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Switzerland's Pierluigi Tami, director of the national team reacts during the UEFA Nations League group 4 soccer match between Ukraine and Switzerland at the Lviv Arena stadium in Lviv, Ukraine, Thursday, September 3, 2020. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Pierluigi Tami beim Hinspiel in der Ukraine anfangs September. Bild: keystone

Interview

Nati-Boss Tami betont nach Absage des Ukraine-Spiels: «Wir haben alles richtig gemacht»



Die Schweizer sassen im Bus zum Training, als sie von der UEFA darüber informiert wurden, dass die Partie gegen die Ukraine am Abend nicht würde stattfinden können. «Danach mussten wir viel warten», sagte Nationalmannschaftsdirektor Pierluigi Tami am Abend im Zoom-Meeting mit den Medien. «Es gab viel Unsicherheit, es war ein schwieriger Tag.»

Lange war nicht klar, ob das Spiel womöglich am Mittwoch würde über die Bühne gehen können. Wie kommuniziert man da mit dem Team? «Das war stressig. Wir mussten darauf schauen, dass die Spannung trotzdem hoch bleibt.» Erst nach 17 Uhr war offiziell, dass die Partie gegen die Ukraine, die über den Verbleib in der Liga A der Nations League entschieden hätte, definitiv abgesagt ist.

Wie haben Sie diesen aufwühlenden Tag erlebt?
Pierluigi Tami:
Wir sind im Moment enttäuscht, weil wir unbedingt spielen wollten. Wir hatten nach der starken Leistung gegen Spanien eine gute Dynamik. Wir wollten unser Ziel auf dem Platz erreichen.

Nun winkt der Verbleib in der Liga A dank einem Forfaitsieg.
Ich erwarte einen Entscheid zu unseren Gunsten. Es ist ganz einfach: Wir waren bereit zu spielen. Wir haben unsere Arbeit richtig gemacht und eine Mannschaft präsentiert, die nur negative Tests abgegeben hat. Es war der Gegner, der nicht spielen konnte.

Die Ukrainer werden argumentieren, sie hätten spielen können, wenn nicht die Gesundheitsbehörde der Schweiz sie in Quarantäne geschickt hätte.
Das ist denkbar. Aber die Ukrainer hatten die Möglichkeit, eine andere Mannschaft zu stellen. Deshalb haben wir unser Okay gegeben für ein Spiel am Mittwoch. Doch die Ukrainer waren nicht interessiert, ein anderes Team zu schicken. Diese Lösung haben sie nicht seriös in Betracht gezogen.

Wie geht es jetzt konkret weiter?
Das ist schwierig zu sagen. Ich hoffe, dass wir in wenigen Tagen oder Wochen einen Entscheid haben. Aber von der UEFA haben wir keine Informationen. Jedenfalls wird das Spiel nun auf einer anderen Ebene entschieden. Eine Verschiebung in den März ist nicht möglich. Die Zeitfenster sind voll.

Das letzte Spiel des Jahres fand nun nicht statt. Die Schweiz hat 2020 sportlich keinen Sieg errungen. Wie fällt Ihre Bilanz aus?
Die Resultate waren nicht gut, aber die Entwicklung ist positiv. Wir haben gegen Spanien eine Schweizer Mannschaft gesehen, die leiden kann, die verteidigen kann und die andere Stärken gezeigt hat als sonst. Das gibt Vertrauen für die EM. Ich bin optimistisch, dass wir einen wichtigen Parcours machen können. (ram/sda)

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