Winti bringt den Sieg gegen Lausanne über die Zeit – verrücktes Derby in Genf
Winterthur – Lausanne 2:1
Lausanne-Sport bleibt ein willkommener Gast auf der Schützenwiese. Die Waadtländer verlieren beim 1:2 zum vierten Mal in Folge in Winterthur.
Zur spielentscheidenden Szene kam es in der 74. Minute. Der abgelenkte Ball landete in hohem Bogen im Lausanner Strafraum, wo die Verteidiger fälschlicherweise auf Offside spekulierten, sodass Théo Golliard unbedrängt das 2:1 erzielen konnte. Für den 23-Jährigen war es nach seinem Doppelpack gegen Servette im November der dritte Treffer in dieser Saison.
Zuvor hatten gleich zwei Spieler ihre Torpremiere in der Super League gefeiert. Während Winterthurs Alexandre Jankewitz bis zu seinem 68. Einsatz in der höchsten Schweizer Liga warten musste, gelang Lausannes Florent Mollet der erste Treffer in seinem zwölften Spiel.
In der emotionalen Schlussphase gerieten Lausannes Brandon Soppy und Winterthurs Stéphane Cueni aneinander und wurden beide mit Rot vom Platz gestellt. Am Ausgang der Partie änderte dies jedoch nichts mehr.
Dank des dritten Saisonsiegs kommt Winterthur, das in den fünf Spielen zuvor nur einen Punkt geholt hatte, zu einem für die Moral wichtigen Erfolgserlebnis. Das Schlusslicht der Tabelle verkürzt den Rückstand auf GC zumindest vorerst auf fünf Punkte. Lausanne dagegen verpasste die Chance, in die obere Tabellenhälfte vorzurücken.
Winterthur - Lausanne-Sport 2:1 (1:0)
7100 Zuschauer. - SR Dudic.
Tore: 4. Jankewitz (Golliard) 1:0. 55. Mollet 1:1. 74. Golliard 2:1.Winterthur: Kapino; Citherlet (81. Mühl), Arnold, Durrer; Sidler, Kasami (66. Schneider), Stéphane Cueni, Jankewitz, Dansoko; Buess (66. Maluvunu), Golliard (81. Maksutaj).
Lausanne-Sport: Letica; Soppy, Mouanga, Sow (46. Poaty), Fofana; Roche (46. Lekoueiry); Mollet (77. Ajdini), Diakite (78. Kana Biyik), Custodio; Butler-Oyedeji, Traore (46. Janneh).
Bemerkungen: 94. Rote Karte gegen Soppy (Tätlichkeit). 94. Rote Karte gegen Stéphane Cueni (Tätlichkeit).
Verwarnungen: 51. Citherlet, 65. Lekoueiry, 91. Jankewitz.
Servette – Sion 3:3
Im Rhone-Derby zwischen Servette und Sion kam es nach viel Spektakel zur Punkteteilung. Die Teams trennten sich 3:3 unentschieden.
Ablie Jallow schien mit seinem ersten Treffer in der Super League zum grossen Matchwinner zu werden. Der eingewechselte Servettien traf in der 86. Minute zum 3:2 für das Heimteam und liess die Mehrheit der 10'210 Fans im Stade de Genève jubeln. Es wäre nach dem 4:2-Sieg in St. Gallen der nächste Schritt in Richtung erste Tabellenhälfte gewesen.
Doch die Sittener wollten ihre Ungeschlagenheit in diesem Jahr unbedingt wahren. In der Schlussoffensive landete der Ball beim im Strafraum lauernden Winsley Botelli, der den Gästen einen verdienten Punkt sicherte.
Diese waren bereits in der 5. Minute in Führung gegangen, konnten sie jedoch nicht lange halten. Zur Pause lag Servette 2:1 vorne, ehe Numa Lavanchy in der 58. Minute mit einer sehenswerten Direktabnahme das 2:2 erzielte.
Ein Rhone-Derby mit je drei Treffern klingt aussergewöhnlich, tatsächlich gab es dies seit Mai 2022 aber bereits zum dritten Mal. Zuletzt hatten sich die beiden Teams im Februar des vergangenen Jahres 3:3 getrennt. (
Servette - Sion 3:3 (2:1)
SR Cibelli.
Tore: 5. Rouiller (Eigentor) 0:1. 25. Stevanovic (Njoh) 1:1. 35. Guillemenot 2:1. 58. Lavanchy 2:2. 86. Jallow (Mazikou) 3:2. 94. Boteli (Lavanchy) 3:3.
Servette: Mall; Burch, Rouiller, Mazikou; Houboulang Mendes (69. Allix), Cognat, Douline (79. Ondoua), Njoh; Stevanovic; Guillemenot (61. Jallow), Ayé (79. Mráz).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Baltazar Costa, Kabacalman (89. Surdez); Rrudhani (46. Berdayes), Kololli (46. Sow), Chouaref (83. Lukembila); Nivokazi (83. Boteli).
Verwarnungen: 5. Mazikou, 13. Lavanchy, 20. Houboulang Mendes, 36. Cognat, 85. Baltazar Costa. (abu/sda)
