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FILE - In this Oct. 2, 2016, file photo, San Francisco 49ers outside linebacker Eli Harold, left, quarterback Colin Kaepernick, center, and safety Eric Reid kneel during the national anthem before the team's NFL football game against the Dallas Cowboys in Santa Clara, Calif. Kaepernick accepted Sports Illustrated's Muhammad Ali Legacy Award from Beyonce on Tuesday night, Dec. 5, 2017, and promised that

Ein ikonisches Bild: Eli Harold, Colin Kaepernick und Eric Reid knien 2016 während der US-Hymne. Quarterback Drew Brees stört sich bis heute daran. Bild: AP/AP

Das Knie-Problem ist zurück in der NFL – wegen Super-Star Drew Brees

Die aktuellen «Black Lives Matter»-Proteste in den USA spülen die Diskussion um die Proteste von NFL-Star Colin Kaepernick wieder an die Oberfläche. Quarterback Drew Brees sorgt mit seinen Aussagen ligaweit für Empörung.



In wenigen Sportarten spielen Schwarze eine grössere Rolle als im American Football. In diesem Jahr machten sie rund 70 Prozent aller Spieler in der National Football League (NFL) aus. Kein Wunder also, dass der Tod von George Floyd und die daraus neu aufgeflammte Protestbewegung «Black Lives Matter» auch in den Kreisen der Liga diskutiert wird.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass das Thema Rassismus den öffentlichen Diskurs der NFL bestimmt. Im Sommer 2016 kniete sich Colin Kaepernick, Quarterback bei den San Francisco 49ers, während der US-Hymne hin und protestierte so schon damals gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Doch statt Verständnis zu zeigen und einen der Starspieler zu unterstützen, machte die NFL Kaepernick zum Sündenbock. Die 49ers trennten sich kurz darauf vom damals 29-Jährigen und die Liga führte eine Regel ein, die es den Spielern verbot, während der Hymne niederzuknien.

Dementsprechend wurde es auch nicht gut aufgenommen, als sich NFL-Commissioner Roger Goodell plötzlich zu einer Kehrtwende entschied und schrieb, dass es «in dieser Thematik dringenden Handlungsbedarf» gebe.

Nun ist der Start der neuen NFL-Saison (geplant am 10. September) noch einige Zeit weg und doch ist er bereits jetzt wieder Thema. Die Frage ist aufgetaucht, ob es künftig bei der Hymne wieder zu «Take a knee»-Aktionen kommen wird.

Einer, der das nicht dulden will, ist New-Orleans-Saints-Quarterback Drew Brees. Im Gespräch mit Yahoo sagte der 41-Jährige:

«Ich werde nie damit einverstanden sein, dass jemand unsere Flagge und unser Land nicht respektiert. Wenn die Hymne spielt und ich unsere Flagge sehe, sehe ich meine zwei Grossväter, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben riskiert haben. Oft rührt mich das zu Tränen, daran zu denken, was alles geopfert werden musste für die Freiheit dieses Landes. Ob hier alles okay ist? Nein, natürlich nicht. Aber ich glaube, bei der Hymne mit der Hand auf dem Herz dazustehen, das zeigt Einigkeit.»

Drew Brees, Quarterback New Orleans Saints.

Brees Aussagen sorgten für harsche Kritik – auch bei Teamkollegen des Quarterbacks. Malcolm Jenkins, Safety bei New Orleans, veröffentlichte ein vierminütiges Video, in dem er seinen Mitspieler direkt ansprach. Unter Tränen sagte der 32-Jährige:

«Wenn ich das Spielfeld verlasse und meinen Helm abziehe, bin ich ein schwarzer Mann, der in Amerika herumläuft. Und ich sage dir, dass ich mich mit diesen Dingen herumschlagen muss. Ich sage dir, dass sich die schwarze Gemeinschaft mit diesen Dingen herumschlagen muss. Wenn du das nicht verstehst, bist du Teil des Problems.»

Wide Receiver Michael Thomas, ebenfalls bei New Orleans unter Vertrag, reagierte auf Twitter nur mit einem erbrechenden Emoji. Und Richard Sherman, Cornerback bei den 49ers, meinte: «Bei ihm ist schon längst alles verloren. Dass du das Militär einbringst, um dem unangenehmen Gespräch über Brutalität und Gleichberechtigung aus dem Weg zu gehen, ist Teil des Problems.»

