DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schreit seinen Frust hinaus: FCSG-Goalie Ati-Zigi.
Schreit seinen Frust hinaus: FCSG-Goalie Ati-Zigi.Bild: keystone

Hattrick-Hoarau reisst St.Gallen in den Abstiegsstrudel – auch FCZ nicht aus dem Schneider

Der Abstiegskampf in der Super League bleibt drei Runden vor Schluss ein Vierkampf. Einen Tag nach dem Vorletzten Vaduz (2:0 in Lugano) siegte auch Sion. Das Schlusslicht gewann in St.Gallen 3:0 und sorgte damit dafür, dass auch die Ostschweizer und der FC Zürich noch zittern müssen.
09.05.2021, 17:5709.05.2021, 20:59

St.Gallen – Sion 0:3

Im Cup ist der FC St.Gallen unter der Woche gegen Servette in den Final eingestossen. Doch in der Meisterschaft harzt es weiter. Nach einer ersten Halbzeit, in der die Ostschweizer die bessere Mannschaft auf dem Platz waren, lief nach der Pause nicht mehr viel zusammen.

Guillaume Hoarau führte den FC Sion mit seinen drei Toren zum Auswärtssieg, der für die Walliser überlebenswichtig war. Sie sind zwar nach wie vor Schlusslicht der Super League. Aber der Rückstand auf Vaduz (Barrageplatz) bleibt bei zwei Zählern, St.Gallen liegt drei Punkte vor Sion und der FC Zürich fünf.

Die Sion-Spieler feiern Matchwinner Hoarau.
Die Sion-Spieler feiern Matchwinner Hoarau.Bild: keystone

Hoarau, Torschützenkönig 2018/19 und vierfacher Vizekönig, hatte im Herbst nach dem Wechsel ins Wallis unter Trainer Fabio Grosso keine grosse Rolle, wenn überhaupt eine Rolle gespielt. Vielleicht ist er jetzt so ausgeruht, dass er für Sion der entscheidende Mann für den Ligaerhalt werden kann. Jedenfalls spielte er in St.Gallen, mit mittlerweile 37 Jahren, keineswegs schlechter als jahrelang in Bern.

Die triste St.Galler Bilanz der letzten elf Meisterschaftsspiele: Ein Sieg (zuhause gegen Vaduz), drei Unentschieden und sieben Niederlagen. Die Grün-Weissen spielten durchaus schwungvoll und optimistisch, die wirklichen Torchancen wollten sich aber nicht einfinden. Am gefährlichsten wurde es, als Victor Ruiz nach zehn Minuten einen Freistoss von weit seitlich des Strafraums an die Latte schlug.

St.Gallen - Sion 0:3 (0:0)
100 Zuschauer. - SR Schnyder.
Tore: 51. Hoarau (Khasa) 0:1. 62. Hoarau (Grgic) 0:2. 89. Hoarau (Zock) 0:3.
St.Gallen: Ati-Zigi; Cabral (79. Lüchinger), Stergiou, Fazliji, Muheim (79. Traorè); Quintilla; Görtler, Ruiz (61. Staubli); Stillhart; Adamu (61. Guillemenot), Duah (61. Babic).
Sion: Fickentscher; Martic, Cavaré, Ndoye, Iapichino (84. Zock); Khasa (75. Baltazar), Araz, Grgic, Tosetti; Karlen (75. Clemenza), Hoarau (90. Uldrikis).
Bemerkungen: St.Gallen ohne Kräuchi, Abaz, Ajeti (alle verletzt) und Youan (rekonvaleszent). Sion ohne Lacroix (gesperrt), Bamert, Abdellaoui, Wesley, Doldur, Vlasenko und Kabashi (alle verletzt). 10. Freistoss von Ruiz an die Latte. 55. Rote Karte gegen Fazliji (Notbremse-Foul). Verwarnungen: 25. Ndoye (Foul), 47. Fazliji (Foul), 82. Araz (Foul).

