SCB schlägt Lausanne + Bei Zug zeigt Trainerwechsel Wirkung + ZSC verliert nach Penaltys
Bern – Lausanne 3:1
Definitiv im Aufwind befindet sich der Schlittschuhclub Bern. Nach sechs Auswärtssiegen de suite siegen die Berner nun sogar zu Hause auch wieder. Zwar brachte Théo Rochette – mit dem 21. Saisontreffer – Lausanne nach 26 Minuten in Führung, Mats Alge und Marco Lehmann kippten mit zwei Toren innerhalb von 92 Sekunden bis zur 34. Minute aber die Partie. Im Schlussabschnitt stellte Waltteri Merelä den 3:1-Schlussstand sicher.
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
-
Er ist
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Er kann
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Erwarte
Bern - Lausanne 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)
16'501 Zuschauer. SR Borga/Neva, Altmann/Thomann.
Tore: 26. Rochette (Oksanen, Riat) 0:1. 32. Alge (Müller, Untersander) 1:1. 34. Lehmann (Ejdsell, Sgarbossa) 2:1. 50. Merelä (Marchon, Kreis) 3:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Ejdsell; Czarnik.
Bern: Reideborn; Loeffel, Lindholm; Untersander, Kreis; Rhyn, Füllemann; Kindschi; Merelä, Aaltonen, Marchon; Lehmann, Sgarbossa, Ejdsell; Vermin, Baumgartner, Müller; Ritzmann, Graf, Alge; Schild.
Lausanne: Hughes; Heldner, Brännström; Baragano, Niku; Sansonnens, Marti; Haas, Fiedler; Riat, Rochette, Oksanen; Jäger, Czarnik, Caggiula; Fuchs, Kahun, Douay; Holdener, Bougro, Zehnder.
Bemerkungen: Bern ohne Bemström, Simon Moser, Scherwey (alle verletzt), Häman Aktell und Jakowenko (beide überzählige Ausländer), Lausanne ohne Hügli (krank), Prassl, Suomela, Vouardoux (alle verletzt) und Spooner (überzähliger Ausländer). Lausanne ab 58:13 ohne Torhüter.
Lugano – Davos 1:4
Der Spengler Cup vor einem Monat – mit fünf Spielen in fünf Tagen – warf den HC Davos nicht aus dem Rhythmus. Die Davoser gewinnen auch das Spitzenspiel in Lugano mit 4:1.
Gewiss: Es gab im Januar für den souveränen Leader auch unerwartete Niederlagen. So verlor der HC Davos in Langnau (1:3), Biel (3:4 n.P.) und Kloten (1:4). In den Partien gegen die stärksten Gegner wie Lausanne (5:1) und jetzt im Tessin gegen Lugano zeigten die Davoser aber ihr bestes Gesicht. Von einem Spengler-Cup- oder Januar-Loch ist nichts zu sehen.
Zwei Goals innerhalb von 188 Sekunden durch Matej Stransky führten den HC Davos in Lugano zum Sieg. Bei Spielmitte schoss der Tscheche mit seinen Saisontoren 20 und 21 die Bündner 2:0 in Führung. Mehr als 21 Goals erzielte in dieser Saison in der National League noch keiner. Lugano fand gegen die Davoser Defensive bis zur 57. Minute kein Rezept. Luca Hollenstein verpasste letztlich den dritten Shutout in dieser Saison, weil Carrick Connor zum 1:4 noch Resultatkosmetik gelang.
Vor dem Olympia-Break wird noch eine Woche lang in der National League gespielt. Davos führt weiter mit acht Punkten Vorsprung (und einem Spiel in der Hinterhand) die Tabelle an.
Lugano - Davos 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)
6614 Zuschauer. SR Tscherrig/Arpagaus, Cattaneo/Bichsel.
Tore: 29. Stransky (Lemieux) 0:1. 32. Stransky (Barandun) 0:2. 43. Tambellini (Frehner) 0:3. 49. Jung (Tambellini, Frehner) 0:4. 57. Carrick (Morini) 1:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lugano, 2mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Stransky.
Lugano: van Pottelberghe; Alatalo, Mirco Müller; Aebischer, Brian Zanetti; Carrick, Jesper Peltonen; Meile; Simion, Thürkauf, Bertaggia; Fazzini, Sanford, Canonica; Perlini, Tanner, Sekac; Henry, Morini, Aleksi Peltonen.