Auch andere Stars der Liga melden sich zu Wort. Green-Bay-Packers-Quarterback Aaron Rodgers schrieb auf Instagram: «Es ging nie um die Flagge oder die Hymne. Nicht damals und nicht jetzt. Wir müssen mit offenen Herzen zuhören und daraus lernen.»

Mittlerweile ist der Diskurs längst sportartenübergreifend, denn auch Basketball-Star LeBron James hat Drew Brees direkt angegriffen: «Du verstehst wirklich immer noch nicht, warum sich Kaepernick damals hingekniet hat. Das hat überhaupt nichts mit Respektlosigkeit gegenüber dem Land und unseren Soldaten zu tun. Mein Schwiegervater hat auch gedient und er hat ‹Kaps› Protest nie respektlos gefunden. Denn er und ich wissen beide genau, was richtig und was falsch ist.»

Wann die neue NFL-Saison wieder beginnt, ist aufgrund der Coronavirus-Krise noch nicht gesichert. Doch wenn es so weit ist, scheint es realistisch, dass wieder vermehrt Spieler zur Hymne knien werden. Gerade wegen den Worten von Drew Brees. Der Saints-Quarterback hat sich auf Instagram zwar mittlerweile für seine Worte entschuldigt, doch der Schaden war da bereits angerichtet.

Die Entschuldigung von Brees:

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

I would like to apologize to my friends, teammates, the City of New Orleans, the black community, NFL community and anyone I hurt with my comments yesterday. In speaking with some of you, it breaks my heart to know the pain I have caused. In an attempt to talk about respect, unity, and solidarity centered around the American flag and the national anthem, I made comments that were insensitive and completely missed the mark on the issues we are facing right now as a country. They lacked awareness and any type of compassion or empathy. Instead, those words have become divisive and hurtful and have misled people into believing that somehow I am an enemy. This could not be further from the truth, and is not an accurate reflection of my heart or my character. This is where I stand: I stand with the black community in the fight against systemic racial injustice and police brutality and support the creation of real policy change that will make a difference. I condemn the years of oppression that have taken place throughout our black communities and still exists today. I acknowledge that we as Americans, including myself, have not done enough to fight for that equality or to truly understand the struggles and plight of the black community. I recognize that I am part of the solution and can be a leader for the black community in this movement. I will never know what it’s like to be a black man or raise black children in America but I will work every day to put myself in those shoes and fight for what is right. I have ALWAYS been an ally, never an enemy. I am sick about the way my comments were perceived yesterday, but I take full responsibility and accountability. I recognize that I should do less talking and more listening...and when the black community is talking about their pain, we all need to listen. For that, I am very sorry and I ask your forgiveness.

Ein Beitrag geteilt von Drew Brees (@drewbrees) am

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    Alle Leser-Kommentare
  • TheGoblin 05.06.2020 09:57
    Highlight Highlight Ob jemand ein Problem versteht oder nicht, wenn er seine Meinung dazu äussert ist es... seine Meinung! Das immerwährende "sagen was ich denke - und mich dafür einen Tag später entschuldigen", das ist der Killer für eine echte Diskussion. Wenn der gute halt Mann denkt, dass es Respektlos ist sich während der Hymne niederzuknien ist das sein gutes Recht das auch so zu sagen. Man mag damit einverstanden sein oder nicht - er hat niemandem weh noch etwas unrechtes getan. Die Deutung einer Haltung steht nicht nur einer Seite zu. Nie. Das ist das grundlegende Problem, welches viele ignorieren.
    • Samurai Gra 06.06.2020 09:01
      Highlight Highlight Es steht aber auch jedem Frei mit seiner Haltung nicht einverstanden zu sein und das auch zu sagen.
      Auch das gehört zu einer Diskussion, Meinungsfreiheit bedeutet nicht man kann seine Meinung Unwidersprochen kundtun, man darf eben auch Widersprechen.
  • AFir 05.06.2020 09:43
    Highlight Highlight Einigkeit? Was für eine Einigkeit? So ein Stuss redet der da... und dass die immer noch mit Stolz drauf rumreiten, mal Deutschland besiegt zu haben, damit bloss die jüngeren Gräueltaten vergisst, kommt mir in etwa so wie Israel vor, die die schlimmen Ereignisse im Holocaust als Rechtfertigung für alle schlimmen Dinge verwenden, die sie jetzt anstellen und jeden Kritiker automatisch als Antisemit diskreditieren. Weit gezogene Vergleiche, aber solches Gedankengut, den falschen Stolz und Patriotismus mit Inbrunst zu skandieren zeugt von beidseitig krampfhaft geschlossenen Augen - seit 80 Jahren.
  • NathanBiel 04.06.2020 23:54
    Highlight Highlight Ein Volk von Heuchlern. Zuerst grosse Klappe und wenn zuviel Gegenwind kommt entschuldigen. Wie erbärmlich. Entweder du stehst zu deinem Wort oder du bist ein rückgradloser Opportunist!
  • danster 04.06.2020 23:25
    Highlight Highlight Recht hat er. Und wo waren all die anderen ach so moralisch überlegenen Sportler und Celebrities als Brees im März 5 Millionen für die armen in Louisiana gespendet hat? Und ich denke wir wissen alle was diese Leute mehrheitlich für eine Hautfarbe haben.

