Sport
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Champions League, 2. Runde

ZSKA Moskau – Bayern München 0:1

Manchester City – AS Roma 1:1

PSG – Barcelona 3:2

APOEL Nikosia – Ajax Amsterdam 1:1

Schalke – Maribor 1:1

Sporting Lissabon – Chelsea 0:1

BATE Borissow – Athletic Bilbao 2:1

Schachtjor Donezk – Porto 2:2

MOSCOW, RUSSIA - SEPTEMBER 30:  Team of Bayern Muenchen line up prior to the UEFA Champions League group E match between CSKA Moskva and FC Bayern Muenchen at Khimki Arena on September 30, 2014 in Moscow, Russia.  (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Beim Geisterspiel in Moskau kommt nicht wirklich Stimmung auf. Bild: Bongarts

Champions League, 2. Runde

PSG behält in einer spektakulären Partie gegen Barcelona die Oberhand – Roma holt dank Totti gegen Manchester City ein Remis 

Bayern genügt in Moskau ein solider Auftritt zum zweiten 1:0-Sieg in der aktuellen Champions-League-Kampagne. Verfolger Rom (1:1 gegen Man City) ist ebenfalls ungeschlagen. Einen prestigeträchtigen Erfolg erreicht PSG. Der französische Meister besiegt Barça 3:2.



Manchester City – AS Roma: Totti auch im 22. Profi-Jahr unwiderstehlich

Mehr Erfahrung in der Königsklasse als das gegnerische Team.

In der Startphase steht Maicon im Mittelpunkt. Der ehemalige City-Spieler reisst in der 4. Minute im Strafraum ziemlich unbedarft Kun Agüero um, der Argentinier lässt sich nicht zweimal bitten und verwandelt den fälligen Penalty gleich selber. Nur zwei Minuten später lupft Francesco Totti den Ball herrlich über die Abwehr der Engländer, Abnehmer des Passes ist Sünder Maicon, der den Ball aus spitzem Winkel an die Latte drischt.

In der 23. Minute macht sich Totti zum ältesten Torschützen der Königsklasse (38 Jahre und 3 Tage). Der Altmeister steht nach einem Steilpass alleine vor City-Keeper Joe Hart und überlupft den Engländer wunderschön zum 1:1-Ausgleich.

Auch FCZ-Spieler Chiumento hat Freude.

Die Roma ist nach sechs (Pflichtspiel-)Siegen in Manchester zwar erstmals gestoppt worden, das 1:1 gegen den englischen Titelhalter City ist aber höchst verdient für Gäste, welche ohne mehrere verletzte Titulare auskommen mussten.

ZSKA Moskau – Bayern München: Müller einziger Torschütze

Ein Stimmengewirr in Moskau.

Die Münchner spulen das Geisterspiel vor etwa 400 Journalisten, Vereinsoffiziellen, Sponsorengästen und Ordnern insgesamt seriös ab. Wegen rassistischen Verhaltens Moskauer Anhänger lässt die UEFA als Bestrafung das Gruppenspiel vor (fast) leeren Rängen ausgetragen.

«Normalerweise spielt man Fussball für die Fans, wir sind ja sozusagen in der Unterhaltungsbranche. Deshalb war es schon seltsam.»

Thomas Müller über die (gespenstische) Atmosphäre

epa04424910 Bayern Munich's goalkeeper Manuel Neuer in front of empty stands during the UEFA Champion League Group E soccer match between CSKA Moscow and Bayern Munich at Arena Khimki in Moscow, Russia, 30 September 2014. The ruling body UEFA has punished CSKA with a game behind closed doors for racist behaviour of their fans as it clamps down heavily on discrimination from fans, officials or players.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Manuel Neuer bekam nicht viel zu tun. Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Ohne Xherdan Shaqiri in der Startformation übernehmen die Gäste sofort das Kommando gegen den russischen Meister, der nach dem 1:5-Fehlstart in Rom defensiv agiert und auf Konter setzte 

Einmal mehr ist der formstarke Mario Götze der Wegbereiter, als er nach Zuspiel von Robert Lewandowski im Strafraum von Mario Fernandes gefoult wird. Müller verwandelt seinen dritten von insgesamt vier Elfmetern in der Champions League ganz sicher.

