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ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DIE WEKO FUER SWISSCOM EINE HOHE BUSSE FORDERT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Un cameraman de la television, TV, Teleclub filme la rencontre de football de Super League entre le FC Neuchatel Xamax et FC Lucerne ce dimanche 17 juillet 2011 au Stade de la Maladiere a Neuchatel. La chaine privee suisse Cinetrade (Teleclub, Swisscom TV) a acquis pour environ 30 millions de francs par saison les droits de retransmission de l'Axpo Super League et de la Challenge League pour cinq ans a partir de la saiso 2012/2013.. Mais les chaines de la SSR pourront diffuser un match en direct par journee. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Als noch Zuschauer im Stadion erlaubt waren: Teleclub-Kameramann in Neuenburg. Bild: KEYSTONE

Swisscom und UPC spannen zusammen – weniger Geld für die Schweizer Klubs?

Für die Konsumenten ist die neue Kooperation zwischen Swisscom und UPC im umstrittenen und umkämpften TV-Rechtemarkt eine gute Nachricht. Doch was bedeutet sie für die Schweizer Fussball- und Eishockey-Ligen?



Für die Konsumenten von Schweizer Sport am TV geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Dank einer Kooperation zwischen der Swisscom und den Kabelnetzbetreibern um UPC sind die Inhalte der Sender Teleclub und MySports künftig auch auf der anderen Plattform abrufbar.

Die Swisscom-Tochterfirma Teleclub darf ab der kommenden Saison die Eishockey-Spiele der National League zeigen. Umgekehrt können Kunden von UPC, Quickline und anderen Suissedigital-Mitgliedern neu auch auf das gesamte Sportangebot von Teleclub, unter anderem die Partien der Super League, zugreifen. Ab Herbst 2020 erhalten die Kunden von UPC und Swisscom gleichberechtigten und vollständigen Zugang zu den Live-Sportinhalten. Die beiden Unternehmen einigten sich auf eine Zusammenarbeit, wie sie in einer gemeinsamen Mitteilung verkündeten.

Preise noch nicht bekannt

Das war bisher in dieser Form nicht möglich, der Kunde musste sich grundsätzlich für das eine oder andere Produkt entscheiden. MySports-Kunden hatten Zugriff auf einen kleinen Teil des Teleclub-Angebots, umgekehrt war dies aber nicht der Fall. Was die neuen Angebote kosten werden, ist noch nicht bekannt. Auf beiden TV-Plattformen sollen aber ab dem dritten Quartal alle Angebote buchbar sein.

Von der Vereinbarung der beiden Unternehmen profitierten rund 3,35 Millionen Kunden. Sie haben künftig die Gelegenheit, unter anderen die Partien der höchsten beiden Schweizer Ligen in Fussball und Eishockey, sowie Spiele der Champions und Europa League, der deutschen Bundesliga sowie zahlreicher weiterer Fussballligen und Eishockey-Bewerbe auf beiden Plattformen zu verfolgen.

Schweizer Verträge enden bald

Die Kooperation bezieht sich nur auf die Distribution der Inhalte, die Rechte für die jeweiligen Ligen bleiben bei den jeweiligen Anbietern. Die Swisscom besitzt (bis 2021) die Live-TV-Rechte an den höchsten beiden Ligen im Fussball, UPC jene (bis 2022) der Eishockey-Liga.

Leute arbeiten in den Studios in der Romandie von UPC MySports in Rossens am Mittwoch, 6. September 2017. (KEYSTONE/Christian Merz)

Konzentration in der Regie: Blick ins Studio von MySports. Bild: KEYSTONE

Beide Verträge laufen also bald aus. Es bleibt abzuwarten, welche Rolle die potenziell höhere Reichweite bei der künftigen Vergabe der Rechte spielt. Realistischerweise werden sich bei den anstehenden Verhandlungen nun nicht mehr beide Firmen separat bewerben. Das könnte den Preis für die Rechte nach unten drücken – ausser wirtschaftlich potente Dritt-Bewerber mischen sich in die Vergabe ein.

«Gibt aktuell keinen Grund, sich um Rechte zu streiten»

Die Swisscom wollte sich auf Nachfrage nicht zu den künftigen Plänen diesbezüglich äussern. UPC dagegen wurde etwas konkreter: «Teleclub wie MySports haben ihren Platz im TV-Markt gefunden. Wir wollen nichts ausschliessen, aber es gibt aktuell keinen Grund, sich um irgendwelche Rechte zu streiten.»

Tiefere Kosten für Swisscom und UPC wären gleichbedeutend mit weniger Einnahmen für die Fussball- und Eishockey-Klubs. In Zeiten der Coronakrise würde dies bei den Exponenten der Ligen und Klubs keine Glücksgefühle auslösen.

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Verfahren auf höchster Ebene

Beide Unternehmen haben den Sport seit längerem als Verkaufsargument für ihre Produkte entdeckt. Einst dominierte die Swisscom den Markt, dann stieg UPC mit MySports in das Geschäft ein. Auf die Saison 2017/208 hin luchste die UPC dem Konkurrenten die Rechte am Eishockey ab.

Seither guckten vor allem die Zuschauer in die Röhre, die sowohl Teleclub als auch MySports abonnieren mussten, wenn sie Zugriff auf die volle Ladung Sport wollten. Das sorgte für Kritik und rief auch die Wettbewerbskommission (Weko) auf den Plan – unter anderem weil sich UPC weigerte, der Swisscom die Übertragung von Eishockeyspielen zu ermöglichen. Zwei Verfahren – eines liegt mittlerweile beim Bundesverwaltungsgericht – sind derzeit hängig. Mit der Zusammenarbeit ändern sich nun die Rahmenbedingungen. Die Unternehmen dürften sich auch auf juristischer Ebene einigen. (ram/sda/awp)

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