Lausanne – Zürich 2:2

Auch der FC Zürich ist noch nicht ganz in Sicherheit. Die Zürcher gaben beim 2:2 bei Lausanne-Sport eine Zweitoreführung aus der Hand und liegen fünf Punkte vor dem direkten Abstiegsplatz.

Gegen das Ende einer mühselig verlaufenden Saison glaubte man im FCZ wohl endgültig aufschnaufen zu können, als im Stade de la Tuilière eine knappe Viertelstunde gespielt war. In dieser Startviertelstunde fiel Manna auf die Häupter der Zürcher. In der 11. Minute fabrizierte Lausannes Innenverteidiger Moritz Jenz ein Eigentor, indem er aus kurzer Distanz einen Prellball ablenkte. Drei Minuten danach liess der Waadtländer Goalie Mory Diaw einen aus rund 30 Metern getretenen, flatternden Freistoss von Benjamin Kololli nach vorne abprallen. Antonio Marchesano erzielte sein zwölftes Saisontor mit dem Abstauber ohne jede Mühe.

Mit dem Vorsprung von zwei Toren ging die Mannschaft von Trainer Massimo Rizzo in die Pause. Aber die zweite Halbzeit wurde zum schweren Leidensweg. Dazu gehörte, dass Verteidiger Becir Omeragic nicht weiterspielen konnte, minutenlang auf dem Rasen gepflegt und schliesslich mit der Bahre weggeführt wurde. Nach Angaben von FCZ-Präsident Ancillo Canepa erlitt der Internationale einen Migräneanfall.

Der Druck der Waadtländer wurde hoch, auch wenn die Zürcher mit Gegenangriffen – so bei einer Chance des eingewechselten Fabian Rohner – ihrerseits hätten treffen können. Aus Zürcher Sicht blieb der Schaden mit zwei Gegentoren, eines davon auf Foulpenalty erzielt, in erträglichem Rahmen. Der Punkt könnte sich für den FCZ über die letzten drei Runden noch als wertvoll erweisen.

Lausanne-Sport - Zürich 2:2 (0:2)
100 Zuschauer. - SR Schärer.
Tore: 11. Jenz (Eigentor) 0:1. 14. Marchesano (Kololli) 0:2. 52. Kukuruzovic (Foulpenalty) 1:2. 75. Guessand (Mahou) 2:2.
Lausanne-Sport: Diaw; Loosli, Jenz (46. Bolingi), Tsoungui; Boranijasevic, Puertas, Kukuruzovic, Suzuki; Da Cunha (65. Brazão); Guessand (76. Zekhnini), Mahou (81. Barès).
Zürich: Brecher; Omeragic (71. Kamberi), Hekuran Kryeziu, Nathan, Schättin; Domgjoni, Doumbia; Schönbächler (60. Seiler), Marchesano (60. Rohner), Kololli (Dzemaili); Kramer (77. Ceesay).
Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Turkes, Flo, Elton Monteiro, Geissmann, Nanizayamo, Zohouri, Falk und Mastil (alle verletzt). Zürich ohne Tosin, Aliti (beide gesperrt), Sobiech, Khelifi und Koide (alle verletzt). Omeragic verletzt ausgeschieden. 53. Kopfball von Bolingi an den Pfosten. Verwarnungen: 30. Schättin (Foul), 50. Puertas (Foul), 64. Omeragic (Foul).

Luzern – Servette 3:0

Luzern setzt seinen Erfolgslauf fort. Mit dem 3:0 gegen Servette feierten die Innerschweizer den sechsten Sieg in den letzten sieben Pflichtspielen und den vierten in Serie in der Super League. Im Duell der beiden hinter YB besten Super-League-Mannschaften im Jahr 2021 machte Servette eine Halbzeit lang den besseren Eindruck. Doch Filip Ugrinic sorgte nach einer knappen Stunde für den Luzerner Weckruf. Der 22-Jährige erzielte mit einem satten Schuss in die ferne Torecke das 1:0.