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Das Foul an Götze in der 21. Minute. DailyMotion/Matthes-Live

Die Bayern diktieren das Spiel mit viel Ballbesitz, aber ohne weiter zu reüssieren. Müller (84.) und der eingewechselte Xherdan Shaqiri (86.) vergeben die letzten Chancen. Für die Münchner ist es der 100. Sieg in der Champions League. Bayern kassierte in den letzten 568 Pflichtspiel-Minuten kein Gegentor. 

Unterstützung von der Couch

PSG – Barcelona: Viel Spektakel in Paris

Prominenter Besuch

Paris St-Germain widerlegt im Spitzenspiel der Gruppe F die Theorie, ohne Zlatan Ibrahimovic weniger als die Hälfte wert zu sein. In Abwesenheit des an der Ferse verletzten schwedischen Goalgetters hat PSG seit 2012 nur rund 40 Prozent aller Spiele gewonnen. 

Gegen Barcelona trumpft der französische Meister gross auf. Er beschränkte jene Fehler, die von den Katalanen an guten Tagen in vollem Tempo ausgenützt werden, auf ein Minimum und kam damit zum 3:2-Sieg

Nach einem Freistoss in der 10. Minute behält David Luiz im Strafraum die Übersicht und erwischt Barça-Keeper Marc-André ter Stegen mit seinem Flachschuss auf dem falschen Fuss. Es ist das erste Gegentor in der Saison für die Katalanen nach 639 Pflichtspielminuten.

Knapp zwei Minuten später kombinieren sich Andres Iniesta und Lionel Messi herrlich durch, der Argentinier vollendet mit seinem 68. Tor in der Königsklasse zum Ausgleich.

In der 26. Minute segelt ter Stegen unter einem Eckball durch, Marco Verrati kann problemlos zur Führung einnicken. Es ist das erste Tor des Italieners in seinem 92. Einsatz für Paris.

Auch Ex-Star Guti zollt PSG Respekt.

In der 54. Minute sprintet Gregory van der Wiel an der rechten Aussenlinie entlang, seine Hereingabe findet in Blaise Matuidi den richtigen Abnehmer.

Nur zwei Minuten später kann Barça den Anschlusstreffer erzielen. Neymar schiebt überlegt zum 2:3 ein.

Trotz zwei grossen Chancen, darunter einem Pfostenschuss von Jungstar Munir, gelingt es dem Team von Luis Enrique nicht mehr einen Treffer zu erzielen.

>>> Zum Liveticker der Partie PSG – Barcelona geht es hier

APOEL Nikosia – Ajax Amsterdam: Ajax verpasst Sprung an die Spitze

Kritik am Schiedsrichter. 

Nach knapp einer halben Stunde gelingt Lucas Andersen das Führungstor für die Holländer, der Stürmer verwertet per Nachschuss kaltblütig. 

Nur drei Minuten später kann das Heimteam per Elfmetertor von Gustavo Manduca ausgleichen. In der zweiten Halbzeit fallen keine Treffer. Die beiden Teams bleiben somit auf den Rängen drei (Ajax) und vier (Nikosia).

Schalke – Maribor: Schalkes Enttäuschung

Doch der Derbysieg gegen Dortmund (2:1) überstrahlte alles.

Acht Minuten vor dem Halbzeitpfiff schliesst Damjan Bohar eine schöne Kombination mit der verdienten Führung für die Slowenen ab. 

Dem Tor haftet allerdings der Makel an, dass der im Abseits stehende Marco Tavares den Schalke-Keeper Ralf Fährmann aktiv behindert. Der NK träumt  vorübergehend vom grössten Coup seiner bescheidenen CL-Geschichte.

