Sport
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Spain's Rafael Nadal, right, gets a hug from Switzerland's Roger Federer after the men's final match during the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium in Paris, Sunday June 11, 2006. Nadal won 1-6, 6-1, 6-4, 7-6. (AP Photo/Michel Spingler)

Roger Federer und Rafael Nadal nach dem French-Open-Finale 2006. Bild: AP

Interview

Roger Federer zum Duell gegen Linkshänder Nadal: «Ich hasste es, jetzt liebe ich es»

Nach seinem Sieg gegen Stan Wawrinka steht Roger Federer zum achten Mal mindestens in den Halbfinals von Roland Garros. Acht Jahre nach dem letzten Match trifft er in Paris erstmals wieder auf seinen Erzrivalen Rafael Nadal, gegen den er in Paris alle fünf Duelle verloren hat.

simon häring / ch media



Roger Federer, Sie starteten ohne grosse Erwartungen in die French Open. Nun stehen Sie in den Halbfinals, was ist das für ein Gefühl?
Zunächst bin ich sehr glücklich, wieder in den Halbfinals eines Grand-Slam-Turniers zu stehen. Das ist mir im letzten Jahr ja nicht gelungen, in dem ich ein paar harte Niederlagen in der vierten Runde und in Viertelfinals hatte. Insofern habe ich meine Erwartungen bereits übertroffen. Nachdem ich die letzten drei Jahre die French Open nicht gespielt habe, ist das ein grossartiges Gefühl. Es war ein spezielles Spiel gegen Stan, den ich so gut kenne, und er mich. Dazu kam die Regenunterbrechung, das machte es super interessant. Aber ich habe die Nerven behalten. Ich habe nun das Spiel gegen Rafa, das ich wollte. Ich bin sehr aufgeregt und hoffe, ich kann mich gut erholen, wovon ich überzeugt bin.

Halbfinal am Freitag

Der Halbfinal zwischen Federer und Nadal wird am Freitag gespielt. Um welche Zeit die Partie angesetzt wird, ist derzeit noch nicht bekannt.

Sie haben letztmals 2009 und insgesamt nur zwei Mal gegen Rafael Nadal auf Sand gewonnen. Wie gehen Sie dieses Spiel an?
Es gibt immer eine Chance. Natürlich wird es schwierig, aber man weiss nie. Vielleicht hat er ein Problem. Vielleicht ist er krank. Oder du spielst grossartig, und er nicht. Vielleicht windet es unglaublich stark, oder es regnet. Es war nicht so einfach, überhaupt so weit zu kommen. Ich musste fünf Matches gewinnen. Darum bin ich glücklich, kann ich gegen ihn spielen. Denn wenn du auf Sand etwas erreichen willst, spielst du früher oder später gegen Rafa. Ich wusste, dass ich hoffentlich irgendwann auf ihn treffe, wenn ich auf Sand spiele. Hätte ich ihm aus dem Weg gehen wollen, hätte ich gar nicht erst auf Sand spielen müssen.

epa07625583 Roger Federer of Switzerland reacts as he plays Stan Wawrinka of Switzerland during their men’s quarter final match during the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 04 June 2019.  EPA/YOAN VALAT

Roger Federer steht dank fünf Siegen im French-Open-Halbfinal. Bild: EPA/EPA

Sie spielten nun gegen fünf Rechtshänder. Wie bereiten Sie sich nun auf den Halbfinal gegen einen Linkshänder vor?
Gegen einen Linkshänder fühlt es sich niemals natürlich an, aber ich habe nun zwei Tage, um mich mit spezifischem Training darauf vorzubereiten. Auf die Aufschläge, auf die Rotation des Balles. Es gilt, nun keine Zeit zu verschwenden. Gegen Rafa muss man furchtlos spielen, die Bälle früh nehmen. Das werde ich versuchen. Gegen einen Linkshänder ist es ein ganz anderes Spiel. Früher hasste ich es, jetzt liebe ich es. Denn es ist eine grosse Herausforderung. Und Nadal ist der Beste, auf den ich je getroffen bin.

