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Deschamps hat die Niederlage gegen die Schweiz immer noch nicht verdaut

epa09309565 France's head coach Didier Deschamps (R) talks to his player Paul Pogba before extra time in the UEFA EURO 2020 round of 16 soccer match between France and Switzerland in Bucharest, Romani ...
Paul Pogba und Didier Deschamps trauern über das Aus an der EM 2020.Bild: keystone

Deschamps hat die Niederlage gegen die Schweiz immer noch nicht verdaut

Der Trainer der französischen Nationalmannschaft hat sich zum ersten Mal seit seinem Scheitern bei der Europameisterschaft geäussert. In einem Exklusivinterview mit «L'Equipe» sagt er, «dass diese Niederlage niemals hätte passieren dürfen».
Cet article est également disponible en français. Lisez-le maintenant!
22.08.2021, 11:4422.08.2021, 13:00

Seit der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen die Schweiz hatte er nicht mehr gesprochen. Jetzt hat sich Didier Deschamps erstmals zur Niederlage geäussert. «Ich weiss, dass ich allein für diesen Misserfolg verantwortlich bin», so Deschamps.

Er gibt zu: «Es ist nicht der beste Sommer, den ich je hatte. Ich habe verschiedene Phasen durchlaufen.» Auf die Frage des Journalisten von «L'Equipe», ob er die Niederlage verdaut habe, antwortet Didier Deschamps weder mit ja noch mit nein.

Aber seine Antwort ist ein deutlicher Hinweis auf seinen Gemütszustand: «Das Schwerste, was ich heute verdaut habe, ist zu wissen, wozu wir fähig sind, und zu sehen, was wir daraus gemacht haben.»

Deschamps sagt im Verlaufe immer wieder: «In der 80. Minute gegen die Schweiz 3:1 zu führen und zu sehen, was danach passiert ist ...». Und dann erneut: «Beim Stand von 3:1 hat wohl kein einziger Mensch im Stadion oder sonst wo gedacht, dass wir uns nicht qualifizieren würden.»

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Video: watson

Deschamps gibt zu, dass er von diesen Minuten besessen ist und sie sich mehrmals angesehen hat.

«Die Tatsache, dass wir, wenn auch unbewusst, das Gefühl haben, dass es geschafft ist, dass wir im Viertelfinale stehen, führt zu einer gewissen Lockerheit und zu diesem zweiten (Schweizer) Tor, was wiederum zu einer gewissen Fieberhaftigkeit in den Körpern führt, die sehr beansprucht waren. Wir waren defensiv nicht so solide wie üblich.»
«Angesichts unserer Stärke und der Solidität, die schon immer zu unserer DNA gehörte, hätte uns das nie passieren dürfen. Beim Stand von 3:3 gibt es zwangsläufig einige Irritationen, aber noch ist alles möglich. Wir wissen, dass es eine Verlängerung mit der Möglichkeit gibt, sich zu qualifizieren. Und kurz davor gibt es die Chance für Kingsley (Coman) und der Ball geht an die Latte.»
«Ich könnte argumentieren. Aber wenn ich das tue, wird es als Ausrede ausgelegt werden. Auch hier liegt die Verantwortung bei mir. Die taktische Entscheidung zu Beginn (gegen die Schweiz) hat nicht funktioniert. Ich bin nicht starrköpfig.»

Deschamps räumt zwar Fehler (System) und schwierige Umstände (Reise) ein, betont aber vor allem: «Wir haben in der 80. Minute 3:1 geführt!»

Das vollständige Interview, das den Abonnenten von L'Equipe vorbehalten ist, kannst du hier lesen. (watson romandie)

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35 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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René Obi (1)
22.08.2021 12:11registriert Januar 2016
Die Franzosen sind an ihrer Arroganz gescheitert, das sieht man schon an Pogbas Jubel. Dann haben sie 2-3 Prozent nachgelassen. Und das hat gegen eine starke Schweizer Mannschaft nicht mehr gereicht.
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BigMic
22.08.2021 12:12registriert Januar 2014
Irgendwie schön beisst er immernoch daran rum...
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Peter R.
22.08.2021 12:04registriert Februar 2019
Ja das sieht man immer wieder bei den Franzosen - nicht nur der Trainer auch die Spieler beim Match gegen die Schweiz, überheblich. Aber Hochmut kommt vor dem Fall.
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