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epa08651586 Switzerland's Silvan Widmer, right, scores against Germany's Robin Gosens, left, during the UEFA Nations League group 4 soccer match between Switzerland and Germany at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 06 September 2020.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Gosens streckt sich vergeblich, Widmer trifft zum 1:1. Bild: keystone

Kommentar

Diese Schweizer Nati weckt Fantasien

Nach dem 1:2 gegen die Ukraine hat das Schweizer Fussball-Nationalteam einen veritablen Steigerungslauf hingelegt. Angesichts der zahlreichen Torchancen ist das 1:1 vor allem für Deutschland schmeichelhaft.

François Schmid-bechtel / CH media



Wow! Das ist mal ein Ausrufezeichen. 1:1 gegen Deutschland. Ein Spiel, wie eine Verheissung, doch zum erweiterten Kreis der Weltspitze anzugehören. Oder: Die Wirklichkeit den eigenen Ansprüchen anzupassen.

Denn allzu oft folgten den grossen Worten weniger grosse Taten. Selbst der Halbfinal wurde von einem wie Granit Xhaka vor einer Endrunde schon mal als Zielvorgabe ausgegeben. Um dann doch spätestens im Achtelfinal zu scheitern. Mal gegen ein Schwergewicht wie Argentinien, mal an einem Mittelschwergewicht wie Polen oder Schweden.

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Jubel über den Ausgleich durch Silvan Widmer (rechts). Bild: Witters GmbH

Sicher, die Nationalmannschaft hat unter Trainer Vladimir Petkovic immerhin konstant die schlechter dotierten Teams bezwungen. Folgenschwere Ausrutscher gab es nicht. Aber Exploits gegen die Grossen des Geschäfts blieben auch rar. Einzig gegen Belgien und Portugal konnte die Schweiz in den letzten vier Jahren gewinnen.

Dass es gestern gegen Deutschland nicht zum Sieg gereicht hat, ist einzig auf eine Chancenauswertung zurückzuführen, die nicht den höchsten Ansprüchen genügt. Abgesehen davon hat der Auftritt der Schweizer unglaublich viel Lust auf mehr gemacht.

Gewiss sahen wir gestern nicht die deutsche Elf in Bestbesetzung. Aber das trifft auch auf die Schweiz zu. Und es soll keiner sagen, das Spiel sei ein Muster ohne Wert. Die Nations League hat zwar nicht die Relevanz einer Endrundenpartie. Aber das gestrige Rendezvous hatte zu keinem Zeitpunkt den Charakter eines Freundschaftsspiels. Allein der überharte Zweikampf zwischen den Gladbacher-Klubkollegen Matthias Ginter und Breel Embolo ist Beleg dafür, um wie viel Prestige es ging.

Die Schweiz hat gestern einen Schritt Richtung Weltspitze gemacht. Sie hat gezeigt, dass sie einen grossen Gegner über längere Phasen dominieren kann. Sie hat gezeigt, dass sie sich punkto Spielintelligenz und taktischer Variabilität auf Top-Niveau bewegt.

Ja, diese Mannschaft macht Freude. Sie macht Lust. Sie weckt Fantasien. Erst recht, weil ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.

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