Ausgleichende Gerechtigkeit in der 56. Minute: Jan-Klaas Huntelaar wird von Maribor-Spieler Viler an der Strafraumgrenze angespielt, der Stürmer zieht trocken ab, wobei Julian Draxler über den Schuss springt und so den Maribor-Goalie entscheidend irritiert.

Mässig verläuft der Abend für Tranquillo Barnetta. Der Schweizer, seit seiner Rückkehr in den Ruhrpott in keiner Partie von Beginn weg berücksichtigt, gehört überraschend zur Startelf. 

GELSENKIRCHEN, GERMANY - SEPTEMBER 30:  Tranquillo Barnetta of FC Schalke 04 reacts during the UEFA Champions League group G match between FC Schalke 04 and NK Maribor at Veltins Arena on September 30, 2014 in Gelsenkirchen, Germany.  (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Auch Ottmar Hitzfeld kritisiert im SKY-Studio die Aufstellung von Barnetta auf der Spielmacher-Position. Bild: Bongarts

Im zentralen Mittelfeld bewegt er allerdings wenig – notabene gegen einen Kontrahenten, der vor der Gruppenphase drei Qualifikations-Runden zu bewältigen hatte. 

Nach dem enttäuschenden 1:1 bekamen die Schalker Pfiffe der Fans zu hören. Beide Equipen liegen zwei Punkte hinter Chelsea.

Sporting Lissabon – Chelsea: Die «Blues» cleverer

Wenigstens steigen die Preise nicht.

Mit der dritten guten Tormöglichkeit können die Londoner in Führung gehen. Der 1,94 grosse Nemanja Matic verwertet eine Flanke von Cesc Fabregas per Kopf (34.).

In der zweiten Halbzeit hat die Truppe von José Mourinho Glück, dass eine penaltywürdige Aktion von Fabregas nicht bestraft wird. Chelsea übernimmt mit dem Auswärtssieg die Tabellenspitze mit vier Punkten, dahinter folgt bereits NK Maribor.

BATE Borissow – Athletic Bilbao: BATE überrascht

Zumindest die Weissrussen siegen.

Das Heimteam kann durch Denis Polyakov, der nach einer Kopfballverlängerung völlig ungedeckt am zweiten Pfosten eineckt, in Führung gehen (19.). 

Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff wird ein Schuss von Aleksandr Karnitskiy unhaltbar zum 2:0 abgelenkt. 

Mit dem Halbzeitpfiff kann Aritz Aduriz den Anschlusstreffer bewerkstelligen, der Stürmer trifft gekonnt aus der Drehung.

Es fallen keine weiteren Tore mehr in Weissrussland. Durch den Sieg arbeitet sich BATE auf Rang 2 vor, die Basken bleiben mit einem Zähler auf dem letzten Rang hocken.

Schachtjor Donezk – Porto: Porto holt in extremis einen Punkt

Brahimi ist trotz seines verschossenen Elfmeters der Mann des Spiels.

Nach 35. Minuten wird Yasine Brahimi im Strafraum gelegt. Brahimi tritt gleich selbst zum Elfmeter an, scheitert aber an Goalie Andriy Pyatov.

Sieben Minuten nach dem Pausentee bestraft Alex Teixeira die Gäste für ihre fehlende Kaltblütigkeit und schiebt nach einem groben Fehler von Oliver Torres zur Führung ein.

Das Heimteam kann sogar den dominierenden Portugiesen einen zweiten Treffer einschenken. Nach einem Pass von Bernard muss Luis Adriano nur noch den Fuss hinhalten.

Joker Jackson Martinez gelingt eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit per Penaltytor der verdiente Anschlusstreffer. Und Martinez steht nur 90 Sekunden später erneut goldrichtig und kann die Vorlage von Tello eiskalt zum Ausgleich verwerten. Die Portugiesen verteidigen somit ihre Leaderposition in der Gruppe H.

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