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Nach dem torlosen Remis

Die «Schlacht von Lemberg» – oder wie die Bayern und Schachtjor sich gegenseitig demolieren



Wegen der Kriegswirren in der Ukraine sucht Schachtjor Donezk für seine Heimspiele derzeit Exil in der Arena in Lemberg. Gestern Abend erringt der Bergbau-Klub an dieser Stätte weit abseits vom Kriegsgeschehen im eigenen Lande einen wichtigen «Sieg» in der «Schlacht von Lemberg».

Und eine Schlacht ist das Champions-League-Achtelfinale gegen Bayern München wahrlich. Hart geführte Zweikämpfe mit Hieben und Tritten da und dort prägen die 90 Minuten in der Eiseskälte von Lemberg.

Unkontrollierte Kartenflut 

Der phasenweise ziemlich überforderte Unparteiische, Alberto Undiano Mallenco, versucht die Situation unter Kontrolle zu halten und verteilt Karten am Laufband. Acht sind es insgesamt, zwei davon gehen an Bayerns spanisches Mittelfeldhirn Xabi Alonso.

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gif: gnewsport

Zumindest die zweite Verwarnung ist diskussionswürdig: Über seine taktische Bewandtnis lässt sich zwar streiten, das Foul an sich ist allerdings harmlos.

Nicht mit sich streiten lässt derweil Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Für ihn ist die Schiedsrichterleistung «eine einzige Katastrophe.» Die Vorwürfe gegen den Unparteiischen begründet er wie folgt: «Wahrscheinlich hat er gemeint, weil er aus Spanien ist, müsste er besonders gegen Spanien pfeifen.» Er nimmt damit Bezug auf die gelb-rote Karte von Xabi Alonso und meint weiter: «Das war kein Champions-League-Format.»

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Gleich zwei weitere, potenzielle Platzverweise

Rummenigge hat mit dieser Einschätzung nicht Unrecht: Einiges scheint an Mallenco vorbeizugehen. Douglas Costa streckt Franck Ribery mit einem Ellbogenschlag ins Gesicht nieder, Thomas Müller macht dasselbe mit Vyacheslav Shevchuk mit seinem Fuss. Beide Übeltäter gehen erst mit der Mannschaft duschen.

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Costas Ellbogenschlag gegen Ribery. gif: youtube/tok sports

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Müllers Karatekick gegen Shevchuk. gif: josh sanchez

Müllers Aktion zeigt aber: Mallencos Unvermögen ist nicht alleine gegen die Münchner gerichtet. Genauso gut hätte sich der Donezk-Präsident Rinat Achmetov über die Schiedsrichterleistung beklagen können.

Nach 90 torlosen Minuten pfeift der Spanier ab. Die Null gegen Bayern München zu halten, ist immer ein Erfolg – speziell aber dann, wenn der deutsche Rekordmeister mit dem Schwung aus einer Tororgie (8:0 gegen den HSV) anreist. Jetzt müssen die Bayern in der «Schlacht von München» zurückschlagen.

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