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Cristiano Ronaldo räumt zwei Getränkeflaschen weg – eine Tat mit Folgen.
Cristiano Ronaldo räumt zwei Getränkeflaschen weg – eine Tat mit Folgen.
bild: twitter

Coci-Fläschli-Gate – jetzt droht die UEFA mit Bussen

17.06.2021, 19:4319.06.2021, 10:38

Da hat Cristiano Ronaldo etwas losgetreten … Dass Fussballer, vom Superstar inspiriert, an offiziellen Medienkonferenzen an der EM 2020 Getränkeflaschen der Sponsoren zur Seite stellen, kommt bei der UEFA naturgemäss nicht gut an.

Der Turnierdirektor, der Schweizer Martin Kallen, sagte bei einem Medientermin: «Wir haben mit den Teams darüber gesprochen. Das ist wichtig, weil die Einnahmen durch die Sponsoren wichtig für das Turnier und den europäischen Fussball sind.»

Portugals Weltstar Ronaldo hatte vor dem Auftaktspiel gegen Ungarn das Podium für die Medienkonferenz betreten und zwei vor ihm platzierte Coca-Cola-Flaschen zur Seite gestellt. Der als Gesundheitsfanatiker bekannte 36-Jährige kommentierte die Aktion schlicht mit dem Wort «Agua» (Wasser).

Aktienkurs gab umgehend nach

Die Tat von CR7 hatte Folgen: Coca-Colas Aktienkurs sank, die Marke erlitt einen Verlust von 1,9 Milliarden Dollar. Notierte die Aktie bei Börsenöffnung noch bei 56,10 Dollar, so sank sie eine halbe Stunde später bei Beginn von Ronaldos Medientermin um 1,6 Prozent auf 55,22 Dollar.

Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» schreibt, klinge dieser Wertverlust zwar nach sehr viel, sei bei einem Grossunternehmen wie Coca-Cola jedoch nicht ungewöhnlich. Es sei unklar, ob der Verlust tatsächlich einen Zusammenhang mit Ronaldos Handeln habe. Der Konzern reagierte dennoch umgehend und wies mittels Communiqué darauf hin, man biete den Fussballern auch zuckerfreies Cola und Wasser an.

UEFA droht mit Strafen

Nach Ronaldo betätigte sich auch Paul Pogba als Innendekorateur. Der französische Weltmeister räumte ein Bier des EM-Sponsors Heineken zur Seite, als er Platz zur Medienrunde nahm.

Der UEFA reicht es nun. Kallen kündigte Strafen für die nationalen Verbände an, sollte sich das Fehlverhalten wiederholen. Davon ausgenommen sind Aktionen aus religiösen Gründen. Das war wohl bei Pogba der Fall, als Moslem trinkt er keinen Alkohol. Dass das Bier vor ihm alkoholfrei war, dürfte er nicht gewusst haben.

Bereits eine Art Running Gag

Vor der Intervention durch den europäischen Fussballverband fanden Ronaldo und Pogba bereits Nachahmer. Manuel Locatelli, Italiens Doppeltorschütze beim 3:0 gegen die Schweiz, räumte ebenfalls die Cola-Flaschen vor ihm ab.

Der schottische Mittelfeldspieler John McGinn hingegen bewies britischen Humor. Als er zu einer Medienkonferenz erschien und dort keine Flaschen der braunen Brause standen, fragte er, schelmisch grinsend: «Kein Cola?»

Sponsoren-Liebling Tschertschessow

Nicht zum ersten Mal anders als viele andere verhielt sich dagegen Russlands Trainer. Stanislaw Tschertschessow schnappte sich die beiden Cola-Flaschen, öffnete eine davon im Stile eines Bauarbeiters und genehmigte sich einen grossen Schluck.

Vorbildlich stellte Tschertschessow die Flasche danach so hin, dass man das Etikett lesen kann. Die Funktionäre und Sponsoren dürften einen neuen Liebling gefunden haben …

Wobei sich danach auch Andrij Yarmolenko ins Rennen brachte. Lachend stellte er die Flaschen der Sponsoren vor sich hin und forderte die Firmen auf, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

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