele, erklärt sich der Innenverteidiger gerne. «Ich freue mich immer, wenn ich zur Nati kommen …

Artikel lesen
Link zum Artikel