«Vo Hoppers – für Hoppers»: GC-Fans möchten den eigenen Verein kaufen
Ende April kündigten die Verantwortlichen des LAFC (die aktuellen Besitzer von GC) an: «Wir möchten klar festhalten, dass wir offen für Gespräche über einen Teil- oder Vollverkauf sind.» Die aktuellen Besitzer kündigten aber an, dass die langfristige Nachhaltigkeit sichergestellt sein müsse.
Am heutigen Montagmorgen startete eine Gruppe von GC-Fans eine Initiative, um den Verein zu kaufen und somit zurück in Schweizer Hände zu bringen. Auf der Website vo-hoppers-fuer-hoppers.ch steht: «Die Initiative wird von einer Gruppe von Hoppers getragen – selber Fans, ohne Absicht, mit dieser Initiative Geld zu verdienen.»
Jeder GC-Fan kann sich anmelden und an der Initiative beteiligen. «Die Hoppers kaufen GC zurück – mit Aktien, Stimme und Identität. Strategische Partner mit Herz für den Klub sichern den laufenden Betrieb und finanzieren die sportlichen Investitionen für den Aufstieg», schreiben die Initianten und bieten verschiedene Pakete an.
Bereits mit 100 Franken ist man dabei und wird als Hoppers-Pate auch zu GC-Events eingeladen und bekommt eine Urkunde. Weitere Pakete gibt es für 250 und 500 Franken. Das Ziel ist eine Schweizer Genossenschaft, an der über 20'000 Hoppers beteiligt sind. Am Dienstagmorgen haben bereits knapp 250 GC-Fans eine Unterschrift gesetzt. Bezahlen muss man erst, falls die Genossenschaft auch wirklich zustande kommt.
In einer zweiten Säule werden noch strategische Partner gesucht, welche pro Jahr einen Millionenbetrag bezahlen. Mit einem Betrag von drei Millionen Schweizer Franken erhält man einen Sitz im Verwaltungsrat des Vereins.
Ebenfalls am Montag berichtete tippinpoint.ch, dass es einen Kaufinteressenten am Klub gebe. So solle ein Multi-Family-Office Interesse haben, die Grasshoppers zu übernehmen, und gar bereits im vergangenen Jahr erstmals zu den aktuellen Besitzern Kontakt aufgenommen haben. Seither seien konkrete Kaufangebote abgegeben und Commitments gemacht worden.
Die Fanaktion «Vo Hoppers – für Hoppers» hat ihrerseits bereits eine Vision erarbeitet. Bis 2036 soll der Rekordmeister wieder eine sportlich, finanziell und kulturell nachhaltig erfolgreiche und robuste Institution sein und zu den beliebtesten Sportmarken der Schweiz gehören. Die vier Ziele sind: eine vorbildliche Jugendarbeit, eine gewinnbringende Transferpolitik, eine attraktive Spielphilosophie und eine tiefe Verwurzelung in der Stadt Zürich.
Geplant ist es, die Hoppers-Genossenschaft offiziell im dritten Quartal 2026 zu gründen. Ob dies auch klappt, wird die nahe Zukunft zeigen. (riz)
