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Coach Vladimir Petkovic, rechts, mit Goekhan Inler, links, beim Training mit der Fussball-Nationalmannschaft bei Training in Jona (SG) am Dienstag, 10. November 2015. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Inler hat im Aufgebot von Vladimir Petkovic keinen Platz mehr.
Bild: KEYSTONE

War's das mit der Nati? Petkovic verzichtet in den Test-Länderspielen auf Captain Gökhan Inler – Tarashaj und Elvedi im Aufgebot

Vladimir Petkovic verzichtet in den EM-Testspielen gegen Irland und Bosnien-Herzegowina auf Gökhan Inler. Der Captain des Schweizer Nationalteams fehlt erstmals seit rund zehn Jahren aus sportlichen Gründen.



Nach langen Abwägungen und reiflicher Überlegung hat sich der Nationalcoach Vladimir Petkovic (vorerst) gegen seinen langjährigen Captain Gökhan Inler entschieden. Der Mittelfeldspieler mit der Erfahrung von 89 Länderspielen wird am Montag nicht zur zweitletzten Tranche der EM-Vorbereitung einrücken.

Das Aufgebot

Tor: Roman Bürki, Marwin Hitz, Yann Sommer
Defensiv: Nico Elvedi, Timm Klose, Michael Lang, Stephan Lichtsteiner, François Moubandje, Ricardo Rodriguez, Philippe Senderos, Fabian Schär, Silvan Widmer
Offensiv: Valon Behrami, Blerim Dzemaili, Breel Embolo, Gelson Fernandes, Pajtim Kasami, Admir Mehmedi, Haris Seferovic, Xherdan Shaqiri, Renato Steffen, Shani Tarashaj, Granit Xhaka, Luca Zuffi​

Ausschlaggebend für die Nichtberücksichtigung des langjährigen Leaders ist seine aktuell prekäre Lage in Leicester. Beim topklassierten Überraschungsteam der Premier League spielt der 31-Jährige seit Monaten keine Rolle mehr; elfmal in Folge sass er auf der Ersatzbank oder auf Tribüne.

Würdest du Gökhan Inler trotz fehlender Spielpraxis weiterhin für die Nati aufbieten?

2016 kommt Inler auf 180 Spielminuten – im Cup und zuletzt in der Reserve-Equipe. Für Petkovic überwiegen die derzeit ungenügenden Perspektiven im Fall von Inler die SFV-Verdienste des Routiniers, der seit über acht Jahren zum Stamm gehört und in der letzten EM-Qualifikation in acht von zehn Partien zur Startformation zählte.

Switzerland's Goekhan Inler (L) fights for the ball with Estonia's Ilja Antonov during their Euro 2016 qualification soccer match at the A. Le Coq arena in Tallinn, Estonia, October 12, 2015. REUTERS/Ints Kalnins

In der EM-Qualifikation gegen Estland stand Inler noch als Captain auf dem Platz.
Bild: INTS KALNINS/REUTERS

Petkovics brisanter Personalentscheid trifft Inler hart. Er rechnete noch am Tag vor der Veröffentlichung des Aufgebots mit einer Einladung nach Feusisberg. Eine EM-Chance wird er wohl nur erhalten, sofern sich seine Konstellation in England noch ändern sollte. Bitter für den Muster-Profi, der unter Ottmar Hitzfeld keinen wichtigen Termin verpasste und für die Schweiz als Stammkraft zwei WM- und ein EM-Turnier bestritt.

Mit einer Veränderung der Klub-Ausgangslage Inlers ist zeitnah nach sportlichem Ermessen nicht zu rechnen: N'Golo Kanté ist gemäss Sir Alex Ferguson «einer der besten Spieler der Saison», und Danny Drinkwater ist soeben erstmals für die englische Nationalmannschaft nominiert worden. Und Coach Claudio Ranieri bekräftigte angesichts des Höhenflugs selbstredend, ohne Not keine Umstellungen vorzunehmen.

Aufgebot für Tarashaj und Elvedi 

Der erfahrenste Spieler wird fehlen, für andere hingegen geht eine Türe auf: Shani Tarashaj (GC) und Nico Elvedi (Mönchengladbach). Der erfolgreiche Stürmer der Hoppers rückt für Eren Derdiyok nach, der wegen einer Wadenmuskelverletzung rund zwei Wochen pausieren muss. Möglicherweise wird das Duo aber zunächst das EM-Ausscheidungsspiel der U21-Auswahl gegen England (am Samstag in Thun) bestreiten.

Der Grasshopper Shani Tarashaj jubelt nach seinem Tor zum 3-1 fuer GC, im Fussballspiel der Super League zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC Zuerich im Stadion Letzigrund in Zuerich am Sonntag, 13. Maerz 2016. Es ist das 245.

Tarashaj zeigt bei GC eine hervorragende Saison. Die logische Konsequenz: Der Wechsel im Sommer zu Everton und das Nati-Aufgebot.
Bild: KEYSTONE

Elvedi überzeugt beim Bundesliga-Vierten Gladbach seit geraumer Zeit und hat sich inzwischen in den Stamm gespielt. Borussen-Trainer André Schubert hält viel vom abgebrühten 19-jährigen Schweizer: «Er hat seine Chance gepackt und knickt auch in hektischen Situationen nicht weg.»