Davos: Hollenstein; Guebey, Frick; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Minder; Stransky, Nussbaumer, Lemieux; Kessler, Asplund, Zadina; Frehner, Ryfors, Tambellini; Knak, Waidacher, Gredig; Parrée.
Bemerkungen: Lugano ohne Dahlström, Emanuelsson, Kupari und Marco Zanetti (alle verletzt), Davos ohne Corvi (verletzt), Dahlbeck, Egli und Gross (alle krank).
Zug – Langnau 3:1
Dominik Kubalik – einer von vier Goalgettern nun mit 21 Toren in der National League – erzielte in den letzten fünf Minuten zuerst das 2:1 für Zug und später auch noch das 3:1 ins leere Tor. Zug feiert zum ersten Mal seit Mitte Dezember zwei Siege hintereinander.
Pech mit seinen Torhütern beklagen derzeit die SCL Tigers. Zuerst waren Luca Boltshauser und Robin Meyer im Januar beide krank, dann schied in Zug Goalie Boltshauser nach 25 Minuten verletzt aus. Der 20-jährige Martin Neckar kam zu seinem dritten Einsatz in der National League. Obwohl Neckar wieder gut hielt (19 Paraden, 1 Gegentor), verlor er nach zwei Niederlagen gegen Ajoie auch sein drittes Spiel.
Zug - SCL Tigers 3:1 (1:0, 0:1, 2:0)
7429 Zuschauer. SR Lemelin/Stolc, Gnemmi/Obwegeser.
Tore: 20. (19:51) Wingerli 1:0. 39. Pesonen (Flavio Schmutz, Riikola/Powerplaytor) 1:1. 55. Kubalik 2:1. 59. Kubalik (Tatar, Stadler) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Kubalik; Petersson.
Zug: Genoni; Sklenicka, Riva; Tobias Geisser, Mischa Geisser; Schlumpf, Stadler; Moret; Tatar, Wingerli, Kubalik; Vozenilek, Kovar, Hofmann; Künzle, Senteler, Herzog; Lindemann, Leuenberger, Eggenberger.
SCL Tigers: Boltshauser (25. Neckar); Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Paschoud, Baltisberger; Erni; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Pesonen; Petersson, Felcman, Mäenalanen; Rohrbach, Malone, Allenspach; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Bachofner.
Bemerkungen: Zug ohne Balestra, Bengtsson, Diaz, Fueter, Guerra und Martschini (alle verletzt), SCL Tigers ohne Björninen und Meyer (beide verletzt). SCL Tigers von 56:36 bis 58:08 und ab 58:45 ohne Torhüter.
Zürich – Fribourg 3:4 n. P.
Der HC Fribourg-Gottéron führte in Zürich gegen die Lions 2:0 und 3:2. Jesper Frödén schaffte für die ZSC Lions aber 107 Sekunden vor Schluss mit sechs gegen fünf Feldspielern den 3:3-Ausgleich. Im Penaltyschiessen liess sich Torhüter Reto Berra nach 31 Paraden in den ersten 65 Minuten nicht mehr bezwingen. Christoph Bertschy realisierte im Shootout den einzigen Treffer.
ZSC Lions - Fribourg-Gottéron 3:4 (0:2, 2:0, 1:1, 0:0) n.P.
12'000 Zuschauer. SR Hebeisen/Ströbel, Stalder/De Paris.
Tore: 12. Wallmark (Streule) 0:1. 15. Schmid (Rattie) 0:2. 26. Balcers (Malgin, Andrighetto) 1:2. 34. Sundström (Gruber, Aberg) 2:2. 57. Biasca (Rathgeb, Borgström) 2:3. 59. Frödén (Andrighetto, Grant) 3:3 (ohne Torhüter).
Penaltyschiessen: Malgin -, Rathgeb -; Sundström -, De la Rose -; Balcers -, Borgström -; Aberg -, Bertschy 0:1; Andrighetto -.
Strafen: je 3mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Malgin; Schmid.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Weber, Schwendeler; Trutmann, Marti; Ustinkov; Andrighetto, Malgin, Balcers; Frödén, Grant, Riedi; Aberg, Sundström, Gruber; Bader, Sigrist, Baechler; Baltisberger.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Glauser, Johnson; Nemeth, Streule; Jecker, Seiler; Rattie, Wallmark, Schmid; Bertschy, Borgström, Biasca; Reber, De la Rose, Marchon; Nicolet, Walser, Gerber.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Hollenstein (verletzt), Lehtonen und Rohrer (beide krank), Fribourg-Gottéron ohne Sprunger (krank), Dorthe, Sörensen (beide verletzt) und Rau (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 57:38 bis 58:13 ohne Torhüter.
