DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
James Harden ist diese Saison nicht zu stoppen.
James Harden ist diese Saison nicht zu stoppen.
Bild: AP/FR69715 AP

Hardens neuster Rekord zeigt, wie krass sich die Spielweise in der NBA verändert hat

20.03.2019, 16:5521.03.2019, 06:25

James Harden bricht weiter munter NBA-Rekorde. Beim 121:105-Sieg der Houston Rockets bei den Atlanta Hawks stellte «The Beard» gleich zwei neue Bestmarken auf. Zum einen schaffte er es als erster Spieler seit Michael Jordan in der Saison 1986/87 gegen jedes gegnerische Teams mindestens 30 Punkte zu werfen.

Hardens Leistung ist aber noch etwas höher einzustufen als diejenige von Jordan. Der 1,96 Meter grosse «Combo Guard» hat das Kunststück nämlich gegen 29 Teams geschafft, Jordan trat mit seinen Chicago Bulls vor 32 Jahren jedoch nur gegen 22 Teams an.

Hardens Rekorde in der Saison 2018/19
• 32 Spiele in Serie mit über 30 Punkten – Rang 2 in der ewigen Bestenliste nach Wilt Chamberlain (65) in der Saison 1961/62.

• 61 Punkte gegen die New York Knicks im Madison Square Garden – Rekord für Gästespieler von Kobe Bryant eingestellt.

• 3x mehr als 55 Punkte in einem Kalendermonat – einziger Spieler ausser Wilt Chamberlain in der Saison 1962/63

Die zweite Bestmarke von Harden ist auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so eindrücklich, dafür umso aufschlussreicher. Gegen die Hawks nahm der Nummer-3-Pick des Drafts von 2009 seine Dreierversuche Nummer 887 bis 890 der laufenden Saison. Damit hat der 29-jährige Rockets-Superstar die Bestmarke von Stephen Curry aus der Saison 2015/16 bereits neun Spiele vor Ende der Regular Season übertroffen.

Hardens enorme Zahl an Dreipunktewürfen steht exemplarisch für die drastisch veränderte Spielweise in der NBA. Seit einigen Jahren werden immer mehr Würfe von ausserhalb der Dreipunktelinie genommen. Trotz der relativ tiefen Quote – Harden verwandelt beispielsweise «nur» 35.5 Prozent seiner Versuche – können die Team so ihre Punkteausbeute steigern.

ESPN-Experte Kirk Goldsberry teilte auf Twitter eine Grafik, die den Trend wunderschön veranschaulicht. Allen Iverson erzielte in der Saison seine Punkte von überall, aber nur selten von ausserhalb der Dreipunktelinie. Ganz anders Harden: Er wirft entweder für drei Punkte oder von unter dem Korb, aber nie aus dem Halbfeld.

Selbst klassische Center, die früher fast ausschliesslich aus Korbnähe punkteten, können sich dem Trend nicht verwehren und müssen sich immer öfter als Distanzschützen beweisen. Bei Milwaukees 2,13-Meter-Hüne Brook Lopez waren vor drei Jahren nur 1 Prozent seiner Wurfversuche Three-Pointers, seither ist seine Quote fast explodiert und auf 66 Prozent angestiegen.

Harden verdrängte in der ewigen Bestenliste der versenkten NBA-Dreier mit 1963 gestern Dirk Nowitzki von Rang 11. Rekordhalter ist der zweifache NBA-Champion Ray Allen mit 2973 Volltreffern. Der einstige Celtics- und Heat-Guard wird seinen Rekord aber kaum halten können. Golden-State-Superstar Stephen Curry ist ihm mit 2432 Dreiern bereits auf den Fersen. Er hat diese Saison bereits 303 von 706 Versuchen von ausserhalb verwandelt. (pre)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die besten NBA-Punktesammler der Geschichte

1 / 29
Die besten NBA-Punktesammler der Geschichte
quelle: keystone / jason szenes
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

Das beste Team, das jemals Basketball gespielt hat, verzaubert die ganze Welt

26. Juli 1992: Die Gegner? Statisten. Olympiagold? Ein Spaziergang. Die US-Basketballer um Jordan, Barkley, Johnson und Co. dominieren in Barcelona nach Belieben. Das erste Spiel gegen Angola gewinnen sie mit 68 Punkten Vorsprung.

Sommer 1992. Dänemark ist bei der Fussball-EM in Schweden völlig überraschend Europameister geworden, doch nur einen Monat später interessiert sich auf dem alten Kontinent niemand mehr für Fussball. Plötzlich spricht jeder über Basketball, über das Dream Team, über Michael Jordan, Magic Johnson, Larry Bird, Charles Barkley und ihre Teamkollegen. Doch nicht nur Europa, die ganze Welt freut sich auf das Dream Team aus den USA.

Dass erstmals die besten Basketballer der Welt bei Olympia teilnehmen …

Artikel lesen
Link zum Artikel