Augen zu und durch: Ugrinic drückt zum 1:0 ab.
Augen zu und durch: Ugrinic drückt zum 1:0 ab.Bild: keystone

Erst danach rechtfertigten die Gastgeber diese Führung. Dejan Sorgic erhöhte in der 78. Minute auf 2:0, und Ibrahima Ndiaye erzielte seinen siebten Treffer in den letzten zwei Monaten. Zu beiden Toren gab der eingewechselte 19-jährige Yvan Alounga den letzten Pass.

Die Luzerner, die am Pfingstmontag gegen St.Gallen den Cupfinal bestreiten, sind mit dem Sieg die letzten Abstiegssorgen los geworden. Sie können sich in der Meisterschaft nach vorne orientieren. Basel und Servette, die beiden ersten Verfolger von YB, liegen nur noch zwei Zähler vor der Mannschaft von Fabio Celestini.

Luzern - Servette 3:0 (0:0)
100 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 59. Ugrinic (Sorgic) 1:0. 78. Sorgic (Alounga) 2:0. 85. Ndiaye (Alounga) 3:0.
Luzern: Müller; Grether, Burch, Knezevic, Frydek (70. Schwegler); Alabi (14. Schürpf), Emini (70. Alounga), Wehrmann, Ugrinic; Sorgic (87. Lang), Ndiaye.
Servette: Frick; Sauthier (81. Diallo), Rouiller, Sasso (81. Severin), Mendy; Stevanovic, Cognat (62. Valls), Ondoua, Imeri; Schalk (72. Fofana), Kyei (72. Koné).
Bemerkungen: Luzern ohne Tasar, Sidler (beide gesperrt), Schaub, Schulz, Ndenge und Binous (alle verletzt). Servette ohne Clichy, Antunes, Cespedes, Guerin und Henchoz (alle verletzt). Verwarnungen: 55. Kyei. 70. Knezevic. 82. Schürpf (alle Foul).

Die Tabelle

Die Restprogramme der gefährdeten Mannschaften:

Zürich (7./39 Punkte): h St.Gallen, a Basel, h Vaduz.
St.Gallen (8./37): a Zürich, h Lausanne-Sport, a Servette.
Vaduz (9./36): h Young Boys, h Servette, a Zürich.
Sion (10./34): h Luzern, a Lugano, h Basel.

(ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die teuersten Zu- und Abgänge der Schweizer Top-Klubs

1 / 26
Die teuersten Zu- und Abgänge der Schweizer Top-Klubs
quelle: keystone / patrick b. kraemer
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Sie imitieren die grossen Stars – diese Tiere haben zu oft Fussball geschaut

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

20 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Nicetius
09.05.2021 18:08registriert Dezember 2014
Schon krass diese Saison. Den ersten Platz trennen mehr Punkte vom zweiten als den zweiten vom letzten Platz.
1280
Melden
Zum Kommentar
avatar
trichie
09.05.2021 18:47registriert Mai 2017
Die Differenz zwischen Rang 1 und 2 ist 3 Runden vor Schluss mit 28 Punkten (75:47) mehr als doppelt so gross wie die zwischen 2 und 10 mit 13 (47:34). YB ausgeklammert... selten so ne spannende Saison gehabt.
573
Melden
Zum Kommentar
avatar
the_hoff
09.05.2021 20:52registriert April 2016
Würde mich nicht wundern wenn sich Sion noch retten könnte
353
Melden
Zum Kommentar
20
Tränen in Paris, Euphorie in Manchester, ein König in Mailand – das Beste des Wochenendes

Angel Di Maria wird Paris Saint-Germain zum Ende dieser Saison verlassen. Der 34-jährige Argentinier machte seit 2015 294 Spiele für PSG, kam dabei auf 92 Tore und 118 Assists und holte insgesamt 18 Titel.

Zur Story