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Abdullah Al-Qwabani of Yemen competes barefoot in his men's 5000 metres heat at the IAAF World Championships at the National Stadium in Beijing, China August 26, 2015.  REUTERS/Dylan Martinez

Keine Schuhe, umso mehr Sympathien: Abdullah al-Qwabani. Bild: DYLAN MARTINEZ/REUTERS

Barfuss in die Herzen der Zuschauer – 16-Jähriger wird kleiner WM-Star

Im Rennen über 5000 Meter hat bei der Leichtathletik-WM ein 16-Jähriger aus Jemen allen die Show gestohlen. Abdullah al-Qwabani drehte barfuss seine Runden auf der Tartanbahn. Das Publikum feierte ihn frenetisch.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Gute Nachrichten über den Jemen sind selten. Seit Jahren ist das Land fast nur mit Terroranschlägen, Drohnenangriffen und Bürgerkrieg in den Schlagzeilen. Millionen Jemeniten leiden.

Doch ein 16-jähriger Junge macht ein kleines bisschen Hoffnung: Abdullah al-Qwabani hat für den Jemen an der Leichtathletik-WM in Peking teilgenommen – und mit seinem Lauf allen anderen Startern die Show gestohlen. So wie einst der äthiopische Marathonolympiasieger Abebe Bikila lief Qwabani über 5000 Meter nämlich barfuss.

epa04898341 Abdullah Al-Qwabani of Yemen crosses the finish line in the men's 5000m heats during the Beijing 2015 IAAF World Championships at the National Stadium, also known as Bird's Nest, in Beijing, China, 26 August 2015.  EPA/SRDJAN SUKI

Ein Jugendlicher allein auf weiter Flur. Bild: SRDJAN SUKI/EPA/KEYSTONE

Doppelt überrundet

Leider war er nicht ganz so erfolgreich: Mit 16:02.55 Minuten stellte der Jemenit zwar eine neue persönliche Bestleistung auf, trotzdem landete er in seinem Vorlauf abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Sieger Yomif Kejelcha war fast drei Minuten schneller und überrundete Qwabani gleich zweimal. Die Zuschauer im Vogelnest von Peking bejubelten ihn trotzdem frenetisch, als er einsam seine letzten Runden drehte.

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Rüde Überrundung: Qwabani wird durchgereicht. gif: eurosport

Sein Konkurrent Caleb Ndiku traut Qwabani für die Zukunft einiges zu: «Er sieht ziemlich jung aus und braucht mehr Erfahrung», sagte der Mitfavorit aus Kenia. «Aber er kann mal ein Guter werden.» (spon/syd/AP)

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