Winterthur geht bei YB unter + Luzern nimmt den FCZ auseinander + Keine Tore in St.Gallen
YB – Winterthur 6:1
Die Young Boys machen einen Schritt in die richtige Richtung. Sie gewinnen daheim gegen Schlusslicht Winterthur mit 6:1.
Von einem Neustart oder gar dem Beginn einer Aufholjagd zu reden, wäre nach den Erfahrungen der letzten Wochen und Monate verfrüht. Auf ein Lebenszeichen von YB folgte in dieser Saison oft die Ernüchterung. Nach dem 3:0 gegen den FC Zürich Anfang Monat gab es enttäuschende Leistungen bei den Grasshoppers (1:1) und dem FC St. Gallen (1:2).
Gegen Winterthur hatten die Young Boys leichtes Spiel. Die schwächste Defensive der Liga war nach dem 0:1, das Liga-Topskorer Christian Fassnacht in der 39. Minute erzielte, zunehmend unsicher. Alan Virginius (55.) und erneut Fassnacht (57.) mit seinem 15. Saisontor erhöhten innerhalb kurzer Zeit auf das vorentscheidende 3:0. Zu diesen beiden Berner Toren lieferte der neu verpflichtete Yan Valery die Vorlage.
Der Anschlusstreffer von Roman Buess nach einer Stunde brachte nur ganz kurz etwas Hoffnung zurück in die Reihen der Winterthurer. Sechs Minuten später schoss Chris Bedia, mit 13 Toren Fassnachts erster Verfolger in der Torschützenliste, das 4:1. In der Schlussphase machte YB durch Darian Males und Alvyn Sanches noch den höchsten Saisonsieg perfekt.
Weiter geht es für YB am nächsten Wochenende mit dem Auswärtsspiel gegen den FC Sion. Im Wallis könnte das Team von Gerardo Seoane erstmals seit November ein zweites Super-League-Spiel in Folge gewinnen.
Young Boys - Winterthur 6:1 (1:0)
23'160 Zuschauer. - SR von Mandach.
Tore: 39. Fassnacht (Bedia) 1:0. 53. Virginius (Valery) 2:0. 55. Fassnacht (Valery) 3:0. 59. Buess (Hunziker) 3:1. 65. Bedia (Virginius) 4:1. 82. Males (Sanches) 5:1. 85. Sanches (Lauper) 6:1.
Young Boys: Keller; Valery, Wüthrich, Benito, Bukinac (80. Mambwa); Gigovic (68. Males), Fernandes (46. Lauper); Fassnacht (80. Monteiro), Sanches, Virginius (68. Pech); Bedia.
Winterthur: Kapino; Sidler, Citherlet, Arnold, Kryeziu (61. Mühl), Smith (72. Maluvunu); Maksutaj, Jankewitz (82. Schneider), Golliard (61. Camara); Buess, Hunziker (72. Okafor).
Verwarnungen: 6. Buess, 29. Gigovic, 64. Citherlet.
St.Gallen – GC 0:0
Der FC St. Gallen verpasst den budgetierten Heimsieg gegen die Grasshoppers. Das torlose Remis hätten die Ostschweizer in der ersten Halbzeit verhindern können.
Der junge St. Galler Goalgetter Alessandro Vogt hätte die Partie am ehesten in andere Bahnen lenken können. Der U21-Nationalspieler vergab nach einer halben Stunde eine gute Torchance und hatte kurz vor der Pause Pech, als sein Schuss nur an den Pfosten abgelenkt wurde. Danach behielt der FCSG zwar das Spieldiktat, blieb aber wirkungslos. Ganz zum Ende hin standen die Grasshoppers dem Sieg sogar näher als die Gastgeber. Goalie Lawrence Ati Zigi hielt den einen Punkt fest.