Biel – Rapperswil-Jona 5:4
Auch beim EHC Biel wischt der neue (Trainer-)Besen gut. Auf den Punktgewinn in Lausanne folgte im ersten Heimspiel unter dem neuen Headcoach Christian Dubé ein dramatischer 5:4-Heimsieg der Seeländer gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers. Der SCRJ führte 3:2 und bis zur 58. Minute auch noch mit 4:3. Dann schossen Captain Gaëtan Haas und Petr Cajka mit zwei Toren innerhalb von 62 Sekunden Biel noch zum 5:4-Sieg.
Biel - Rapperswil-Jona Lakers 5:4 (2:1, 1:2, 2:1)
6033 Zuschauer. SR Kaukokari/Ruprecht, Duc/Gurtner.
Tore: 7. Stampfli (Sever, Dionicio) 1:0. 11. Valentin Hofer (Taibel, Albrecht) 1:1. 16. Fabio Hofer (Sylvegard, Cajka/Powerplaytor) 2:1. 21. (20:54) Lammer (Dünner, Wetter) 2:2. 30. Honka (Strömwall) 2:3. 40. (39:59) Kneubuehler (Haas, Sylvegard) 3:3. 57. (56:07) Lammer (Powerplaytor) 3:4. 58. (57:05) Haas 4:4. 59. (58:07) Cajka (Sylvegard/Powerplaytor) 5:4.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Biel, 3mal 2 plus 5 Minuten (Jelovac) plus Spieldauer (Jelovac) gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Andersson; Strömwall.
Biel: Säteri; Hultström, Grossmann; Stampfli, Dionicio; Zryd, Blessing; Bichsel; Sylvegard, Haas, Fabio Hofer; Sallinen, Andersson, Rajala; Kneubuehler, Cajka, Sablatnig; Bärtschi, Christen, Cattin; Sever.
Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Honka, Larsson; Maier, Capaul; Henauer, Jelovac; Lammer, Dünner, Wetter; Zangger, Rask, Jensen; Moy, Maillet, Strömwall; Valentin Hofer, Albrecht, Taibel; Graf.
Bemerkungen: Biel ohne Burren, Müller (beide verletzt), Neuenschwander (krank) und Huuhtanen (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Dufner, Kellenberger, Pilut, Quinn (alle verletzt) und Fritz (überzähliger Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers von 58:31 bis 0:00 ohne Torhüter.
Ajoie – Kloten 4:2
Trotz eines Schussverhältnisses von 16:39 gewann Ajoie gegen Kloten mit 4:2. Schon nach 14 Minuten führte Ajoie in Pruntrut mit 3:0 und für Klotens Goalie Davide Fadani war der Arbeitstag bereits zu Ende. Ajoie feierte den vierten Sieg in den letzten fünf Runden.
Ajoie - Kloten 4:2 (3:1, 0:1, 1:0)
Pruntrut. 4422 Zuschauer. SR Dipietro/Stricker, Huguet/Meusy.
Tore: 3. Nättinen (Devos, Cormier) 1:0. 9. Hazen (Devos) 2:0. 15. Sopa (Wick, Mottet) 3:0. 17. Meyer (Gignac, Weibel) 3:1. 21. (20:37) Weibel (Meyer, Gignac) 3:2. 60. (59:45) Devos (Wick) 4:2 (ins leere Tor).
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ajoie, 3mal 2 Minuten gegen Kloten.
PostFinance-Topskorer: Honka; Leino.
Ajoie: Ciaccio; Fey, Honka; Christe, Friman; Pilet, Nussbaumer; Thiry, Fischer; Hazen, Devos, Nättinen; Sopa, Wick, Mottet; Pedretti, Romanenghi, Veckaktins; Cormier, Cavalleri, Pouilly.
Kloten: Fadani (15. Waeber); Delémont, Lindroth; Wolf, Klok; Sidler, Steiner; Kellenberger; Ramel, Morley, Smirnovs; Meyer, Gignac, Weibel; Simic, Leino, Puhakka; Rafael Meier, Diem, Schäppi; Derungs.
Bemerkungen: Ajoie ohne Bellemare, Berthoud, Bozon, Garessus, Gauthier, Antoine Keller, Patenaude, Robin und Turkulainen (alle verletzt), Kloten ohne Hausheer und Simon Meier (beide verletzt). Kloten von 57:53 bis 59:45 ohne Torhüter. (nih/sda)
