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epa01754654 Switzerland's Roger Federer celebrates with the trophy after winning the final match against Sweden's Robin Soderling in the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 07 June 2009.  EPA/HORACIO VILLALOBOS

Kuss für die Coupe des Mousquetaires: Federer gewinnt 2009 in Paris und schafft den Karriere-Grand-Slam. Bild: EPA

Kommentar

Roger Federers Verzicht auf die French Open ist klug und weitsichtig

Roger Federer verzichtet auf die Teilnahme für die French Open. Der Entscheid kommt etwas überraschend. Und doch ist er klug.

Etienne Wuillemin / aargauer zeitung



Roger Federer und Sand, das wird keine Liebe mehr. In etwas weniger als zwei Wochen beginnen die French Open – ohne Federer. Am Montagabend sagt der Schweizer seine Teilnahme am zweiten Grand-Slam-Turnier 2017 ab. Der Entscheid kommt in seiner Konsequenz etwas überraschend. Und doch ist er klug.

Federer hat die Welt verzückt mit seinem Comeback. Sein grossartiger Triumph in Australien, auch seine Siege später in Key Biscayne und Indian Wells haben ihm aber auch die Augen geöffnet. Er weiss, dass er die Besten der Welt nur mit einem komplett gesunden Körper besiegen kann.

epa05762739 Swiss tennis player Roger Federer carries the Australian Open trophy and greets fans upon his arrival at Zurich Airport in Kloten, Switzerland, 31 January 2017. Federer won the men's singles final against Spaniard Rafael Nadal on 29 Janaury 2017 at the Australian Open Grand Slam tennis tournament.  EPA/WALTER BIERI

Highlight des Jahres: Federer kehrt mit dem Pokal der Australian Open in die Heimat zurück. Bild: EPA/KEYSTONE

Fokus auf Rasenturniere

Federer, bald 36 Jahre alt, ist in einem Alter angekommen, in dem er nur noch dann antritt, wenn er glaubt, ein Turnier gewinnen zu können. Diese Chance sieht er offensichtlich in Paris nicht. Deshalb lässt er die Sandsaison komplett aus. Seine grosse Liebe ist und bleibt Wimbledon. Der erneute Titel auf dem heiligen Rasen, es wäre sein achter, soll seine märchenhafte Karriere krönen. Er wird, dank des Verzichts auf Paris, fitter sein als die Konkurrenz.

Einen grossen Einfluss auf den Entscheid dürften Federers Erinnerungen ans vergangene Jahr gehabt haben. Damals musste er seine Saison nach Wimbledon vorzeitig beenden. Er war nicht ganz gesund, das verletzte Knie liess keine andere Wahl mehr. So ein Risiko geht er nicht noch einmal ein.

In Paris müssen wir also auf nächste zauberhafte Wochen von Roger Federer verzichten. Und vielleicht schauen wir Ende Saison etwas ernüchtert zurück, wenn ihm nur wenige Punkte zur Rückeroberung der Weltnummer 1 fehlen. Aber dafür dürfen wir uns vor Wimbledon so viele Hoffnungen wie schon lange nicht mehr machen.

Die vielen Gesichter des «Maestros»: So hat sich Roger Federer über die Jahre verändert

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Die vielen Gesichter des «Maestros»
quelle: x90003 / issei kato
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