Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Olympiakos Pajtim Kasami celebrates a goal during their Champions League soccer match against Malmo at Karaiskaki stadium in Piraeus, near Athens December 9, 2014.  REUTERS/Alkis Konstantinidis  (GREECE)

Pajtim Kasami konnte in dieser Saison im Dress von Piräus einiges bejubeln. Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

«Für die persönliche Visitenkarte»: Der frischgekrönte Meister Pajtim Kasami spricht über seine Kritiker, England und die fanatischen griechischen Fans

Für Olympiakos gehören Trophäen zum Standardprogramm, für Pajtim Kasami hingegen ist der Gewinn der Meisterschaft etwas Aussergewöhnliches. In Piräus ist das grosse Talent vorangekommen.



Nach einer eindrücklichen, aber nicht ausschweifenden Ad-hoc-Meisterfeier fasst Pajtim Kasami im Gespräch mit der Sportinformation bereits wieder klare Gedanken. Der 22-Jährige misst der ersten Klub-Trophäe seiner bislang nicht ganz unkomplizierten Laufbahn einen hohen Stellenwert bei: «Jeder Fussballer spielt, um Titel zu gewinnen. Für die persönliche Visitenkarte sind solche Erfolge enorm wichtig.»

Der frühere U17-Weltmeister fand am Mittelmeer nach langer glückloser Suche die Bestätigung, im letzten Sommer eben doch den richtigen Entscheid gefällt zu haben. «Nach Griechenland zu gehen, war für mich ein guter Schritt. Ich habe hier enorm an Erfahrung zugelegt und lernte, mich als Leistungsträger in einem schwierigen Umfeld durchzusetzen.» Der Gewinn des Championats sei für ihn auch deshalb viel wert, «weil ich kein Mitläufer war, sondern Stammspieler in den wichtigsten Partien».

Switzerland Pajtim Kasami, right, reacts with the trophy after beating Nigeria during their U17 World Cup Final soccer match in Abuja, Nigeria Sunday, Nov. 15, 2009. (AP Photo/Sunday Alamba)

Ein anderer Gross-Erfolg in Kasami Karriere: Der WM-Titel mit der Schweizer U17-Nati 2009. Bild: AP

Eine individuelle Genugtuung

Kasami glaubt, in Piräus jene widerlegt zu haben, «die mir abgeraten hatten, zu Olympiakos zu wechseln, die mir allgemein wenig zutrauten». Ein Jahr nach dem Abstieg mit Fulham und dem unfreiwilligen Abschied aus dem englischen Fussball-Paradies lernte er die angenehmere Seite der Gefühlsskala kennen. Für ihn ist der 42. Triumph von Piräus deshalb auch eine individuelle Genugtuung. Mitte Mai ist für den Cup-Finalisten sogar das Double das nächste positive Thema.

Haften bleibe aber nicht nur die Dominanz in der griechischen Liga. «Die Erfolge gegen Atlético und Juventus in der Champions League sind Momente, die man nicht so schnell vergessen wird.» Auf sein Siegtor gegen die Juve sei er besonders stolz: «Sich mit den Besten von Europa messen zu können, ist für einen Schweizer Spieler immer etwas Spezielles.»

Animiertes GIF GIF abspielen

Darauf ist Kasami besonders stolz: Sein wichtiges Tor gegen Juventus. gif: srf

Fanatische Fans gehören zum Entwicklungsprozess

Auf zwei, drei Szenen hätte er indes verzichten können. Die teilweise von schweren Krawallen überschatteten Spiele lösten bei Kasami ein ungutes Gefühl aus: «Ich habe schon fanatische Fans erwartet, aber nicht in diesem Ausmass.» Aber auch diese Vorfälle würden wohl zum Entwicklungsprozess gehören, so Kasami.

An den Spekulationen, er könnte in den kommenden Monaten nach England oder in die Serie A zurückkehren, mag sich der griechische Champion nicht beteiligen: «Ich konzentriere mich hier auf meinen Job. Für den Rest ist mein Manager zuständig.» Sein Berater Mino Raiola zählt zur gehobenen Agenten-Kategorie mit einem nahezu unermesslichen Netzwerk. (si/twu) 

So steht es in den Meisterrennen in Europas Fussballligen

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Assaidi erzielt das frechste Tor des Jahres – dumm nur, dass es Abseits war

11. September 2011: Oussama Assaidi ist gegen Groningen auf dem Weg zum 3:0 für Heerenveen. Doch da pfeift der Schiedsrichter Offside. Der Marokkaner schenkt uns immerhin noch einen Zirkustrick.

Jeder Fussballer weiss es: Ist die Pfeife des Schiedsrichters ertönt, darf ich nicht mehr weiterspielen. Es droht eine Gelbe Karte. Aber manchmal, da siehst du dich als Fussballer schon vor den eigenen Fans jubeln und kannst nicht anders, als die Aktion noch abzuschliessen.

Oussama Assaidi kennt diese Situation. Gegen Groningen hat der Linksaussen in der 62. Minute für Heerenveen auf 2:0 erhöht. Jetzt wird der Stürmer steil geschickt. Der Marokkaner ersprintet sich den Ball, steht alleine vor …

Artikel lesen
Link zum Artikel