    Also Ihm hier Rassismus vorzuwerfen ist genau so lächerlich wie ignorant. Ich werde weiterhin gerne mein Brees Shirt tragen.
    • joe 05.06.2020 07:43
      Highlight Highlight Eine gute Tat (ja das war es) gibt Ihm kein Recht die Aktivisten die knien zu verurteilen und Ihnen vorzuwerfen Sie respektieren das Land und die Flagge nicht. Ich denke nicht das er Rassist ist. Ich glaube das er es nicht vorstellen kann wie schlimm es ist.
      Niemand kann sich in die Situation eines anderen Menschen versetzen wenn er es nicht schon selbst erlebt hat. Aber man kann es versuchen und Empathie zeigen. Es war nicht sehr empathisch von Ihm...
    • MrBlack 05.06.2020 11:21
      Highlight Highlight Ich denke, das Hauptproblem sind nicht die Minderheit an Rassisten, sonder eine Mehrheit, die einen systemimmanenten Rassismus/eine systemimmanente Ungleichbehandlung akkzeptieren bzw. nicht verurteilen. Dies führt zu einer Ungleichbehandlung, die nicht auf eine Person zurückgeführt werden kann & gibt dann wiederum den Rassisten Auftrieb, indem sie nicht kontrolliert/bestraft/konfrontiert werden.
  • Sapientia et Virtus 04.06.2020 22:52
    Highlight Highlight Manche scheint es zu stören, dass es Leute gibt, die anderer Meinung sind als sie...
    • Mia_san_mia 05.06.2020 03:49
      Highlight Highlight Dieser Fall hat aber nichts damit zu tun 🤦‍♂️
  • insert_brain_here 04.06.2020 22:44
    Highlight Highlight „ Oft rührt mich das zu Tränen, daran zu denken, was alles geopfert werden musste für die Freiheit dieses Landes.“

    Mich rührt es manchmal auch zu Tränen wenn ich daran denke was der amerikanischen Freiheit so alles geopfert wurde. Ein paar Millionen Koreaner, ein paar Millionen Vietnamesen, bei den Arabern dürfte es auch in die Millionen gehen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit...
  • Doppelpass 04.06.2020 22:38
    Highlight Highlight Vielleicht kapierts Brees ja noch und zeigt Einigkeit und Valerlandsliebe in den er bei der Hymne mit seinen schwarzen Teamkollegen kniet.
    Seine Opas haben nähmlich mit grosser Wahrscheinlichkeit für Freiheit und Gerechtigkeit ihr Leben riskiert.
    Als könne er auch etwas für die Gerechtigkeit riskieren. Wenn auch nicht gerade sein Leben.
  • Raembe 04.06.2020 22:17
    Highlight Highlight Ich kapier eh nicht ganz warum knien für viele so ein Problem stellt. Man stört weder die Hymne noch die anderen Zuhörer. Und disrespektierlich ist es auch nicht wirklich.
  • Ich-meins-doch-nicht-so 04.06.2020 21:40
    Highlight Highlight Die Entschuldigung, fix fertig getextet von einem PR-Berater inkl. heuchlerischem Stockbild finde ich noch widerlicher als sein Kommentar. Das Thema ist schon zu lange präsent, Drews Aussage also kaum ein unbedachter Kommentar.
    Für alle, die wie er und ich nicht betroffen sind von Alltagsrassismus und der realen Bedrohung, die aus einer stärkeren Pigmentierung resultiert: Weniger senden, mehr zuhören und verstehen.
  • DruggaMate 04.06.2020 18:53
    Highlight Highlight Ich habe auch erst kürzlich gelernt, wie obsessiv die Amis ihre Flagge und ihre Hymne verehren. Diese repräsentative Verherrlichung der F. und H. wird ihnen schon als Kinder eingerichtet und ist omnipräsent im Alltagsleben. Für viele ist ein Protest während der Hymne gleichbedeutend, als würden jemand öffentlich sagen, man hasse Amerika. Sie wurden schlicht so erzogen. Sie wissen es nicht besser. Und bedauerlicherweise bläst die fette Orange aus lauter Unwissenheit ins selbe Horn und befeuert dies Bildungslücke vieler Amis noch.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 05.06.2020 09:12
      Highlight Highlight Mein Blitz dafür, dass du schreibst, Trump handle aus lauter Unwissenheit. Das tut er mit Sicherheit ganz bewusst.
    • DruggaMate 05.06.2020 09:26
      Highlight Highlight Die Unwissenheit war auf die Verherrlichung und den Stellenwert der Flagge und Hymne bezogen. Da denke ich wirklich, dass Trump auch selbst glaubt, man Hasse Amerika, wenn man sich "respektlos" dagegen zeigt.

