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Vor Infantino: Irans Fussballer zeigen Bilder von getöteten Kindern

KEYPIX - Iran's players sing national anthem holding pictures of children allegedly killed in a U.S. and Israel strikes in Iran, before a friendly soccer match between Iran and Costa Rica, in Ant ...
Irans Spieler zeigen bei der Nationalhymne Bilder von Kindern.Bild: keystone

Vor Infantinos Augen – iranisches Team zeigt Bilder von getöteten Kindern

Vor den Augen von FIFA-Präsident Gianni Infantino haben iranische Nationalspieler vor einem Testspiel Bilder gezeigt, die im Krieg getötete Kinder zeigen sollen.
31.03.2026, 19:0021.07.2026, 08:23

Bei der Nationalhymne vor der Partie im türkischen Antalya gegen Costa Rica hielten die Fussballer und Funktionäre die Bilder in den Händen. Die darauf zu sehenden Kinder sollen bei einem Angriff der USA und Israels auf den Iran ihr Leben verloren haben. Bereits am Freitag hatten die Spieler ihr Testspiel gegen Nigeria (1:2) für eine ähnliche Aktion genutzt.

Gegen Costa Rica siegte der Iran mit 5:0. Das Spiel war eigentlich als Test für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada eingeplant. Ob der Iran an dem Turnier im Sommer aber tatsächlich teilnimmt, ist wegen des Krieges noch unklar. Infantino, der das Spiel auf der Tribüne verfolgte, hatte zuletzt drauf gedrängt.

UNICEF: Mehr als 340 getötete Kinder seit Beginn des Iran-Kriegs
Gut einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in der Nahost-Region bereits mehr als 340 Kinder getötet und Tausende verletzt worden. Demnach starben im Iran 216 Kinder, im Libanon 124, in Israel 4 Kinder, in Kuwait kam ein Kind ums Leben, wie die Organisation mitteilte. Verletzt wurden im Iran demnach mehr als 1700 Kinder, im Libanon mehr als 400, in Israel mehr als 850. Auch in Bahrain und Jordanien wurden Kinder verletzt.

UNICEF forderte ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten. Alle Konfliktparteien sollten grösstmögliche Zurückhaltung üben. Die Zivilbevölkerung – insbesondere Kinder – sowie zivile Einrichtungen müssten jederzeit geschützt werden. «Alle Konfliktparteien müssen dringend handeln, um das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen und die Rechte von Kindern zu wahren», sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell.

Die meisten Kinder kamen Unicef zufolge am ersten Tag des Krieges bei einem Angriff auf Schule im Iran ums Leben – laut Berichten wurden dabei allein 168 Kinder getötet. Auch im Gazastreifen und dem Westjordanland kamen laut Unicef in diesem Zeitraum Kinder ums Leben. Dort seien 16 getötete Kinder registriert worden.

Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Vorrundenpartien nicht – wie bislang geplant – in den USA austragen, sondern in Mexiko. Infantino meinte allerdings gegenüber der Nachrichtenagentur AFP: «Die Spiele werden dort stattfinden, wo sie vorgesehen sind.» Die WM-Teilnahme des Irans bekräftigte der Schweizer in Antalya.

Irans Verbandschef Mehdi Tadsch hatte vor rund anderthalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern. Für die Endrunde (11. Juni bis 19. Juli) wurde der Iran in eine Vorrundengruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten gelost. (abu/sda/dpa)

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Iran-Krieg in Bildern
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Iran-Krieg in Bildern

Menschen heben bei einer Demonstration in Tel Aviv die Hände, um ein Ende des Krieges zu fordern.

quelle: keystone / maya levin
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