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Xherdan Shaqiri ist seit heute der beste Schweizer Torschütze an Grossanlässen.
Xherdan Shaqiri ist seit heute der beste Schweizer Torschütze an Grossanlässen.
Bild: keystone

Rekord-Shaqiri, standhafte Waliser und unheimliche Italiener – alle Szenen und Fakten

20.06.2021, 22:5721.06.2021, 14:48

Mit den beiden Partien Schweiz-Türkei (3:1) und Italien-Wales (1:0) ist die Gruppe A komplett durchgespielt. Während Italien mit weisser Weste als Gruppensieger in die Achtelfinals stürmt, sichert sich Wales den zweiten Rang, der ebenfalls die Teilnahme an der K.o.-Phase garantiert.

Die Schweiz hat mit ihren vier Punkten auf Rang 3 gute Chancen, sich ebenfalls für die Achtelfinals zu qualifizieren. Die Szenarien, wie das möglich ist, sind hier aufgelistet.

In den letzten Partien der Gruppe A haben es aber nicht nur die Resultate verdient, in Erinnerung zu bleiben, sondern auch diese Statistiken und Szenen, die du kennen solltest.

Shaqiri schreibt Geschichte

Xherdan Shaqiri wurde nach seinen beiden Toren zum «Man of the Match» gewählt. In seinem 94. Länderspiel erzielt der 29-Jährige seine Länderspiel-Tore 24 und 25. Damit liegt er in der ewigen Nati-Torschützenliste auf Rang 7, nur noch ein Tor hinter Adrian Knup.

In einer Statistik ist Shaqiri allerdings schon die Schweizer Nummer 1, und zwar bezüglich Toren an Grossanlässen. Da steht «Shaq» nämlich bereits bei 7 Treffern. In 9 WM-Spielen traf er viermal: Ein Hattrick gegen Honduras und ein Tor gegen Serbien.

An Europameisterschaften kommt der offensive Mittelfeldspieler nun auch auf drei Tore. Der herrliche Seitfallzieher 2016 gegen Polen und nun die zwei Treffer gegen die Türkei.

Zuber-Zauber

Einen mindestens so guten Abend wie Xherdan Shaqiri hatte auch Steven Zuber. Der Flügelspieler kam an dieser EM zu seinem ersten Einsatz von Beginn an und zahlte das Vertrauen voll zurück. Zuber bereitete alle drei Schweizer Treffer vor. Besonders beim 3:1 von Shaqiri zeigte er seine Klasse mit einem perfekten Ball hinter die Abwehr.

Vor Steven Zuber gelang dieses Kunststück an Europameisterschaften erst zwei (ganz grossen) Spielern. 1984 Michael Laudrup beim 5:0 gegen Jugoslawien. An der EM 2000 legte Rui Costa sämtliche Tore zu Portugals 3:2-Sieg gegen England auf.

Der Kleinste ist der Grösste

Nach einer Verletzungspause kam Marco Verratti gegen Wales zu seinem ersten Einsatz an der diesjährigen EM. Der Mittelfeldspieler von PSG zeigte eine überragende Leistung und kam auf die meisten Ballberührungen (136), angekommenen Pässe (103), kreierten Chancen (5) und Balleroberungen (4). Dazu hat er das einzige Tor der Partie vorbereitet.

Mit seinen 1,65 Metern gehört Marco Verratti zu den kleinsten Spielern des Turniers. Das hindert ihn selbstverständlich nicht, gute Leistungen zu zeigen, kann aber bisweilen etwas mühsam sein, wenn da eine Kante wie Wales' Kieffer Moore (1,96 Meter) im Weg steht.

Standhafte Waliser

Wales hat sich gegen Italien trotz langer Unterzahl (Ampadu sah nach 55 Minuten die direkte rote Karte) wacker geschlagen. Trotz der knappen 0:1-Niederlage hat es das Team um Superstar Gareth Bale dank der besseren Tordifferenz als Gruppenzweiter noch vor der Schweiz in die Achtelfinals geschafft.

Sinnbildlich für die Standhaftigkeit der Waliser steht Connor Roberts, der einen Schuss von Federico Chiesa blockt und danach partout nicht hinfallen will.

Video: streamable

Italien nicht zu stoppen

Italien wurde in der Gruppenphase kaum gefordert. Drei Siege aus drei Spielen und dazu das wunderschöne Torverhältnis von 7:0. Es ist das erste Mal in der EM-Geschichte, dass es ein Team schafft, sämtliche Gruppenspiele ohne Gegentor zu gewinnen.

Die Italiener scheinen aber derzeit sowieso unschlagbar:

  • Italiens letzte Niederlage datiert vom 10. September 2018 (0:1 gegen Portugal).
  • Die Partie gegen Wales war die 30. in Serie ohne Niederlage. Dabei holte Italien 25 Siege und 5 Remis.
  • Italien kassierte in diesen 30 Spielen nie mehr als ein Gegentor. Das Torverhältnis in dieser Phase lautet 81:7.
  • Die letzten 11 Spiele (seit November 2020) gewann Italien alle und blieb dabei immer ohne Gegentor. Das Torverhältnis in dieser Phase: 32:0.
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Die Noten der Schweizer Nati-Spieler gegen die Türkei

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quelle: keystone / jean-christophe bott
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