Schwips-Langläufer droht Abschiebung aus Norwegen
Die norwegische Einwanderungsbehörde (UDI) hat einen Antrag von Ski-Langläufer Gabriel Gledhill auf eine Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt. Das berichtet der norwegische öffentlich-rechtliche Rundfunk NRK.
Bereits vor dem 50-Kilometer-Rennen am Holmenkollen hatte Gledhill angekündigt, dass es vorerst sein letztes Rennen in Norwegen sei.
Offiziell muss er Norwegen allerdings erst am 28. März verlassen haben.
Der Grund sind die norwegischen Einwanderungsbestimmungen. Das UDI fordert von allen Menschen, die eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis beantragen, dass sie genügend Einkommen nachweisen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können. Gledhill wird das nicht zugetraut.
In einem Schreiben an Gledhill, das NRK vorliegt, heisst es:
Ausserdem wies die Einwanderungsbehörde darauf hin, dass Gledhill «keine besondere Verbindung zu Norwegen» habe und auch «keine starken humanitären Gründe» vorliegen würden.
Gledhill reagierte laut NRK enttäuscht, fürchtet um seine Karriere: «Für einen Athleten meines Niveaus könnte ein erzwungener Abschied aus Norwegen praktisch das Ende meiner sportlichen Karriere bedeuten. Mein gesamtes Trainingsumfeld ist in Lillehammer angesiedelt. Müsste ich Norwegen jetzt verlassen, hiesse das faktisch, dass ich meine Langlaufkarriere und meine sportliche Laufbahn beenden müsste.»
Gledhill war während seiner Schulzeit aus Grossbritannien nach Norwegen gezogen und hatte 2020 sein Studium angefangen und nebenbei gearbeitet.
Noch hat Gledhill sich nicht dazu geäussert, ob er tatsächlich bereits Norwegen verlassen hat. Das Rennen am Holmenkollen hat er jedoch noch einmal genutzt und Schlagzeilen geliefert. Er hatte sich währenddessen mit alkoholischen Drinks von Fans betrunken und später in den Medien davon ausführlich darüber berichtet.
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