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England's manager Gareth Southgate, left, and Harry Kane shake hands during the Euro 2020 soccer championship quarterfinal match between Ukraine and England at the Olympic stadium in Rome at the Olympic stadium in Rome, Italy, Saturday, July 3, 2021. (AP Photo/Alessandra Tarantino, Pool)

Über sie wurde am häufigsten geschrieben: Gareth Southgate und Harry Kane. Bild: keystone

«2 Spiele bis zum Ruhm» – das schreibt die englische Presse zum Halbfinal-Einzug

Wie schon an der Weltmeisterschaft 2018 steht England im Halbfinal eines grossen Turniers – dank eines 4:0-Siegs gegen die Ukraine. Und ebenfalls wie 2018 ist die Euphorie auf der Insel riesig. Das widerspiegelt sich auch in der Berichterstattung der britischen Sonntagspresse.



«The Mail on Sunday»

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Bild: screenshot bbc

Auf der Titelseite verknüpft die «Mail» die zwei grossen sportlichen Erfolge Englands von gestern: Einerseits natürlich der Halbfinaleinzug der Fussballer («Harry bringt England ins Traumland»), andererseits wird aber auch die 18-jährige Emma Raducanu gewürdigt, die als Weltnummer 338 der Welt bei ihrer ersten Wimbledon-Teilnahme gleich in den Achtelfinal vorstossen konnte.

Über den Triumph gegen die Ukraine schreibt die Zeitung:

«Ein Vierteljahrhundert nachdem er im Wembley einen entscheidenden Penalty verschoss, korrigiert Gareth Southgate nun sein Vermächtnis. Jetzt scheint alles möglich. Vielleicht kommt der Fussball wirklich nach Hause, vielleicht ist es endlich in Ordnung, zu träumen.

Die Angst, die die englischen Spieler so oft lähmt, scheint nicht mehr da zu sein. Stattdessen ist da Freude und ein Wille, sich stets von seiner besten Seite zu zeigen. Aber Vorsicht: Die Dänen sind nach dem Kollaps von Christian Eriksen ein Team auf einer Mission.»

dailymail.com

«Sunday Mirror»

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Bild: screenshot bbc

Der Sunday Mirror setzt auf der Titelseite auf jubelnde Engländer und bezeichnet sie in einem Wortspiel als «Halb(final)götter».

«Was für ein Abend! England zeigt, dass es nicht darauf ankommt, wie man ein Turnier beginnt, sondern wie man es beendet. Jetzt winkt die Geschichte. Die erste grosse Trophäe seit der Weltmeisterschaft 1966 – und die Chance, die Erinnerung einer Nation zu prägen.

England kann sich sogar noch steigern – und Southgate weiss, dass dies auch nötig ist. Dänemark war 1992 Europameister. Italien hat zwei Weltmeisterschaften und die Europameisterschaft gewonnen, seit England seine Trophäe geholt hat. Spanien war vor zehn Jahren die beste Fussballnation der Welt und hat Trophäen, die das beweisen.»

mirror.co.uk

«The Sunday Telegraph»

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Bild: screenshot bbc

Beim «Sunday Telegraph» lassen sie auf der Titelseite vor allem Bilder sprechen. «Die Löwen brüllen sich ins Wembley» lautet die Überschrift sinngemäss.

«In seinen kühnsten Fantasien hätte sich Gareth Southgate nicht vorstellen können, wie souverän England durch dieses Turnier marschiert. Sein Goalie hat noch keinen Treffer kassiert, sein Starstürmer ist – verspätet – auch noch zur Party aufgetaucht. Während das Land beim Anstoss euphorisch war, war es nach dem Schlusspfiff schon fast hysterisch.»

telegraph.co.uk

«The Sunday Times»

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Bild: screenshot bbc

Wie die Mail würdigt auch The Sunday Times die Fussball-Nationalmannschaft und Tenniswunder Raducanu gleichzeitig auf der Titelseite. Dazu die Überschrift: «England im Traumland.»

«Zweifelt nie an Harry Kane. Haben die Leute vergessen, dass er nach einer Torflaute jeweils heiss läuft? Nach 463 Minuten ohne Tor hat er nun in 55 Minuten drei Mal getroffen. England wird an der EM mit jedem Spiel besser. Das ist ein schlechtes Zeichen für die Konkurrenz.»

thetimes.co.uk

«Sunday Express»

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Bild: screenshot bbc

«Zwei Spiele bis zum Ruhm: Gareths Gladiatoren zaubern in Rom», schreibt der «Sunday Express». Wenn du noch eine Alliteration hast, die du nicht braucht, kannst du sie ins Büro des «Express» schicken.

«Der Job des englischen Nationaltrainers war früher als unmöglicher Job bekannt. Drei Halbfinalteilnahmen in drei Jahren für Gareth Southgate lassen ihn nicht ganz so knifflig klingen.

Vielleicht hätte England bei dieser Europameisterschaft ab den ersten Spielen mehr Tore erzielt, wenn Southgate den offensiven Reichtum seiner Spieler mehr genutzt hätte. Aber der Manager war der Meinung, dass es auch mehr Tore auf der anderen Seite gegeben hätte. Als Ehemaliger war das für ihn keine Option – und er hatte Recht. Hätte er auf die Stimmen der Öffentlichkeit gehört, hätte er sich womöglich zum Narren gemacht.»

express.co.uk

«Daily Star»

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Bild: screenshot bbc

Der Daily Star bleibt seiner Linie treu und setzt für die Titelseite nach dem Triumph gegen auf Zweideutigkeiten: «Ihr habt Harrys Bälle gerieben und er ist explodiert!» Damit spielt die Zeitung auf die Ausgabe einen Tag zuvor an, wo sie Kane mit zwei goldenen Bällen in den Armen abgebildet haben und die Leser dazu aufgefordert haben, die Bälle zu reiben, um dem Stürmer Glück zu bringen.

«Vergesst das römische Reich. Southgate baut sein eigenes Fussball-Imperium auf, das in der Lage ist, durch Europa und – wir wagen es kaum zu sagen – darüber hinaus zu marschieren.»

dailystar.co.uk

Sunday People

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Bild: screenshot bbc

Wie immer bei Titelseiten sind Wortspiele hoch im Kurs. Das Boulevard-Blatt Sunday People kombiniert Harry Kanes Nachname mit dem berühmten Zitat «ich kam, ich sah, ich siegte» des römischen Feldherren Julius Cäsar.

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