      Aber sonst hast du recht. Der weiss genau was er tut.
  • Erklärbart. 04.06.2020 18:12
    Highlight Highlight "Ich werde nie damit einverstanden sein, dass jemand unsere Flagge und unser Land nicht respektiert. Wenn die Hymne spielt und ich unsere Flagge sehe, sehe ich meine zwei Grossväter, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben riskiert haben."

    Deine Grossväter in Ehren, aber genau so riskieren Millionen Menschen ihr Leben - nur weil sie schwarz sind. Und das nicht im zweiten Weltkrieg, sondern heute, 2020.

    Und wenn du mit jemandem nicht einverstanden bist, dann mit deinem super Präsidenten der die Werte deiner Nation gerade mit Füssen tritt.
  • John Galt 04.06.2020 17:30
    Highlight Highlight Da werden einige Offensive Lineman ein schönes Ziel habe wenn es wieder los geht.
    • pontifex_maximus 04.06.2020 20:34
      Highlight Highlight Um für Brees zu blocken?!
    • Dragonlord 04.06.2020 21:26
      Highlight Highlight Also meinst Du, die eigene Offense wird Brees attackieren? ;)
      Du bringst da die Defense mit der Offense durcheinander. Wenn Brees auf dem Feld ist, steht ihm die Defense gegenüber, folglich keine OL, sondern Defensive Tackle, Defensive End oder Linebacker, die ihn zu Fall bringen wollen.
    • joe 04.06.2020 21:58
      Highlight Highlight Seine O-Line wird einfach aus dem Weg gehen...!
  • Frässe 04.06.2020 17:23
    Highlight Highlight Ist ja klar ein weisser Mann ist dagegen. Wundert mich kein Stück er ist ja nicht betroffen.
  • Magnum 04.06.2020 17:17
    Highlight Highlight Brees ist echt ein dämlicher Hund. Er hätte so viele Chancen gehabt, farbige NFL-Spieler direkt und persönlich nach ihren Motiven für diese Art von Protest zu fragen. Er hat es vorgezogen, die Unterstellungen von Trump für bare Münze zu nehmen. Wie gesagt: ein dämlicher Hund, leicht mit Unwahrheiten abzuspeisen.

    Im Vietnam- und dann noch mehr in den Golfkriegen haben viele Farbige ihr Leben riskiert. Leider sehen diese Farbigen beim Anblick vom Star Spangled Banner aber auch 150 Jahre Unterdrückung und Diskriminierung, die bis heute anhält. Darum die Protestgeste.
  • homo sapiens melior 04.06.2020 17:13
    Highlight Highlight 70% der Spieler sind schwarz, aber die Bosse sind weiss? So ein Zufall.
  • kupus@kombajn 04.06.2020 16:32
    Highlight Highlight "was alles geopfert werden musste für die Freiheit dieses Landes."

