Shaqiri verschiesst Penalty und kostet Basel den Sieg – Thun marschiert einfach weiter
Basel – Lugano 1:1
Der FC Basel muss sich daheim gegen Lugano mit einem Punkt begnügen. Mit dem 1:1 ist das Team von Stephan Lichtsteiner schlecht bedient, auch weil Xherdan Shaqiri vom Penaltypunkt scheitert.
Es hätte eine Randnotiz sein können, wenn Lugano nicht kurz nach dem verschossenen Penalty von Shaqiri das 1:1 erzielt hätte. So aber waren die Fehlschüsse des früheren Schweizer Nationalspielers ein Wendepunkt im St. Jakob-Park. Gleich zweimal bekam Shaqiri nach einer guten Stunde die Chance, zum 2:0 zu treffen. Den ersten Penalty hielt Luganos Keeper Amir Saipi. Weil aber Luganos Damian Kelvin zu früh in den Strafraum gelaufen war, durfte Basels Captain nochmals antreten und schoss weit übers Tor. Es war bereits der fünfte Penalty, den Shaqiri in dieser Saison verschoss.
Nur zwei Minuten nach dem Penaltydrama liess sich der FCB für einmal bei einem Konter erwischen und kassierte das 1:1 von Georgios Koutsias, der bereits früh im Spiel für den verletzten Kevin Behrens eingewechselt worden war. Es war der erste Schuss aufs Tor der über weite Strecken recht harmlosen Gäste, die aber ihre Ungeschlagenheit auf neun Partien ausbauten und in der Tabelle drei Punkte vor dem FCB bleiben.
Die Basler hätten sich aufgrund der Möglichkeiten den Sieg verdient gehabt. Nach dem 1:0 in der 30. Minute, das Bénie Traoré mittels Penalty nach einem Foul von Mattia Zanotti souverän erzielt hatte, kontrollierten die Gastgeber die Partie recht sicher. Dass Traoré zum zweiten Penalty nicht als Schütze antrat, lag wohl daran, dass er diesen herausgeholt hatte und der Fussballweisheit folgte: Der Gefoulte soll niemals selber schiessen.
Basel - Lugano 1:1 (1:0)
22'715 Zuschauer. - SR San.
Tore: 30. Traoré (Penalty) 1:0. 64. Koutsias (Daniel Dos Santos) 1:1.
Basel: Hitz; Rüegg (66. Tsunemoto), Vouilloz, Akahomen, Schmid (88. Cissé); Leroy, Bacanin; Salah (88. Duranville), Shaqiri, Traoré (66. Soticek); Ajeti (66. Koloto).
Lugano: Saipi; Mai (46. Carbone), Kelvin, Papadopoulos; Zanotti, Bislimi, Grgic, Cimignani (84. Brault-Guillard); Steffen (63. Mahou), Mahmoud (63. Daniel Dos Santos); Behrens (15. Koutsias).
Bemerkungen: 62. Shaqiri verschiesst Penalty.
Verwarnungen: 37. Salah, 48. Schmid, 56. Kelvin, 72. Cimignani, 92. Papadopoulos. (sda)Erzeuge Artikel
Thun – Sion 1:0
Achter Sieg in Folge für den FC Thun: Mit dem 1:0-Heimerfolg gegen Sion stellen die Berner Oberländer einen neuen Vereinsrekord auf und bauen den Vorsprung an der Tabellenspitze aus.
Kurz vor der Pause wurden die Thuner für ihr stetiges Anlaufen und Pressing in der ersten Halbzeit doch noch belohnt. Ethan Meichtry traf nach einem einmal mehr wuchtig und mit viel Personal durchgeführten Angriff via Pfosten zum Siegtor. Die Führung war verdient. Die Gastgeber hatten zuvor zwei grosse Torchancen ungenutzt gelassen.
Dem FC Sion fehlte die letzte Entschlossenheit rund um den Thuner Strafraum, um unter Umständen die Erfolgsserie des Gegners zu brechen. Dazu kam ein unglücklicher Schiedsrichter-Entscheid in der 68. Minute, der den Elan der Walliser bremste. Noé Sow sah die Rote Karte für eine Notbremse, die nach Konsultation der Videobilder richtig erkannt wurde. Kurz vor dem Zweikampf war der Ball aber wohl im Out gewesen. Die Situation wurde ebenfalls vom VAR gecheckt. Weil aber die vorhandenen Bilder keinen Beweis lieferten, dass der Ball die Seitenlinie vollständig überquert hatte, blieb der ursprüngliche Entscheid bestehen.