Fraglich ist aktuell von der engeren Auswahl Xherdan Shaqiri. Der Stoke-Professional leidet unter muskulären Problemen. Wo er sich behandeln lässt, ist offen. (qae/sda)

Das Schweizer Nati-Aufgebot für die kommenden Testspiele

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gluziver 19.03.2016 10:03
    Highlight Highlight wo sind eigentlich djourou und derdiyok?
  • Fumo 19.03.2016 08:40
    Highlight Highlight Kann einer der schon so lange als Profi spielt "fehlende Spielpraxis" haben? Einer der bei Napoli fast ein Held war ist jetzt nicht mehr gut genug nur weil er "zu wenig spielte"? Würde ich verstehen, wenn er die Trainings auch ausgelassen hätte. Aber er ist immer noch in top-Form und das er sich nicht an die englische Spielweise gewöhnen konnte ist für die Nati eher ein Vorteil. Da würde ich lieber Embolo zuhause lassen, er ist gut, kann aber noch in die U-21 gehen. So wird einen guten Spieler die Chance genommen seine Karriere in der Nati abklingen zu lassen.
  • Mia_san_mia 19.03.2016 04:04
    Highlight Highlight Sicher hart für Inler, aber gerecht...
  • Carambole 18.03.2016 21:43
    Highlight Highlight Oh nein, kein Inler! Wer zieht jetzt die schönen engen Fussball-Shirts an?
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 18.03.2016 20:44
    Highlight Highlight warum ist dzemaili aufgeboten und nicht z.B: Lustenberger, Schwegler, Abdi, Milicevic
    • Zanzibar 18.03.2016 21:02
      Highlight Highlight Schwegler will unter Petkovic nicht mehr spielen, Abdi ist ganz okay, aber besser als Dzemaili? Ich würde auch eher einen bringen der schon mehr Länderspielerfahrung hat als ein gleichwertiger Spieler der seit 8 Jahren nicht mehr dabei war.
      Milicevic wird mir hier drin zu stark geredet... Ich kenne den nur aus seinen überzeugenden CL Einsätzen, jedoch nehme ich seine Leistungen in der Belgischen Liga genau wie die meisten hier überhaupt nicht wahr. Da bringe ich lieber einen Luca Zuffi vom FCB.
  • Jol Bear 18.03.2016 19:42
    Highlight Highlight Inler hatte mit diesem Vereinswechsel tatsächlich voll daneben gegriffen. Die (wenigen) Chancen hatte er nicht genutzt, blieb ohne Einfluss auf das Spiel. Vielleicht bekam er zu wenig Zeit, um sich an die Liga zu gewöhnen, aber Ranieri geben die Resultate recht. Tim Klose hatte in den ersten Spielen bei Norwich auch nicht fehlerfrei gespielt, aber er bekam (notgedrungen?) mehr Spielzeit und scheint sich unterdessen doch angewöhnt und gesteigert zu haben. Transfers kurz vor der EM sind riskant, oder man geht zurück in die Super-League. Das kann funktionieren, siehe Senderos.
    • Amboss 19.03.2016 07:21
      Highlight Highlight Dass man beim Vereinswechsel daneben greift, das kann passieren.
      Was ich nicht begreife ist weshalb er nicht mit mit aller Kraft im Winter einen Wechsel/Leihe angestrebt hat. Mir fehlt dieser Drang, zu spielen, auch zu deutlich kleinerem Lohn...
      Ich sag: Selbst schuld
  • Darkside 18.03.2016 19:25
    Highlight Highlight Dieser Trainer kann einfach nichts. Keine Ahnung warum man einen Marcel Koller einfach dem Mitbewerber überlässt. Da hat der Verband versagt. Meine Kohle setze ich auf ein Vorrundenaus, auch wenn das nicht viel einbringen wird.
    • 8004 Zürich 18.03.2016 19:53
      Highlight Highlight Das ist eine mögliche Sichtweise, welche aber hier nur was zur Sache tut, wenn Du der Meinung bist, dass Inler dabei sein müsse. Denkst Du das etwa?!
      Sein Entscheid im Sommer war schon ziemlich komisch. Es gab Angebote von interessanten Clubs aus der BL. Herr Inler wollte nicht. Und dann - wie ein Wunder nach dem Theater im Sommer - bekommt er von Schalke noch einmal ein Angebot, letzte Abzweigung Richtung EM. Und dass er das dann auch abgelehnt hat, ist für mich in jeder Hinsicht unverständlich. Ein Fall für den Doktor; ab zum Synapsen-Check!
    • Amboss 18.03.2016 20:33
      Highlight Highlight @Darkside: Sorry, aber Marcel Koller stand keine Sekunde lang zur Verfügung. In den Medien wurde das zwar diskutiert, aber das waren nie mehr als Gerüchte.

