Bundesliga-Spiel eskaliert: Massenschlägerei nach BVB gegen HSV
Nach dem Spiel am Samstag in Dortmund zwischen dem BVB und dem Hamburger SV ist es zu einer Massenschlägerei in der Innenstadt gekommen. Dabei kam es zu einem grösseren Polizeieinsatz, bei dem die Einsatzkräfte eine grössere Gruppe rivalisierender Anhänger trennen mussten.
Mehr als 150 Personen sind nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Fans vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Die Vorfälle ereigneten sich am Samstagabend nach der Bundesliga-Partie beider Klubs, die der BVB mit 3:2 für sich entschieden hatte.
Nach Angaben der Polizei kam es während der Abreise mehrerer Busse mit HSV-Anhängern auf einer zentralen Strasse zu einer Eskalation. Demnach trafen dort zahlreiche Fans beider Lager aufeinander und lieferten sich eine Massenschlägerei auf der Strasse. Mehrere Hundert Personen sollen daran beteiligt gewesen sein.
Hintergründe der Massenschlägerei noch unklar
Die Polizei griff mit einem grösseren Aufgebot ein, darunter auch eine Einsatzhundertschaft, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Als die Kräfte eintrafen, flüchteten laut Beobachtungen vor Ort zahlreiche Beteiligte zu Fuss. Dennoch konnten viele Verdächtige gestellt werden.
Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden insgesamt 152 Personen zeitweise in Gewahrsam genommen. Gegen sie seien nach ersten Befragungen Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet worden, dabei handele es sich überwiegend um HSV-Fans. Auch einige Anhänger des BVB seien vorläufig festgesetzt worden.
Zur möglichen Ursache erklärte die Polizei: «Wir vermuten, dass das Geschehen verabredet war.» Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern jedoch noch an. Ein Hinweis darauf sei unter anderem der Ort der Auseinandersetzung, der nicht auf der üblichen Route der Busse vom Stadion in Richtung Autobahn gelegen habe.
Angaben zu Verletzten lagen zunächst nicht vor, auch unter den eingesetzten Beamten wurden keine gemeldet. Im Verlauf der Nacht wurden alle festgesetzten Personen wieder entlassen. Weitere Details stellte die Polizei für den Montag in Aussicht und betonte: «Die Ermittlungen laufen.»

