Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

In Deutschland gibt es tatsächlich einen rechtsextremen Fussballklub – und der hat jetzt ein echtes Problem

Ein Kreisliga-Verein in Sachsen-Anhalt sorgt zurzeit mit gewalttätigen und rassistischen Übergriffen für grosse Empörung. Mittlerweile weigern sich Schiedsrichter Spiele des Klubs zu pfeifen. Der Verband ist alarmiert. 

05.08.15, 18:00 05.08.15, 20:21
Nik Dömer
Nik Dömer



Wenn bei einem Fussballspiel die Fäuste fliegen, dann ist meist von Ausschreitungen der Fans die Rede. Doch bei einer Partie des Neonazi-Vereins FC Ostelbien-Dornburg können sich solche Szenen schon auch mal auf dem Platz selber abspielen. Die rechtsextremen Spieler hauen selber gerne mal zu, wenn es sein muss.

Immer wieder werden Spieler der gegnerischen Mannschaften brutal gefoult, Spieler mit Migrationshintergrund beleidigt und Schiedsrichter bedroht – wie diese Szenen hier zeigen:

Die Situation nach der Partie eskaliert.  YouTube/FuPa Sachsen-Anhalt

Obwohl es schwierig ist mit Springerstiefel erfolgreichen Fussball zu spielen, mischt der 2011 gegründete Verein immer noch in der Kreisliga mit. Mittlerweile weigern sich jedoch 59 von 65 Schiedsrichtern im Verband die Spiele des FC Ostelbien-Dornburg zu leiten. Zudem sollen mindestens vier Mannschaften erklärt haben, dass sie nicht mehr gegen Dornburg antreten möchten. 

Verband prüft den Ausschluss

Nach Recherchen von MDR Info und der «Mitteldeutschen Zeitung» sollen 15 Vereinsmitglieder zur rechtsextremen Szene gehören. Auch Captain Dennis Wesemann gehört dazu. Er ist zudem auch Gründungsmitglied der Hooliganvereinigung «Blue White Street Elite» aus Sachsen-Anhalt. Auch über ihn hat der MDR bereits berichtet:

Wird wohl nie ein Bundesliga-Vertrag erhalten: Dennis Wesemann.  YouTube/Marcel Oiny

Nun prüfen der Landessportbund und der Landesfussballverband die Möglichkeit, den Verein auszuschliessen. Es wäre zumindest für den Fussball zu hoffen. 

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Abonniere unseren Daily Newsletter

4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 123und456 05.08.2015 18:43
    Highlight Selbst Schuld wenn man nie richtig ausgemistet hat im Sicherheitsapparat und zu lange auf dem rechtsextremen Auge blind war.
    4 13 Melden
  • elivi 05.08.2015 18:26
    Highlight Längst überfällig. Wenn nur noch 6 schiri von 65 die pfeiffen is es schon zu spät
    9 1 Melden
    • stadtzuercher 05.08.2015 19:31
      Highlight Die 6 verbleibenden Schiris sind wohl braune Sympathisanten, die nicht müde werden zu betonen, dass sie jeden Extremismus ablehnen, vor allem den Linksextremismus.
      5 7 Melden
    • 123und456 05.08.2015 20:59
      Highlight Und vergiss diesen Satz nicht: "Ich bin kein Rassist aber..."..
      4 0 Melden

Er ist der erste Schweizer «FIFA»-Profi – SFL plant ab Frühling eine eigene eSports-Liga

Der FC Basel verlängert mit allen drei «FIFA»-Gamern auf einmal. Luca Boller wird dadurch gar zum ersten Schweizer «FIFA»-Profi. Dahinter stecken die Pläne der Schweizer Fussball-Liga. Jetzt kann es ganz schnell gehen, auch in Sachen Neuzugänge beim FCB.

eSports – Spaltpilz. So könnte man das auf ein Minimum reduzieren, wenn man vom Verhältnis der FCB-Fans zum Engagement ihres Lieblingsklubs im Bereich eSports schreibt. Die einen sind hellauf begeistert, die anderen sehen das Ende des Fussballs nahen – des Fussballs, wie wir ihn heute kennen. Egal, ob positiv oder negativ gestimmt, vor dem Hintergrund der sportlichen Krise der ersten Mannschaft denken viele Fans: Und warum investiert ihr nicht mehr Geld in die erste Mannschaft?

Roland Heri, …

Artikel lesen