      Wieso auch sollte er wechseln? Es gab nicht einen Grund. Er hat bei den Ösis gut gearbeitet, wurde geschätzt und konnte beginnen, die Früchte zu ernten.
    • Darkside 18.03.2016 20:33
      Highlight Highlight Du hast recht, da war ich wohl zu vage. Ich denke keineswegs dass er mit Inler falsch liegt, das ist sogar eine Aktion wo ich ihm recht gebe. War mehr allgemein und im Hinblick auf seine ganze Zeit mit der Nati gemeint.
    Weitere Antworten anzeigen
  • themachine 18.03.2016 19:06
    Highlight Highlight Wieso wird bitteschön ein Senderos anstatt Lustenberger nominiert?! Für mich, auch wenn Lusti momentan eine kleine Formatierung hat, unverständlich.
    • themachine 18.03.2016 19:08
      Highlight Highlight *ein kleines Formtief (blöde Autokorrektur)
    • Matthiah Süppi 18.03.2016 20:09
      Highlight Highlight Weil Lustenberger ein defensiver Mittelfeldspieler ist und Senderos ein Innenverteidiger.
    • Grigor 18.03.2016 20:24
      Highlight Highlight Nichts für ungut, aber Lustenberger spielt(e) bei Hertha öfter in der Innenverteidigung als im Mittelfeld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NWO Schwanzus Longus 18.03.2016 18:59
    Highlight Highlight Ein sehr gutes Zeichen von Petkovic das er Tarashaj und Elvedi aufbietet und Inler nicht. Er zeigt das er tatsächlich eine Veränderung in zahafter Form durchführt.
  • Dan Rifter 18.03.2016 18:47
    Highlight Highlight Obwohl er mich nervt, hat Inler in der Nati eigentlich eher gut gespielt. Oder viel eher: ohne ihn war das zentrale Mittelfeld noch schlechter.
    Für mich ist das spielerisch keine grosse Veränderung.

    Wieso allerdings Lustenberger und Milicevic nicht aufgeboten werden.. ich weiss ja nicht. Der eine ist Captain und Leader bei Hertha (dieses Jahr sackstarch) und der andere schiesst Tore in der Champions League.
    • Jol Bear 18.03.2016 21:57
      Highlight Highlight Der Einschätzung zu Inlers Spiel in der Nati (er war in der Regel gut) und der Forderung nach Lustenberger kann ich zustimmen. Aber warum soll der Inler denn nerven? Der ist doch seriöser Profi, in den Interviews stets nett, singt sogar die Hymne (zwar nicht evident, aber es gibt ja Leute, denen das wichtig ist...) und scheint in der Nati und auch bei Leicester ein geschätzter Sportskamerad zu sein.
  • Don Alejandro 18.03.2016 18:34
    Highlight Highlight Der Trainer entscheidet und wird entsprechend am Erfolg dieser gemessen.
  • Let's 0413 18.03.2016 18:33
    Highlight Highlight Inler ist der Wichtigste auf dem Feld!!! Wir brauchen den !🇨🇭
  • FCZBVB180 18.03.2016 17:19
    Highlight Highlight Wieso wird Almen Abdi nicht aufgeboten?
    • MaskedGaijin 18.03.2016 18:02
      Highlight Highlight frage ich mich auch. wenn ich mich nicht irre spielt er sogar mehr als behrami.
    • Holy Crèpe 18.03.2016 18:34
      Highlight Highlight Momentan kriegt Behrami einiges mehr an Spielzeit...
    • Clank 18.03.2016 18:52
      Highlight Highlight Abdi hätte durchaus eine Chance in der Nati verdient, aber momentan gibt es auf seiner Position einfach zu viele Spieler, auf den gleichen Niveau, die es ebenfalls verdient hätten angeboten zu werden (wie z.B. Lustenberger, F.Frei).
      Kurz vor der EM ist es sicherer auf die gleiche Spieler der Quali mit Nati-Erfahrung zu setzen, als mit Neuen zu experimentieren.
      Bin aber auch der Meinung Petvovic hätte jemand besseren nominieren können als Senderos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 18.03.2016 17:17
    Highlight Highlight Verständlich und sicher sinnvoll.
    Es macht einfach keinen Sinn, ihn aufzubieten, wenn er im Verein niemals spielt.
    Gerade auch weil Alternativen zur Verfügung stehen.

    Inler hats selber verbockt. Dass er in Leicester nicht mehr spielen wird, war klar.
    Und hätte er unbedingt eine neue Chance gesucht - ich bin überzeugt, er hätte Leicester verlassen können.
    Und wenn einer nicht diesen unbedingten Wille spielen zu spielen hat, dann sollte er auch nicht in der Nati spielen.
    • ksayu45 18.03.2016 19:00
      Highlight Highlight stimme dir völlig zu. ich war schon sehr erstaunt als er im winter nicht gewechselt ist. war ja abzusehen, dass sich bei leicester nichts ändert. dass er dachte, er fahre so oder so zur EM, auch ohne spielpraxis, zeugt m.E. von einer ziemlichen selbstüberschätzung

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