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Interview

FCB-Sportchef Daniel Stucki enttäuscht nach Kopenhagen

Interview

«Die Statistik spricht für uns»: FCB-Sportchef Stucki enttäuscht nach Kopenhagen-Pleite

Wenige Minuten nach dem Ausscheiden in Kopenhagen stellt sich auch Daniel Stucki den Fragen der Journalisten. Der FCB-Sportchef sieht vor allem einen Grund, warum es mit dem Erreichen der Königsklasse nicht geklappt hat.
28.08.2025, 02:5728.08.2025, 03:41
Jakob Weber aus Kopenhagen / ch media

Daniel Stucki, das erste Saisonziel wurde knapp verpasst. Was bleibt von diesen zwei Champions-League-Playoff-Spielen gegen Kopenhagen hängen?
Daniel Stucki: Die Enttäuschung ist gross. Wir haben eine grosse Chance verpasst. Aber wir haben heute ein tolles Spiel gemacht. Die Statistik spricht für uns. Wir hatten mehr Schüsse, mehr Ballbesitz und haben gut gespielt. Kopenhagen hat eine Chance und macht die mit Andreas Cornelius gleich. Uns hat dagegen ein bisschen die Effizienz gefehlt. Ausserdem hatte Kopenhagen auch einen sehr guten Goalie.

Sportdirektor Daniel Stucki an einer Pressekonferenz des FC Basel 1893 in Basel, am Donnerstag, 22. Mai 2025. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Daniel Stucki kann sich noch nicht über die Europa League freuen.Bild: keystone

War die Effizienz der Schlüssel in einem Duell auf Augenhöhe?
Kopenhagen ist einfach eiskalt. Schon im Hinspiel hat Cornelius aus dem Nichts ein Tor geschossen, das dann zum Glück knapp Abseits war. Das ist einfach Qualität. Aber die haben wir auch. Ich würde nicht sagen, dass wir in den beiden Duellen die schlechtere Mannschaft waren. Es haben Details entschieden.

Nimmt man die fehlende Effizienz in Kauf, wenn man mit einem vergleichsweise unerfahrenen Team antritt?
Im Hinspiel hatten wir die ältere Startelf. Deswegen ist diese Diskussion für uns obsolet. Unsere Strategie sieht es vor, junge Spieler einzubauen. Wir sind stolz auf unsere Jungen. Wir haben heute das Zentrum dominiert und waren auch hinten sehr gut. Von dem her glaube ich nicht, dass wir aufgrund fehlender Erfahrung oder wegen des Alters ausgeschieden sind.

Wie haben Sie die Szene in der 16. Minute gesehen, als Cornelius mit der Hand am Hals von Keigo Tsunemoto ist?
Er greift ihm klar an den Hals. Für mich ist das ein Fall für den VAR, der die rote Karte zumindest checken lassen müsste. Umso unglücklicher ist es für uns, dass der Spieler später das 1:0 macht. Aber so ist Fussball, das gilt es zu akzeptieren. Am Ende hat Kopenhagen zwei Tore mehr geschossen als wir.

Ist die Europa League dennoch ein Trostpflaster?
Direkt nach dem Spiel ist es ein bitterer Trost. Aber für den FC Basel ist es etwas Grosses, denn auch in der Europa League gibt es gute Gegner und tolle Spiele. Noch kann ich mich zwar nicht darauf freuen, aber in zwei Tagen sieht es vielleicht etwas anders aus.

Hat die verpasste Qualifikation einen Einfluss auf die Transfertätigkeiten, die der FCB in den kommenden zwei Wochen vornimmt?
Gar nicht. Wir spielen weiterhin europäisch und brauchen deshalb ein breiteres Kader. Die Anzahl der Spiele bleibt ja gleich. (bzbasel.ch)

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