Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Florian Kameri hat sich in Schottland einen Namen gemacht. bild: twitter/HibernianFC

«Schottland-Schweizer» Kamberi zur 12er-Liga mit Trennstrich: «Noch nie Kritik gehört»

Der bei Hibernian Edinburgh spielende Schwyzer Florian Kamberi findet am Modus Gefallen, der in der Premiership praktiziert wird. In der Schweiz soll ab der Saison 2021/22 das gleiche System eingführt werden.

markus brütsch / ch media



Langsam geht es in der schottischen Premiership ans Eingemachte. Noch zehn Runden sind zu spielen, bis es im Klassement zur Teilung kommt. Die sechs bestplatzierten Klubs werden dann in einer einfachen Runde um den Titel und die Europacupplätze kämpfen, die Teams auf den Rängen sieben bis zwölf gegen den Abstieg. «Es sieht für uns nicht schlecht aus», sagt Florian Kamberi. Der Schwyzer spielt für die Hibernians aus Edinburgh, die mit sechs Zählern Vorsprung auf Kilmarnock über dem Strich klassiert sind.

Die aktuelle Tabelle der Premiership:

Bild

bild: screenshot weltfussball

Seit Kamberi vor zwei Jahren dank der Vermittlung des früheren Aarau-Spielers Mark Fotheringham in die schottische Liga wechselte, hat er mit den«Hibs» schon zweimal an der Finalrunde teilgenommen. Und bald bemerkt, wie wichtig es ist, ob man nach dem 33 Runden umfassenden Grunddurchgang über oder unter dem Strich liegt. «Es wäre schlimm, nach der Teilung im April noch ein viertes Mal gegen Klubs wie St.Mirren oder Hamilton spielen zu müssen – statt gegen Celtic oder die Rangers», sagt Kamberi. «Um dieses Szenario zu vermeiden, arbeiten wir in jedem Spiel bis zur Aufsplittung hart. Jedes Resultat kann in der Endabrechnung entscheidend sein», sagt Kamberi.

Wenig Kritik trotz grosser Schwäche

«Genau deshalb finde ich diesen Modus gut. Er sorgt von Anfang an für einen positiven Druck, und alle sind topmotiviert, unbedingt unter die besten Sechs zu kommen.» Den Einwand, dass es nicht fair sei, wenn zum Beispiel die «Hibs» gegen den Strichrivalen Kilmarnock zweimal auswärts und nur einmal zu Hause spielten, betrachtet auch Kamberi als Schwäche dieses Formats. Das könne schon ein entscheidender Nachteil sein, sagt Kamberi. «Ich habe aber noch nie von Mitspielern oder sonstwem Kritik an diesem Modus gehört.»

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

🌊🌍 #bewatermyfriend

Ein Beitrag geteilt von Flo Kamberi (@florian.kamberi) am

Der schweizerisch-albanische Doppelbürger hat sich in Schottland einen guten Namen gemacht. Nach einer schwierigen Saison beim Karlsruher SC und einem halben Jahr bei GC ohne Chance auf Einsätze kam er bei den «Hibs» von Beginn an gut zurecht. In 83 Pflichtspielen hat er bereits stolze 30 Tore geschossen. «Der physisch betonte Fussball liegt mir», sagt Kamberi. «Ich habe hier noch keinen Tag bereut.» Er hat sowohl gegen Celtic wie die Rangers für Tore gesorgt und steht im Blickfeld diverser Vereine. Auch der FC Basel hat ihn im vergangenen Jahr beobachtet. Kamberis Vertrag bei den «Hibs» läuft noch bis 2021. «In England zu spielen wäre ein Traum», sagt der 24-Jährige.

Mehr zum neuen Modus:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Super League im Zeitraffer – wie sich die Liga seit 1980 verändert hat

Chefsache: Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Nun fliesst Steuergeld – aber die Klubs müssen die «Hosen herunterlassen»

Auch Profiklubs im Fussball und Hockey bekommen nun Steuergelder geschenkt. Aber die Vorgaben sind rigoros. Die Spielerverträge müssen offengelegt werden und Lohnkürzungen sind notwendig. Da wartet viel Schreibarbeit auf das Klub-Büropersonal und Staats-Juristinnen und -Juristen.

Wer Geld vom Staat will, der muss sich vom Staat dreinreden lassen. Klubgeneräle, die mit den Begleitmassnahmen nicht zufrieden sind, sollten mal einen Landwirt fragen, der sich mit den verschiedensten Vögten auseinanderzusetzen hat und für das korrekte Ausfüllen der Formulare fast nicht mehr ohne Jus-Studium auskommt.

Nun liegen also die Ausführungsbestimmungen für die Auszahlung der Hilfsgelder vor. Sie gelten für die Klubs der beiden höchsten Spielklassen im Fussball und Hockey, der …

Artikel lesen
Link zum Artikel