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YB verkaufte seine Haut im Old Trafford teuer – doch es reichte trotzdem nicht.
YB verkaufte seine Haut im Old Trafford teuer – doch es reichte trotzdem nicht.Bild: keystone

Eine letzte, kleine YB-Sternstunde – jetzt beginnt die Konzentration auf die Krise

Trotz couragierter Leistung kommt YB im Old Trafford gegen ein Manchester United ohne Stars nicht über ein 1:1 hinaus. Das europäische Aus bedeutet für die Berner, dass sie sich nun voll auf die Meisterschaft konzentrieren können.
09.12.2021, 06:59
Raphael Gutzwiller / ch media

Im Theater der Träume träumen die Berner lange. Sie träumen von der Sensation, vom Sieg im Old Trafford. Und damit vom europäischen Überwintern. Doch trotz einer ausgezeichneten Leistung holen die Young Boys nicht mehr als ein 1:1-Remis, wodurch die europäische Kampagne definitiv vorbei ist für diese Saison.

Es bleibt trotz starker zweiter Hälfte bei dem einen Tor, das Fabian Rieder für die Young Boys erzielte. Es ist ein wunderschöner Treffer des Berner Supertalents nach 42 Spielminuten. Nach einem Fehler von van de Beek kommt er an den Ball, fackelt nicht lange und schlenzt den Ball wunderbar in den Winkel.

Das Highlight führt zu einem Abend, den man in Bern sicher positiv in Erinnerung behalten wird. Ein Punkt im Old Trafford ist für YB ein unbeschreiblicher Erfolg. Für den Schweizer Fussball ist er eine grossartige Werbung. Dennoch ist für die Young Boys die kleine Chance entglitten, doch noch in die Europa League zu kommen. Das wegen starkem Schneefall auf heute (19.00 Uhr) verschobene Duell zwischen Bergamo und Villarreal hat somit keinen Einfluss mehr für die Young Boys.

Im Duell der beiden deutschen Trainer David Wagner und Ralf Rangnick, die sich von gemeinsamen Hoffenheimer Zeiten gut kennen, setzt Rangnick auf eine klassische B-Elf. Rangnick rotiert durchs Band, ersetzt sogar nach 66 Minuten den zweiten durch den dritten Torhüter. Doch Manchester United mit einer B-Elf ist immer noch stark besetzt. Mit einem Mason Greenwood beispielsweise, der bei seinem Treffer nach neun Minuten sein riesiges Talent offenbart.

Krisenmanagement kann beginnen

Doch bei Manchester United ist vieles Stückwerk, während die Young Boys sich immer besser in die Partie kämpfen. Das hohe Pressing setzt die unerfahrene United-Abwehr immer wieder unter Druck. Nicht nur vor dem Tor durch Rieder erobern die Berner so den Ball. Und so ist die Leistung der Berner beeindruckend, auch wenn die Young Boys auf ein Team treffen, dass weniger prominent besetzt ist als noch beim 2:1-Heimsieg. Die Art und Weise, wie das Team von David Wagner im «Theatre of Dreams» auftritt, verdient Respekt.

Die Highlights der Partie.Video: YouTube/blue Sport

Für die Young Boys ist das Spiel in Manchester ein Ausbrechen aus einer schwierigen Situation. David Wagner sprach schon vor der Partie in Manchester davon, dass die Resultatkrise aus der Meisterschaft keinen Einfluss hat. Tatsächlich befinden sich die Berner international in einer anderen Ausgangslage, können in Manchester befreit und ohne Druck aufspielen. Und diese Situation scheint den Young Boys besser zu liegen.

YB-Trainer Wagner kann sich mit seinem Team nun voll auf die Super League konzentrieren.
YB-Trainer Wagner kann sich mit seinem Team nun voll auf die Super League konzentrieren.Bild: keystone

Doch am Ende dieses letzten Auftritts der Berner in der Königsklasse lässt sich festhalten, dass sich die Young Boys keineswegs verstecken. Wieder nicht. In keinem der Partien in dieser Gruppenphase der Königsklasse zeigte sich der Schweizer Meister komplett chancenlos. Aber um diese durchaus schwierige Gruppe auch nur schon auf dem dritten Rang zu beenden, bräuchte es mehr.

Tolle Leistung, geringer Lohn

Zu Beginn dieser Kampagne sah es so schön aus: Was war das für eine Sensation, als die Berner zu Hause Manchester United mit 2:1 besiegten. Das grosse Träumen war angebracht. Doch es fehlt am Ende schlicht und einfach auch an der Qualität. Die Schere zwischen dem Schweizer Champion und den Topteams Europas ist grösser geworden – vor allem, wenn beim Schweizer Vertreter wichtige Spieler immer wieder ausfallen. Immerhin konnte in Manchester der 33-jährige Captain Fabian Lustenberger noch sein Debüt in der Champions League feiern.

Beim 0:1 durch Greenwood sah Lustenberger nicht sehr gut aus.
Beim 0:1 durch Greenwood sah Lustenberger nicht sehr gut aus.Bild: keystone

Nach dem europäischen Ausscheiden können sich die Berner nun auf die heimische Liga konzentrieren. Vielleicht ist es für YB gar nicht schlecht, ein bisschen mehr Körner zu haben für den immer schwierigeren Kampf gegen die Konkurrenz aus Basel und Zürich.

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