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Die Spieler von Roter Stern Belgrad jubeln vor ihren zahlreich mitgereisten Fans.
Die Spieler von Roter Stern Belgrad jubeln vor ihren zahlreich mitgereisten Fans.Bild: EPA

22 Penaltys bis zur Erlösung – so sicherte sich Roter Stern das Playoff-Duell gegen YB

Die Young Boys treffen in den Playoffs für die Gruppenphase der Champions League auf Roter Stern Belgrad. Die Serben setzten sich in der 3. Qualifikationsrunde gegen den FC Kopenhagen nach einem dramatischen Penaltyschiessen durch.
14.08.2019, 09:46

2:2 lautete das Gesamtskore nach 210 gespielten Minuten in der 3. Quali-Runde zur Champions League zwischen dem FC Kopenhagen und Roter Stern Belgrad, als es zur Entscheidung vom Punkt kam. Es folgte ein Penaltyschiessen, an das man sich wohl noch lange erinnern wird.

Am Ende repräsentieren folgende Zahlen die pure Dramatik:

  • 22 Penaltys brauchte es bis zur Entscheidung.
  • Insgesamt 9 Spieler verschossen, zwischendurch 4 in Serie.
  • Beide Torhüter trafen, hielten aber zusammen nur 3 Penaltys.
  • Kopenhagen verschoss 2 Matchbälle.
  • Am Ende gewann Roter Stern mit 7:6 – trotz 4 Fehlschüssen.
Das Penaltyschiessen zwischen Kopenhagen und Roter Stern.Video: streamable

Zum grossen Unglücksraben wurde Jonas Older Wind. Der 20-jährige dänische U21-Nationalspieler scheiterte mit dem entscheidenden 22. Versuch, nachdem er den allerersten Penalty noch souverän versenkt hatte. Da ist der Elfmeterpunkt aber schon lange nicht mehr zu sehen. Im Kopenhagener Dauerregen ist daraus längst ein einziges Schlammloch geworden.

Jonas Wind rutscht bei seinem Fehlschuss im Schlamm neben dem Penaltypunkt weg.
Jonas Wind rutscht bei seinem Fehlschuss im Schlamm neben dem Penaltypunkt weg.Bild: EPA

Damit wartet also trotz vier verschossenen Elfmetern Roter Stern in den Champions-League-Plaoyffs auf die Young Boys. Gegen den serbischen Rekordmeister traten die Berner schon einmal an in der Qualifikation zur Königsklasse. 2004 war das, in der zweiten Quali-Runde: YB führte im Hinspiel zu Hause nach Toren von Stéphane Chapuisat und Adrian Eugster 2:0, gab den Vorsprung in der Schlussphase aber preis und spielte 2:2. Das Rückspiel gewann Roter Stern dann klar mit 3:0.

Auch nun ist der Meistercup-Sieger von 1991 wieder in Topform. In der heimischen SuperLiga hat man nach drei Runden das Punktemaximum auf dem Konto, im letzten Jahr besiegte man zuhause in der Champions-League-Gruppenphase den späteren Sieger Liverpool. Die grossen Stars fehlen zwar, doch das Team von Trainer Vladan Milojevic glänzt jeweils mit viel Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit. So auch gestern gegen Kopenhagen: Nach einer Roten Karte gegen Nemanja Milunovic spielten die Serben von der 54. bis zur 112. Minute in Unterzahl.

Porto und Celtic scheitern dramatisch

Mit dem FC Porto und Celtic Glasgow sind zwei ehemalige Champions-League- bzw. Meistercup-Sieger ausgeschieden – auch hier wurde es zum Schluss dramatisch. Die Portugiesen scheiterten an den Russen von Krasnodar, obwohl sie sich vor einer Woche auswärts mit einem 1:0-Sieg eine hervorragende Ausgangslage geschaffen hatten. Doch den Start ins Rückspiel im heimischen Estadio do Dragão verschlief Porto komplett: Nach 34 Minuten hiess es bereits 0:3.

Zwar machten es die «Drachen» dank Toren in der 57. und 76. Minute nochmals spannend, doch das erlösende 3:3 wollte trotz 22:9 Torschüssen und 10:1 Eckbällen nicht mehr fallen. So verpasst Porto zum ersten Mal seit 2010 die Gruppenphase der Königsklasse.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/Football App

Auch Celtic versemmelte zuhause eine hervorragende Ausgangslage: Nach dem 1:1 im Hinspiel ging der schottische Serienmeister gegen CFR Cluj zwar 0:1 in Rückstand, doch nach der Pause konnte man das Spiel drehen und erst mit 2:1 und dann mit 3:2 vorlegen. Doch die Rumänen schafften schliesslich erneut die Wende und gewannen noch mit 4:3.

(pre)

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