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Kevin Durant spielt neu für die Brooklyn Nets – aber erst, wenn sein Achillessehnen-Riss ausgeheilt ist. bild: twitter

Die Milliarden-Dollar-Nacht – wie Durant die NBA-Karte neu gezeichnet hat

Die vielleicht turbulentesten Tage der jüngeren Liga-Geschichte haben die Kräfteverhältnisse in der NBA auf den Kopf gestellt. Zur Marktöffnung gaben die 30 Teams mehrere Milliarden Dollar aus.

nicola Berger / ch media



Die Journaille, die versuchen musste, die Geschehnisse in der NBA in Worte zufassen, war nicht zu beneiden. Kaum eine Viertelstunde verging am Sonntag, ohne dass nicht wieder ein spektakulärer Transfer alles auf den Kopf stellte. Seit sich Toronto vor zweieinhalb Wochen den Meistertitel sicherte, ist die NBA-Landkarte neu gezeichnet worden.

» Hier gibt's die NBA-Free-Agency im ESPN-Liveticker.

Am Sonntag gaben die Teams alleine in den ersten acht Stunden nach Beginn des offiziellen Verhandlungsfensters über 3,4 Milliarden Dollar aus. Ein Überblick über die neuen Kräfteverhältnisse, von Gewinnern, Verlierern – und davon, was noch passieren könnte.

Die 66 Trades der ersten Nacht:

Die Gewinner:

In erster Linie die Spieler, der Geldregen ist atemberaubend. Und dann die Brooklyn Nets. Die 2012 aus New Jersey umgezogene Organisation war lange Jahre der Treppenwitz der Liga. Kein Erfolg, keine Stars und keine Talente, keine Draftpicks – noch vor drei Jahren standen die Nets vor einem Scherbenhaufen.

Nun sicherten sie sich die Dienste der All-Stars Kevin Durant (Golden State Warriors), Kyrie Irving (Boston Celtics) und DeAndre Jordan (New Yorks Knicks). Durant, der in vier Jahren 164 Millionen Dollar verdienen wird, fällt mit einem Achillessehnenriss die ganze kommende Saison aus, aber die Nets werden bald zu den grossen Favoriten auf den NBA-Titel gehören.

Um sich die grossen Namen leisten zu können, reichten die Nets den talentierten D’Angelo Russell an Golden State weiter. Als Sieger dürfen sich auch die Philadelphia 76ers fühlen, die den launischen Jimmy Butler nach Miami transferierten, dafür den routinierten Allrounder Al Horford aus Boston loseisten und nun wohl das defensiv beste Team der Liga stellen.

Die Verlierer:

Keine Organisation hatte einen schlechteren Sommer als die New York Knicks. Die traditionsreiche, sportlich aber seit Jahren irrelevante Franchise hatte monatelang um Durant und Irving geworben.

Doch nun mussten die Knicks mit ansehen, wie Stadtrivale Brooklyn das Rennen gemacht hat. Es ist der nächste schwere Schlag, nachdem das Team schon die Draft-Lotterie verlor und deshalb das Supertalent Zion Williamson – spielt in der kommenden Saison für die New Orleans Pelicans – nicht verpflichten konnte.

«Die Knicks werden immer der Trauzeuge bleiben und nie ein Bräutigam werden», schrieb die «New York Daily News» verbittert. Frustrierte Fans fordern den milliardenschweren Teambesitzer James Dolan auf, seine Anteile zu verkaufen. Die Charlotte Hornets, unter Kontrolle der Ikone Michael Jordan, verloren mit Kemba Walker (zu den Boston Celtics) ihren einzigen Star, auch sie gehören zu den Verlierern.

Was noch geschehen könnte:

Kawhi Leonard, der Superstar des Champions Toronto, dürfte sich für einen Arbeitgeber aus dem Trio Toronto Raptors/Los Angeles Clippers/Los Angeles Lakers entscheiden. Ein Transfer zu den Lakers würde die Entstehung eines neuen «Superteams» bedeuten, beim 16-fachen Meister stehen bereits LeBron James und Anthony Davis unter Vertrag.

Toronto Raptors forward Kawhi Leonard speaks to reporters before a team practice in Oakland, Calif., Wednesday, June 12, 2019. The Raptors are scheduled to play the Golden State Warriors in Game 6 of basketball's NBA Finals on Thursday. (AP Photo/Jeff Chiu)

Kawhi Leonard überlegt noch, was er tun soll. Bild: AP/AP

Sollte Leonard in Toronto bleiben, wäre die Meisterschaft so offen wie seit Jahren nicht mehr. Mehr als ein halbes Dutzend Equipen könnten sich dann Hoffnungen auf einen Titel machen. Zu diesen Teams gehören auch die Houston Rockets, das Team von Clint Capela. Der Verbleib Capelas ist weiterhin nicht gesichert.

Houston Rockets' Clint Capela, center, keeps the ball from Golden State Warriors' Stephen Curry, left, and Draymond Green (23) during the first half of an NBA basketball game Thursday, Jan. 3, 2019, in Oakland, Calif. (AP Photo/Ben Margot)

Bleibt Capela in Houston? Bild: AP/AP

In der Warteschlaufe befindet sich der zweite Schweizer, der Pionier Thabo Sefolosha, dessen Vertrag bei den Utah Jazz ausgelaufen ist. Bald schon sollen Sefolosha und Capela gemeinsam antreten: am 3. August mit der Schweizer Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel in Fribourg gegen Portugal.

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