Dieser eine Zähler bringt den FC St. Gallen nicht weiter. Um nochmals Spannung im Titelrennen zu schaffen, benötigt die Mannschaft von Enrico Maassen mehr als bloss Unentschieden. Am Sonntag könnte der FC Thun daheim gegen Sion mit einem achten Sieg in Folge den Vorsprung gegenüber den St. Gallern auf 15 Punkte erhöhen. GC startet derweil den nächsten Versuch für den ersten Sieg in diesem Jahr am kommenden Wochenende im Derby gegen den FC Zürich.
St.Gallen - Grasshoppers 0:0
SR Gianforte.
St.Gallen: Zigi; Okoroji, Gaal (88. Kleine-Bekel), Stanic; Daschner; Vandermersch, Görtler, Boukhalfa (81. Weibel), Witzig (88. Ruiz); Vogt (69. Besio), Balde (70. Verinac).
Grasshoppers: Hammel; Ngom, Köhler, Mikulic; Stroscio (83. Diarrassouba), Meyer, Hassane, Krasniqi (69. Ullmann); Marques (46. Clemente), Lee Young-Jun (62. Plange), Jensen (83. Tsimba).
Verwarnungen: 36. Krasniqi, 39. Gaal, 55. Stroscio, 69. Daschner, 70. Clemente, 80. Verinac, 84. Stanic, 86. Diarrassouba, 88. Tsimba.
FC Zürich – FC Luzern 1:4
Der FC Zürich erreicht in dieser Saison einen neuen Tiefpunkt. Er unterliegt daheim sang- und klanglos dem FC Luzern mit 1:4.
Am Mittwoch hatte der FCZ endlich zum Siegen zurückgefunden. Das 3:0 gegen Winterthur war der erste Dreier seit Anfang Dezember und hätte als Startpunkt für eine diesmal positive Serie dienen sollen. Doch weit gefehlt. Die Zürcher gingen im eigenen Stadion gegen den vor diesem Spieltag in der Tabelle einen Punkt zurückliegenden FCL regelrecht unter.
Der einstige FCZ-Junior Matteo Di Giusto eröffnete das Skore in der 15. Minute mit seinem neunten Saisontor. Es folgten Treffer von Oscar Kabwit (29.), Bung Freimann (64.) und Lucas Ferreira (68.) für die in allen Belangen besseren Gäste, die auf das 4:3 gegen GC einen weiteren spektakulären Sieg folgen liessen.
Mit etwas mehr Glück und Effizienz wäre jener am Samstagabend sogar noch höher ausgefallen. Zweimal trafen die Luzerner nur den Pfosten, und ein Tor wurde wegen eines Handspiels vom VAR annulliert.
Der FC Zürich, der in der Schlussviertelstunde nach der Roten Karte gegen Bung Freimann für eine Notbremse in Überzahl spielen konnte, brachte sehr wenige zustande und war in der Defensive überaus anfällig. Beim zweiten Gegentor sah auch der junge Keeper Silas Huber schlecht aus.
Zürich - Luzern 1:4 (0:2)
SR Fähndrich.
Tore: 15. M. Di Giusto (Dorn) 0:1. 29. Kabwit 0:2. 64. Freimann (M. Di Giusto) 0:3. 68. Lucas Ferreira (Kabwit) 0:4. 85. Emmanuel (Vujevic) 1:4.
Zürich: Huber; Kablan (46. Vujevic), Kamberi, Sauter, Comenencia (45. Hack); Tsawa, Reichmuth (60. Berisha), Krasniqi (60. Bangoura); N. Di Giusto (80. Fischer), Kény, Emmanuel.
Luzern: Loretz; Dorn, Freimann, Bajrami, Fernandes; Lucas Ferreira (75. Ottiger), Abe, Owusu, M. Di Giusto; von Moos (79. Winkler), Kabwit (75. Vasovic).
Bemerkungen: 78. Rote Karte gegen Freimann (Notbremse).
Verwarnungen: 46. Kabwit, 58. N. Di Giusto, 61. Owusu, 72. Bangoura. (riz/sda)
