Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Schweizer Rocky» Enrico Scacchia 56-jährig verstorben



Der Schweizer Boxer Enrico Scacchia bereitet sich am 28. November 1985 im Boxkeller von Trainer Charly Buehler in Bern auf seinen Kampf um den Europameistertitel der Profis im Supermittelgewicht gegen den Franzosen Said Skouma vom Samstag, 30. November 1985 in Genf vor. Der Italo-Berner Scacchia verliert den Kampf in Fuehrung liegend in der sechsten Runde durch k.o. (KEYSTONE/Str)

Der Schweizer Boxer Enrico Scacchia am 28. November 1985. Bild: KEYSTONE

Enrico Scacchia, in den Achtzigerjahren der schillerndste Schweizer Profiboxer, ist nach Angaben seiner Familie in Bern nach langjähriger Krankheit im Alter von erst 56 Jahren verstorben.

Der frühere Top-Boxer litt bereits seit eineinhalb Jahrzehnten an Leukämie und Lymphdrüsenkrebs.

Scacchia war der «Rocky» aus Bern. Der Italo-Schweizer wuchs in einfachsten Verhältnissen auf und boxte sich bis in die europäische Spitze der Profiboxer empor.

Dank seiner starken Ausstrahlung und seinem Können im Ring füllte Scacchia als Hauptkämpfer immer wieder den Berner Kursaal. Da der gutaussehende Modell-Athlet auch in französischer Sprache schlagfertige TV-Interviews geben konnte, war er in allen Landesteilen präsent. Wenn Scacchia in den Ring stieg, war tout Bern zugegen. Er versprühte Glanz und Glamour.

Zweimal hoffte Enrico Scacchia auf einen Europameistertitel, doch beide Male platzte der Traum wie eine Seifenblase. Der Franzose Said Skouma 1985 und der Niederländer Alex Blanchard 1987 liessen Scacchias Griff nach der EM-Krone vorzeitig scheitern. Gegen Skouma wirkte er von einer extremen Gewichtsreduktion ausgelaugt und blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Scacchia, der in den mittleren Gewichtsklassen hin- und herpendelte, fiel später dann tief. Nach mehreren vorzeitigen Niederlagen in Italien erhielt er in der Schweiz keine Profilizenz mehr. Dies versuchte er erfolglos juristisch anzufechten. Später folgten Scharmützel in anderen Angelegenheiten mit den Behörden.

Mit dem Tod von Scacchia verliert der Schweizer Boxsport eine seiner bekanntesten Aushängeschilder der letzten Jahrzehnte.

Insgesamt feierte Scacchia als Profiboxer ab 1981 41 Siege (26 davon vorzeitig). Er verlor achtmal, sechsmal davon vorzeitig, und boxte dreimal unentschieden.

Scacchia hinterlässt unter anderem zwei erwachsene Kinder, eine 32-jährige Tochter und eine 30-jährigen Sohn. Die Abdankung wird im engsten Familienkreis stattfinden. (sda)

Das Leben und die Karriere von Muhammad Ali in Bildern

Nach dem Tod seiner Frau: Fussball-Legende wird Boxer

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Matthias Glarner: «Rücktritt? Das werde ich erst nach dem Eidgenössischen entscheiden»

Schwingerkönig Matthias Glarner (33) wagt sich am Eidgenössischen Fest in Zug an die Titelverteidigung – dies gut zwei Jahre nach seinem fürchterlichen Sturz von der Gondel.

Matthias Glarner, nach dem Sturz im Juni 2017 hätten Sie tot sein können. Jetzt bereiten Sie sich auf das nächste Eidgenössische Fest vor. Hätten Sie damals gedacht, dass dies noch möglich sein würde?Matthias Glarner: Es ist sehr vieles sehr viel besser gelaufen, als es mit solchen Verletzungen normal gewesen wäre. Ich bin extrem dankbar für die Chance, die ich noch einmal bekommen habe. Vor einem Jahr, als die zweite Operation kam, hätte ich nicht unbedingt mehr daran geglaubt. Aber …

Artikel lesen
Link zum Artikel