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Holländischer Fussballer schwänzt wegen Ajax das Training – mit fatalen Folgen



Statt das Training seiner Mannschaft zu besuchen, reiste Jordie van der Laan vom niederländischen Zweitligisten Telstar letzte Woche lieber zum Halbfinal-Hinspiel zwischen Tottenham Hotspur und Ajax Amsterdam. Das Schwänzen des Trainings kam den 25-jährigen Mittelstürmer aber teuer zu stehen: Van der Laan wurde nämlich erwischt – zusammen mit einem Kumpel war er im TV zu sehen. Sein Klub erfuhr davon und stellte ihn umgehend frei.

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Ups, van der Laan wird während des Spiels im TV gezeigt. bild; twitter

Telstar konnte schon letzte Woche als 15. von insgesamt 20 Teams nicht mehr absteigen und auch nicht mehr in die Playoffs um den Aufstieg in die Eredivisie kommen, weswegen van der Laan die Einladung seines Freundes annahm und das Spiel am Dienstagabend live im neuen Tottenham-Stadion mitverfolgte.

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Van der Laan (rechts) mit seinem Kumpel im Stadion. bild: rtlnieuws.nl

«Ich war mir sicher, dass sie mich für das Training nicht freistellen werden», erklärte van der Laan gegenüber der Regionalzeitung «IJmuider Courant». «Ich habe mich dann dazu entschlossen, trotzdem nach London zu fliegen. Weil wir mit Telstar eh um nichts mehr spielen und ich – bedenkt man meine bisherigen Einsatzzeiten – eh nur geringe Chancen hatte, gegen Jong PSV zu spielen. Ansonsten wäre ich definitiv nicht nach London geflogen.»

Van der Laan nimmt Rauswurf mit Humor:

«Aber ich habe jetzt schon ein Ticket für das Spiel am Mittwoch verdient, oder? Ich habe jetzt kurzfristig frei.»

Van der Laan besteht aber darauf, dass er seinen Klub vorab über seine Reisepläne informiert hat. «Ich habe ihnen vor dem Spiel gesagt, dass ich nicht krank, sondern in London bin», erklärte er. «Die Klubbosse waren also nicht überrascht, mich plötzlich im TV zu sehen, denn sie wussten bereits Bescheid.»

Dem widerspricht Peit Buter, Technischer Direktor von Telstar. «Er hat sich krank gemeldet und uns ausgetrickst. Insgesamt war er vier Tag weg. Als er wieder auftauchte, sagte er, er habe mit Fieber im Bett gelegen. Deshalb wurde der bis Saisonende laufende Vertrag des 25-Jährigen vorzeitig aufgelöst. «Natürlich ist mir jetzt bewusst, dass das eine sehr unglückliche Aktion war», sagte er nach seinem Rauswurf. Wie heisst es doch so schön: Hinterher weiss man immer mehr. (pre)

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    Alle Leser-Kommentare
  • STERNiiX 09.05.2019 03:07
    Highlight Highlight Manchmal muss man halt Prioritäten setzen. Man kann sie aber auch falsch setzen. 🙃
  • LibConTheo 08.05.2019 17:35
    Highlight Highlight Klassischer Vertragsbruch.

    Und da kommt es für einen Arbeitgeber auch gar nicht mehr darauf an, was die Beweggründe für die Abwesenheit seien (im Gegenteil, die eventuellen Falschaussagen führen auch zu einem Vertrauensbruch).

    Der Spieler wird für seine Anwesenheit bezahlt.
    Ich finde der Klub ist hier völlig im Recht zu agieren. Ob eine direkte Freistellung dann die Lösung ist, wäre mMn diskutabel, aber darüber hat einzig und allein der Vertragspartner bzw. Arbeitgeber zu entscheiden.
    • Mike Minder 08.05.2019 23:15
      Highlight Highlight Vertrag läuft eh aus und Stammspieler ist er auch nicht, also weg damit. Zeichen setzen ;)
    • Schlange12 08.05.2019 23:31
      Highlight Highlight Müsste man in solch einem Fall nicht erst eine Abmanung erhalten, vor man fristloss gekündigt wird. Für eine Fristlosse ist dies zuwenig nach schweizer Gesetz meinte ich.

      Des Weitern muss er den Klub nicht über Verhandlungen und Gesundheitstests informieren.
  • ujay 08.05.2019 17:17
    Highlight Highlight Wie ein Schüelerbueb😂😂😂

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