    Wessen Freiheit?!
  • bruuslii 04.06.2020 16:30
    Highlight Highlight " Faschistische Bewegungen vertreten „eine Staatsbürgermoral, die von der absoluten Unterordnung des Bürgers unter den Staat ausgeht, von der totalen Hingabe des Individuums an die Nation, von der Disziplin, der Männlichkeit, der Kameradschaft, dem kriegerischen Geist.“ "

    https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie#Gemeinsame_Merkmale_faschistischer_Bewegungen
  • Donald 04.06.2020 16:27
    Highlight Highlight Das bestätigt auch einmal mehr das verkorkste Bild vom Nationalstolz...
  • Diskoo 04.06.2020 16:18
    Highlight Highlight Und Kaepernicks Karriere ist trotzdem vorbei. Das ist bestimmt - nur auf die NFL bezogen - etwas vom unfairsten was im Nachhinein gesehen, passiert ist.

    Goodell macht's sich einfach und springt auf den Zug auf - Wie wärs, wenn er Kaepernick irgendwo anbietet? Als Wiedergutmachung?!
  • Dwight D Eisenhower 04.06.2020 16:10
    Highlight Highlight Die Hymne oft das Einzige wo die Amis vereint...
    Sie wird praktischvon allen NFL Spielern gesungen, mit Stolz.
    Jemand der bei einer Hymne protestiert, egal ob der israelischen, russischen, türkischen oder aemerikanischen. Hat in meinen Augen 0 Respekt verdient.
    NFL damals super reagiert und ich hoffe sie wird wieder tun...
    Mal sehen wie die Spieler dann reagieren schlussendlich wird der Rubel siegen
    • Donald 04.06.2020 17:48
      Highlight Highlight Diese Ansicht zur Hymne ist auch etwas, was die USA mit China vereint...
    • Curly Turkey 04.06.2020 19:03
      Highlight Highlight Warum ist den Menschen bloss so wichtig, aus welchem Land sie stammen?

      Wieso ist es dir offenbar so wichtig?

      Warum hat ein Stück Musik namens Hymne eine solchen Stellenwert?

      Was hat die Zugehörigkeit zu einem "Heimatland", dieses zufällige Resultat der Begleitumstände einer Geburt, mit Stolz zu tun?

      Und warum muss man, wenn man diese Fragen wohl anders beantwortet als ich, gleich mit dem Argument "Rubel" kommen?
    • Dwight D Eisenhower 05.06.2020 10:12
      Highlight Highlight @Curly
      Du lebst im Schlaraffenland. Sei stolz auf dieses Land. Schweiz vom Armenhaus Europas zur Weltspitze...
      Hymne zeigt den Zusammenhalt, wenn du es nicht spührst dann bist du halt vielleicht an einem openair in der crowd glücklicher... Die Coronakrise zeigt aber, dass am schluss jeder nur für sich schaut.
      Ewig Unterdrückte Völker singen die Hymne auch mit Inbrunst... Ist doch rinfach dchön, lass uns das und respektiere es
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  • Timiböög 04.06.2020 15:52
    Highlight Highlight Bin kein Saints-Fan aber ich fand Brees immer ein toller Typ. Mit diesem Kommentar buw. seiner Einstellung hat sich mein Bild von ihm nun drastisch verändert. Schade, dass so ein „grosser“ Mann solch schwache Worte ins Mund nimmt.
  • measy88 04.06.2020 15:48
    Highlight Highlight Kaepernick ist selber aus dem Vertrag ausgestiegen, aber ja er wäre sonst wohl entlassen worden.

    Mittlerweile hat sich Brees zwar entschuldigt, aber Taten sprechen nun mal lauter als Worte... Es wäre wohl an der Zeit, dass er an einer friedlichen Demo in New Orleans mit seinen Teamkollegen teilnimmt.

    https://profootballtalk.nbcsports.com/2020/06/04/drew-brees-it-breaks-my-heart-to-know-the-pain-i-caused/
    • Ueli der Knecht 04.06.2020 16:44
      Highlight Highlight Gut wäre auch, wenn er sich mit seinen schwarzen Teamkollegen solidarisiert, Respekt zeigt, und bei der Nationalhymne ebenfalls niederkniet.
  • Connor McJesus 04.06.2020 15:31
    Highlight Highlight Zeigt einfach, dass es ihm entweder egal ist oder er einfach - sorry - zu blöd ist, um zu sehen, um was es geht.
    Würde sicher nicht schaden, wenn er sich etwas in Empathie für ~70% seiner "Brüder" üben würde, die ihn beschützen und sicher gut 80% seiner Passing Yards gefangen haben.
    Jenkins wird auf jeden Fall (wieder) ein Wortführer werden in New Orleans, einer der grössten Leader in der NFL.
    • Kyle C. 04.06.2020 16:25
      Highlight Highlight Ich denke weder noch. Klar ist es BS was er sagt. Und ich will auch nicht relativieren. Ich kenne den Typen nicht und es ist mir auch egal was er sagt.

