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Switzerland's Xherdan Shaqiri, center, celebrates after scoring to 1:0 between Lithuania's Markas Beneta, left, and Martynas Dapkus during the FIFA World Cup Qatar 2022 qualifying Group C soccer match between Switzerland and Lithuania, at the Kybunpark Stadium in St. Gallen, Switzerland, Sunday, March 28, 2021. (KEYSTONE/Ennio Leanza).

Kaum angepfiffen, jubelt Shaqiri. Es wird das einzige Tor bleiben. Bild: keystone

Shaqiris Blitz-Tor das Highlight beim Schweizer Mini-Sieg gegen Litauen

Die Schweiz hat in der WM-Qualifikation die zweite Pflichtaufgabe mit dem Minimum erfüllt. In St.Gallen schlug sie den krassen Aussenseiter Litauen 1:0. Das Tor schoss Xherdan Shaqiri schon in der zweiten Minute.



Das Resultat des Duells mit dem auf dem Papier klar schwächsten Gegner der Qualifikationsgruppe war enttäuschend knapp. Doch das 1:0 reichte immerhin, damit die Schweizer in der WM-Ausscheidung fürs Erste auf Kurs sind.

«Klar, spielerisch können wir noch zulegen. Aber wir haben fünf, sechs Monate nicht mehr miteinander gespielt. Zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte – das ist die Hauptsache.»

Xherdan Shaqiri, Torschütze srf

Zusammen mit Favorit Italien liegen sie mit sechs Punkten aus zwei Spielen in Führung. Allerdings verpassten es die Schweizer – wie schon am Donnerstag gegen Bulgarien – etwas für das Torverhältnis zu tun. In dieser sekundären Sparte liegen sie gegen die Italiener um ein Tor im Hintertreffen.

Das einzige Tor des Abends. Video: SRF

Aber eben: Die Schweizer gehen im September und nach der EM-Endrunde mit dem Punktemaximum ins nächste Spiel der WM-Qualifikation. Dannzumal erwartet sie keine Pflichtaufgabe und kein inferiorer Gegner mehr: Sie spielt dann zuhause gegen Italien.

«Wir haben acht, neun gute Chancen gehabt und viele Schüsse aufs Tor abgegeben. Da müssen mehr Tore fallen.»

Vladimir Petkovic, Nationaltrainer srf

Peinliche Panne vor dem Anpfiff

Den ersten Aufreger hatte der Abend schon vor dem Spiel. Wenige Minuten vor dem Anpfiff erkannte der finnische Schiedsrichter, dass eines der Tore zu hoch war. Wie der SFV später bekannt gab, habe sich die Latte auf der rechten Seite während des Einspielens, wie auch immer, um rund zehn Zentimeter erhöht. Es wurde nachgemessen, gezogen, gestossen – doch schliesslich musste das Tor ausgewechselt werden. Das Spiel konnte letztlich erst mit 18 Minuten Verzögerung beginnen.

Der Tor-Klamauk sorgte für Kopfschütteln, Schmunzeln und leichte Verwirrung. Doch er brachte das Schweizer Team offensichtlich nicht aus dem Konzept. Die SFV-Auswahl liess an diesem Abend im Spiel keine Verzögerung zu; sie führte schon nach 85 Sekunden 1:0.

Dem Litauer Martynas Dapkus unterlief vor dem eigenen Strafraum ein fürchterlicher Fehlpass, Breel Embolo passte steil zu Xherdan Shaqiri, und der Liverpool-Professional war mit seinem schwächeren, rechten Fuss mit einem Flachschuss in die weite Ecke erfolgreich.

Ein Spiel fast nur in eine Richtung

Es war also wie in Bulgarien der Schweizer Auftakt nach Mass, nur ohne die gleich zwingende Fortsetzung wie in Sofia. Klar, die Schweizer blieben dominant, sie liefen nie Gefahr das Spiel aus der Hand zu geben. Sie erspielten sich auch Chancen, aber es fehlte gegen den limitierten Gegner doch einiges an Verve, um die Führung in eine Höhe zu bringen, welche den Unterschied zwischen den beiden Teams auch auf dem Scoreboard ins richtige Verhältnis rückte.

«Wir haben auch andere Ansprüche, als so ein Spiel 1:0 zu gewinnen. Aber so eine Qualifikation ist kein Spaziergang. Definitiv hatten wir Chancen für mehr Tore, aber die drei Punkte haben wir.»

Yann Sommer, Goalie srf

Ja, die Schweizer mussten sogar einen Schreckmoment erleben, als die Gäste unmittelbar nach der Pause nach einem Corner den Ausgleich nur im Haaresbreite verpassten. Es blieb eine der seltenen Episoden im Schweizer Strafraum. Weiterhin spielte sich nämlich das Geschehen in der Platzhälfte der Litauer ab. Und so arbeiteten sich die Schweizer im Prinzip 90 Minuten lang an einem Gegner ab, der seinen Beitrag zu einem zumindest ansatzweise offenen Spiel nicht leisten wollte und konnte.

epa09103692 Switzerland's head coach Vladimir Petkovic reacts during the FIFA World Cup Qatar 2022 qualifying group C soccer match between Switzerland and Lithuania at the Kybunpark stadium in St. Gallen, Switzerland, 28 March 2021.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Dürfte nicht von A bis Z zufrieden sein: Vladimir Petkovic. Bild: keystone

Zu vieles passte nicht

Litauen, im FIFA-Ranking nur die Nummer 129, war aber immerhin ein Gegner, der nach einer passiven Startphase in der Defensive zupackte und es verstand, die Räume vor dem eigenen Strafraum zu schliessen. Den Schweizern ist vorzuwerfen, dass sie in der gegnerischen Zone ungewöhnlich viele einfache Fehler begingen. Das fing bei den schwachen stehenden Bällen an, ging über die zu komplizierten Laufwege der Stürmer und endete bei den unpräzisen letzten Pässen.

«Ich würde sagen: Pflicht erfüllt, nicht mehr und nicht weniger.»

Xherdan Shaqiri, Torschütze srf

So blieben am Ende statistische Werte wie 64 Prozent Ballbesitz, 21 Torschüsse und 14 Corner ein Muster mit geringem Wert. Weil in der Schlussphase Steven Zuber nur den Pfosten traf, und Denis Zakaria zum Beispiel am fast leeren Tor vorbeischoss, blieb es tatsächlich beim mageren 1:0.

abspielen

Zakaria verfehlt in der Nachspielzeit das 2:0. Video: streamable

Schweiz - Litauen 1:0 (1:0)
Kybunpark, St.Gallen. - Keine Zuschauer. - SR Gestranius (FIN).
Tor: 2. Shaqiri (Embolo) 1:0.
Schweiz: Sommer; Elvedi, Akanji, Rodriguez; Widmer (65. Fernandes), Freuler (66. Zakaria), Xhaka, Vargas (79. Zuber); Shaqiri (80. Mehmedi); Embolo (65. Gavranovic), Seferovic.
Litauen: Svedkauskas; Mikoliunas, Gaspuitis, Beneta, Vaitkunas; Simkus; Novikovas, Dapkus, Slivka (75. Eliosius), Lasickas (58. Laukzemis); Cernych (81. Petravicius).
Bemerkungen: Schweiz ohne Schär, Steffen und Omeragic (alle verletzt). 9. Kopfball von Akanji an den Pfosten. 84. Pfostenschuss Zuber. Verwarnung: 42. Cernych (Unsportlichkeit). (ram/sda)

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