In der 82. Minute sah mit Lamine Diack noch ein zweiter Sittener für eine Notbremse die Rote Karte, womit die Entscheidung in diesem Spiel definitiv gefallen war. Zum achten Mal in Folge und damit einmal mehr als bei der bisherigen Thuner Rekordserie vom Frühjahr 2005 verliess der aktuelle Leader den Platz als Sieger.
Thun - Sion 1:0 (1:0)
9083 Zuschauer. - SR Drmic. -
Tor: 43. Meichtry 1:0.
Thun: Steffen; Dähler, Montolio, Bamert, Bürki (87. Franke); Bertone, Roth; Meichtry (64. Reichmuth), Matoshi (76. Rupp); Labeau (76. Dursun), Rastoder (76. Gutbub).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Sow, Dubosson, Hefti; Kabacalman (85. Llukes), Diack; Berdayes (85. Kololli), Chipperfield (71. Lukembila), Chouaref (85. Boteli); Nivokazi (71. Surdez).
Bemerkungen: 68. Rote Karte gegen Sow (Notbremse). 82. Rote Karte gegen Diack (Notbremse).
Verwarnungen: 4. Bürki, 58. Sow, 92. Kololli, 97. Kabacalman.
Lausanne – Servette 3:3
Lausanne-Sport gibt im Rennen um einen Platz in der Meisterrunde auf ärgerliche Weise Punkte ab. Beim 3:3 daheim gegen Servette kassieren die Waadtländer trotz langer Überzahl zweimal den Ausgleich.
Das Remis hilft keinem der beiden Teams weiter. Die Lausanner liegen sechs Punkte hinter dem sechstplatzierten YB, während Servette schon neun Zähler Rückstand hat. Bis zur Zweiteilung der Liga sind noch acht Runden zu spielen.
Servette kann sich immerhin damit trösten, dass es unverhofft zu dem einen Punkt im Léman-Derby gekommen ist. Sieben Minuten nach der 1:0-Führung durch Samuel Mraz (20.) leistete sich Marco Burch ein Foul im eigenen Strafraum, das mit einem Penalty und einer Roten Karte bestraft wurde. Jamie Roche traf vom Elfmeterpunkt, bevor Seydou Traoré noch vor der Pause die Waadtländer erstmals in Führung schoss.
Servettes Retter war Miroslav Stevanovic. Der bosnische Routinier, der schon den Pass zum 1:0 gespielt hatte, glich in der 59. Minute ein erstes Mal aus und schoss in der Nachspielzeit, eine gute Viertelstunde nachdem der junge Omar Janneh die Lausanner wieder in Führung gebracht hatte, auch das 3:3. Zum Zeitpunkt des zweiten Treffers von Stevanovic waren beide Teams nur noch zu zehnt auf dem Feld. Nicky Beloko sah in der 89. Minute die zweite Gelbe Karte.
Lausanne-Sport - Servette 3:3 (2:1)
7949 Zuschauer. - SR Kanagasingam.
Tore: 20. Mráz (Stevanovic) 0:1. 28. Roche (Penalty) 1:1. 39. Traore 2:1. 59. Stevanovic (Njoh) 2:2. 73. Janneh (Diakite) 3:2. 91. Stevanovic (Njoh) 3:3.
Lausanne-Sport: Letica; Bergvall, Mouanga, Sow, Poaty (64. Fofana); Custodio, Roche, Beloko; Lekoueiry (74. Mollet); Traore (64. Diakite), Butler-Oyedeji (64. Janneh).
Servette: Mall; Burch, Rouiller, Mazikou (46. Severin); Houboulang Mendes (80. Allix), Cognat, Douline, Njoh; Stevanovic, Mráz (93. Fomba), Jallow (81. Lopes).
Bemerkungen: 27. Rote Karte gegen Burch (Notbremse). 89. Gelb-Rote Karte gegen Beloko.
Verwarnungen: 45. Roche, 68. Beloko. (abu/sda)