      Fakt ist aber, dass es in den USA einen gewissen Patriotismus gibt, der für uns kaum nachvollziehbar ist. Der US-Flagge, Hymne oder sonst einem US-Symbol nicht den Respekt erweisen, ist für viele eine absolute Schande. Dieser Patriotismus ist nicht selten mit einem strengen (Pseudo-)Glauben verbunden. Es sind solche Menschen, die Trump mit seinem Stunt vor der Kirche adressieren wollte. Und aus meiner Sicht ist das sehr oft nur Heuchelei.
    • 90er 04.06.2020 17:46
      Highlight Highlight Was ich noch nie verstanden habe bei der Dikussion. Wieso soll hinknien dem Respekt schaden? Er boykotiert weder die Hymne noch ist er abwesend. Das einzige was er tut ist hinknien und dadurch für eine wichtige Sache einstehen. Es schadet absolut niemandem etwas wenn er kniet, auch jedem extremen Patriot könnte es doch egal sein sein. Das zeigt einfach das es garnicht ums knien geht sondern um was ganz anderes.
    • BernensisU 04.06.2020 21:12
      Highlight Highlight @90er: Das verstehe ich auch nicht. Als Kaep mit dem Protest begonnen hat, ist er zuerst einfach Sitzen geblieben bei der Hymne. Irgendein Navy-Seal hat dann das Gespräch mit ihm gesucht und er hat sich bereit erklärt, zu knien. Ich finde die Pose zeigt einerseits einen gewissen Respekt für die Flagge (für die Amis ist das ja offenbar unglaublich wichtig), andererseits aber auch eine klares Zeichen des Protests: Hey, da stimmt etwas brutal nicht und das muss sich ändern. Die Leute, die das Knien nicht wollen, verbieten dadurch ja gerade die Freiheit, die sie stets so hochhalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madiba 04.06.2020 15:23
    Highlight Highlight Meine Fresse Drew... Ich kann Richard Sherman nur beipflichten, auf den Punkt gebracht!

    Dieses übertriebene zelebrieren des eigenen Nationalstolzes, der eigenen Flagge und des Militärs trägt mit dazu bei, dass die USA ein solch kaputtes Land ist.

    • Oban 04.06.2020 18:10
      Highlight Highlight Naja was das anbeten eines Stücks mehrfarbigen Stoff alles ausmachen kann.
      Ich verstehe diesen übertrieben Nationalstolz auch nicht und das obwohl ich an entlichen Spielen live war.
    • Darkside 05.06.2020 01:52
      Highlight Highlight Erinnere mich gut daran als Soldaten am Superbowl Trümmerteile vom Ground Zero ins Stadion getragen haben. USA! USA! 🤦🏻‍♂️
      Kaputt ist der richtige Ausdruck.
  • Berserktiger 04.06.2020 15:21
    Highlight Highlight Es ist auch interessant, wie manche Fanboys Brees' Aussagen zu relativieren versuchen, weil er sich ja nicht explizit gegen die Proteste stellt. Dass er aber das Niederknien bei der Hymne als weniger friedlich auffasst, als auf der Strasse zu demonstrieren (weil die arme US-Flagge anscheinend mehr Schutz benötigt als eine ganze Bevölkerungsgruppe) spricht auch Bände über seine geistigen Fähigkeiten und natürlich auch die seiner Gefolgschaft.
    • famefo 04.06.2020 17:12
      Highlight Highlight Das hat er so auch nie gesagt. Er findet es respektlos, dass man während der Hymne kniet. Sein gutes Recht. Genauso wie andere die Geste als stark und nötig empfinden. 2 Meinungen zu einer Geste, die beide nachvollziehbar sind. Noch einmal, es geht hier um diese Geste, nicht um das Thema Rassismus
    • Magnum 04.06.2020 17:33
      Highlight Highlight Diese Geste lässt sich in keiner Weise vom Thema Rassismus loslösen, @famefo.

      Es geht eben genau darum, dem Symbolismus vom «Land of the Free» die ohnmächtige Verbitterung der Diskriminierten entgegen zu halten.

      Ohne den strukturellen Alltagsrassismus in den USA hätte Kaepernick nie mit dieser Geste angefangen.

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