DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der Spielertunnel in Belgrad kann ganz schön einschüchternd sein. bild: screenshot youtube

Durch diese Hölle muss YB in Belgrad gehen, wenn es in den CL-Himmel kommen will



Die Aufgabe für die Young Boys auf dem Weg in die Gruppenphase der Champions League heisst Roter Stern Belgrad. Auf dem Papier machbar: Der grösste Star des serbischen Rekordmeisters, der im UEFA-Ranking der Klubs nur auf Rang 88 liegt, ist der einstige deutsche Nationalspieler Marko Marin. Der Gesamtmarktwert des Teams von Trainer Vladan Milojevic liegt mit 54.95 Millionen Euro exakt 10 Millionen unter demjenigen von YB.

Doch das Papier ist nicht die ganze Wahrheit – wer's nicht glaubt, kann gerne beim FC Basel nachfragen, der gegen den tiefer eingestuften LASK in der 3. Quali-Runde sang- und klanglos scheiterte.

Roter Stern ist eine eingespielte Truppe, welche fehlende internationale Klasse in den letzten Jahren immer wieder mit viel Kampfgeist wettmachen konnte. Vor allem zuhause ist der Meistercup-Sieger von 1991 eine Macht. Angetrieben von den frenetischen Fans wächst die Mannschaft immer mal wieder über sich hinaus.

Für die YB-Spieler wird im Rückspiel am 27. August schon der Gang ins 60'000 Zuschauer fassende Marakana ein erster Härtetest. Denn bereits der Weg von der Garderobe aufs Spielfeld ist ziemlich einschüchternd. Schlechte Graffiti, kalter Beton und kaum Licht – im Spielertunnel wähnt man sich nicht in einem Fussball-Stadion, sondern eher in einer Gefängniszelle. Hinzu kommen der bereits ohrenbetäubende Lärm von Explosionen und die Gesänge der Ultras. Da kann einem das Herz schon mal in die Hose rutschen.

abspielen

Der Gang ins Marakana vor einem Belgrader Derby zwischen Roter Stern und Partizan. Video: YouTube/Not Not

Einer der weiss, wie sich die gegnerischen Spieler im Tunnel fühlen, ist Luka Jovic. Der heutige Stürmer von Real Madrid kam mit 9 Jahren zu Roter Stern und blieb zehn Jahre.

Luka Jovic über den Spielertunnel:

«Ich habe erlebt, wie manchen Gegenspielern dort die Knie schlotterten. Zumal unsere alten Hasen immer schon im Tunnel anfingen, die andere Mannschaft auch mit Trash-Talk einzuschüchtern. Für mich war der Gang aber irgendwann Routine. Ich kenne den Tunnel schon seit meiner Kindheit. Allerdings musste ich auch mental darauf vorbereitet sein. Auf den Lärm im Tunnel. Auf das Getöse. Auf den Druck, den man spürt.»

11freunde

Wie heimstark Roter Stern ist, zeigt ein Blick in die Statistik: In der letzten Saison verlor der serbische Meister im Marakana nur ein einziges Mal und zwar im letzten Spiel der Champions-League-Gruppenphase gegen das Starensemble von Paris St-Germain. Zuvor trotzte man dem SSC Napoli ein 0:0 ab und den späteren Champions-League-Sieger Liverpool fegte man mit 2:0 vom Platz.

YB wäre also gut beraten, sich im Hinspiel am 21. August eine zumindest aussichtsreiche Ausgangslage zu verschaffen. Und vielleicht wäre es ratsam, sich statt in einem Luxus-Hotel in einem alten Schweiz Militärbunker auf das Playoff-Duell gegen Roter Stern vorzubereiten. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

1 / 48
Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball
quelle: keystone / ina fassbender / pool
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die 21 schönsten Champions-League-Tore

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Viel zu lange mussten Sie um Anerkennung kämpfen – ein offener Brief an Vladimir Petkovic

Der Trainer der Schweizer Nati steht vor einem Wechsel in die Ligue 1 in Frankreich. Nach sieben Jahren geht er beim SFV von Bord. Zeit für einen offenen Brief an den Mann, der die Schweiz sieben Jahre lang betreut und in den EM-Viertelfinal geführt hat.

Sehr geehrter Vladimir Petkovic,

Als Sie vor gut zwei Wochen aus St.Petersburg zurück nach Zürich reisten, sind die Schweizer Nati-Fans am Flughafen Kloten gestanden, haben gejubelt, um Autogramme und Selfies gebeten. Menschen haben sich umarmt, gelacht, waren euphorisch, so wie in den Tagen zuvor schon. Alles dank den Auftritten Ihrer Fussballer an dieser EM. Als Chef der Nati haben Sie die Schweiz mitgenommen auf eine besondere Reise. Die Bilder dieser Gesichter voller Emotionen sind …

Artikel lesen
Link zum Artikel