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Olympia-Eishockey: Schweiz schlägt Tschechien bei Verlängerungs-Drama

Switzerland's players celebrate the game winner goal of Dean Kukan, during the overtime of the men's group A preliminary round game between Switzerland and Czech Republic at the 2026 Olympic ...
Die Schweiz beweist gegen Tschechien Kampfgeist und siegt nach Verlängerung.Bild: keystone

Kukan trifft in der Verlängerung! Die Schweiz schlägt Tschechien und ist Gruppenzweiter

Das Eishockey-Nationalteam beendet in Mailand die Vorrunde des Olympia-Turniers mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung über Tschechien. Die Schweizer beenden die erste Turnierphase in der oberen Ranglistenhälfte.
15.02.2026, 14:4515.02.2026, 15:51

Das ist wichtig: Als Nummer 5 oder 6 der Vorrunde treffen die Schweizer in den Achtelfinals vom Dienstag entweder auf Italien, Frankreich oder Dänemark. Und in den Viertelfinals gehen die Schweizer den Top-Teams Kanada und USA aus dem Weg. Die Tschechen hingegen beenden die Vorrunde auf Platz 8 oder 9, treffen schon am Dienstag auf einen stärkeren Gegner und im Viertelfinal wohl auf Kanada oder die USA.

Im Spiel gegen Tschechien, gegen das die Schweizer zuletzt sieben der letzten acht Direktduelle verloren hatten, gab es mehrere Schlüsselphasen. Tschechien führte nach dem ersten Treffer von Filip Chlapik fast 22 Minuten lang 1:0. Dann verhinderte der Schweizer Goalie Leonardo Genoni mirakulös gegen David Pastrnak das 0:2. Wenig später machten Roman Josi und Timo Meier (in Überzahl) innerhalb von 104 Sekunden die Goals vom 0:1 zum 2:1.

Dann war von Bedeutung, dass Pius Suter im Schlussabschnitt bloss 94 Sekunden nach dem tschechischen Ausgleich (durch Radim Simek) die Schweiz gleich wieder in Führung brachte.

Das sagt Siegtorschütze Dean Kukan:

«Das Spiel gegen Kanada war eine Lektion, heute war unser bestes Spiel. Hoffentlich können wir so weitermachen.

Ich habe mir beim Siegtor schon überlegt, ob ich rüberpassen soll, aber sie haben mir recht viel Raum gegeben und der Schuss war dann die gefährlichere Option.

Es ist nicht einfach, wenn man so gute Spieler verliert, aber jetzt gibt jeder etwas mehr und heute hat das geklappt.»

Und schliesslich behielten die Schweizer im Finish die Nerven, nachdem Martin Necas nach einem brillanten Spielzug 126 Sekunden vor Schluss für Tschechien doch noch ausgeglichen hatte. In der Overtime schoss Dean Kukan mit dem ersten Schweizer Abschlussversuch die «Eisgenossen» zum Sieg. In der regulären Spielzeit hatten nur NHL-Akteure getroffen.

Bei der Schweiz fehlten wie erwartet neben Kevin Fiala (Turnierende) auch Andrea Glauser (Hirnerschütterung) und Denis Malgin (Schulter).

Das sagt Trainer Patrick Fischer:

«Für uns war wichtig, unser Spiel zu finden. Ich bin unglaublich stolz auf das Team, das von Anfang an geradlinig war trotz der Ausfälle. Es war ein sensationelles Eishockey-Spiel und wir sind froh, dass wir uns den 2. Platz sichern konnten.

Kevin hat uns Mut gemacht mit einer Nachricht, er kommt morgen ins Dorf glaube ich. Wir sind echt zusammengerückt.»

Schweiz - Tschechien 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0) n.V.
Mailand, Santagiulia Arena. 11'510 Zuschauer (ausverkauft). SR Campbell/Rooney (CAN/USA), Hautamaki/Suchanek (FIN/CZE).
Tore: 16. Chlapik (Necas, Kämpf) 0:1. 37. Josi (Moser, Jäger) 1:1. 39. Meier (Josi, Hischier/Ausschluss Cervenka) 2:1. 47. Simek (Chlapik, Necas) 2:2. 49. Suter (Moser, Meier) 3:2. 58. Necas (Hronek, Patrnak) 3:3. 62. (61:49) Kukan 4:3.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
Schweiz: Genoni; Moser, Josi; Kukan, Siegenthaler; Fora, Marti; Berni; Meier, Hischier, Kurashev; Niederreiter, Suter, Andrighetto; Schmid, Thürkauf, Bertschy; Riat, Jäger, Knak.
Tschechien: Dostal; Hronek, Simek; Gudas, Kempny; Spacek, Kundratek; Tichacek; Palat, Hertl, Pastrnak; Chlapik, Kämpf, Necas; Cervenka, Sedlak, Kase; Flek, Faksa, Stransky; Tomasek.
Bemerkungen: Schweiz ohne Fiala, Glauser und Malgin (alle verletzt), Schmid (Ersatzgoalie) und Berra (überzähliger Goalie). Pfosten-/Lattenschüsse: 19. Pfostenschuss Pastrnak.
Schüsse: Schweiz 29 (9-10-9-1); Tschechien 32 (8-10-12-2).
Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/3; Tschechien 0/3.(nih/sda)

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