Dieser Mann hat Biss! Alle Grand-Slam-Titel von Rafael Nadal

Sie haben zuletzt fünf Mal gegen Nadal gewonnen, spielten dabei offensives Tennis und waren dabei oft am Netz. Denken Sie, das hilft Ihnen auch auf Sand?
Ich glaube nicht, dass ich ihn zum Nachdenken bringen kann, wenn ich ans Netz stürme. Rafa ist der Beste auf Sand, das hat er oft bewiesen. Mir war immer klar, dass er hier nicht sang- und klanglos in der dritten Runde verlieren würde, auch wenn er in Monte Carlo, Barcelona und Madrid früh verlor. Ich muss gut servieren, denn wenn ich das nicht mache, bin ich dauernd unter Druck, zumal er selber besser serviert als zu Beginn seiner Karriere. Ich werde einen Plan haben und versuchen, diesen rigoros zu verfolgen.

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Preastronautiker 05.06.2019 13:04
    Highlight Highlight Links.... Rechts, wen interessiert's...?
    RF ist spielt wieder mal auf rotem Sand, und ist unter den besten 4!...trotz langer Absenz auf Sand, und trotz (inzwischen) zusätzlichen "Jahren auf dem Buckel"...
    Heisst also: immer noch auf jeder(!) Unterlage bei den WELTBESTEN!
    Chapeau RF
  • N. Y. P. 05.06.2019 12:36
    Highlight Highlight Rafa gegen Roger !

    Was will man als Fan mehr ?

    Wenn diese zwei auch mal weg sind, dann wird die Tristesse um sich greifen.

    Goffin vs. Kei Nishikori ist dann ja nicht gerade der Brüller, der einem vor die Kiste lockt..
  • You’re out of your element, Donny! 05.06.2019 11:24
    Highlight Highlight ...jaja...wie wären wohl die karrieren der beiden verlaufen, wäre rotscher links- und rafa rechthänder?

    wahrscheinlich schon etwas anders...aber rafa wäre wohl auch dann noch der unbestrittene sandkönig geworden!

    aberja...hätte-hätte-fahradkette...
  • Füdlifingerfritz 05.06.2019 11:03
    Highlight Highlight Mann, wäre das grossartig wenn RF es wirklich schaffen würde Nadal in dessen Wohnzimmer zu schlagen.
    Aber ich befürchte - und man möge mich für meinen Pessimismus gerne in Grund und Boden blitzen - dass Roger in diesem Duell keine 8 Games gewinnt. :-/ Hoffentlich irre ich mich gewaltig. http://be
    • SYV 05.06.2019 13:45
      Highlight Highlight Hat zwar nichts mit dem Bericht zu tun, aber dein Profilbild - MAX REBO - Weltklasse !

      Play Icon
  • Zaungast 05.06.2019 10:45
    Highlight Highlight Ich freue mich extrem auf dieses Duell. Die zwei Grössten unserer Zeit auf Sand wiedermal gegeneinander. Die Vorteile liegen natürlich bei Sandkönig Nadal, aber Federer hat zuletzt bewiesen, dass er Rafa schlagen und sogar dominieren kann. Nun wartet eine erneute Meisterprüfung - diesmal eben auf Sand. Vorwärts Roger!
  • Toerpe Zwerg 05.06.2019 10:45
    Highlight Highlight Linkshänder haben in diesem Sport einen natürlichen Vorteil.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.06.2019 10:57
      Highlight Highlight Linkshänder haben in (fast) jeder Sportart im 1 vs 1 einen natürlichen Vorteil....
    • Okguet 05.06.2019 10:58
      Highlight Highlight Im Sport haben alle, die Sport auf solchem Niveau ausüben können, einen natürlichen Vorteil..

      Aber es stimmt was sie sagen!
    • Max Dick 05.06.2019 11:10
      Highlight Highlight Nur ist Nadal im Prinzip gar kein Linkshänder, sondern hat genau wegen diesem Vorteil als Junior auf die linke Hand umgestellt. Und das ist dann alles andere als einfach. Er hat sich diesen natürlichen Vorteil also knallhart erarbeitet.
    Weitere Antworten anzeigen

«Love is in the air» – Tenniswelt feiert die «Bromance» zwischen Federer und Nadal

Das Team Europe gewinnt auch die dritte Austragung des Laver Cups. Das von Björn Borg gecoachte Team setzte sich in der Genfer Palexpo-Halle gegen das Team World dank Siegen in den letzten beiden Einzeln mit 13:11 durch.

Einmal mehr war das Augenmerk auf die beiden GOAT des Tennis gerichtet: Roger Federer und Rafael Nadal haben an diesem Wochenende das nächste Kapitel in ihrer «Bromance» geschrieben, aber seht selbst.

(zap)

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