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Mikaela Shiffrin nahm das Aus im Kombi-Slalom mit Fassung.
Mikaela Shiffrin nahm das Aus im Kombi-Slalom mit Fassung.Bild: keystone

Shiffrin über ihr nächstes Olympia-Drama: «Habe keine Emotionen mehr, um mich zu ärgern»

17.02.2022, 10:1417.02.2022, 12:31

Als ernsthafte Medaillen-Anwärterin in jeder der fünf Einzel-Disziplinen war Mikaela Shiffrin zu den Olympischen Winterspielen nach Peking gereist, ihren Heimweg muss sie nun aber ohne Einzel-Medaille im Gepäck antreten. Wie schon im Riesenslalom und im Slalom schied die 26-jährige Amerikanerin auch im Kombi-Slalom nach wenigen Fahrsekunden aus.

Die beste Slalomfahrerin, die der Skisport wohl je gesehen hat, starrte nach ihrem Aus beim zwölften Tor wieder einmal ungläubig auf die Strecke, hatte ihre Emotionen dieses Mal aber im Griff. Noch auf der Strecke diskutierte Shiffrin angeregt mit der Schweizerin Priska Nufer, die ebenfalls ausgeschieden war.

Shiffrin und Nufer diskutieren über ihr Ausscheiden im Kombi-Slalom.
Shiffrin und Nufer diskutieren über ihr Ausscheiden im Kombi-Slalom.Bild: keystone

Im Zielraum war sie dann mehr oder weniger rat- und emotionslos. «Ich habe gerade keine Erklärung für das, was passiert ist», versuchte Shiffrin zu analysieren «Ich konnte mich heute im Gegensatz zum Spezial-Slalom gut fokussieren. Das Gefühl war gut, aber dann war ich plötzlich neben der Piste und ich konnte nichts dagegen tun. Das ist mir in meiner Karriere noch nie passiert. Ich verstehe es nicht und ich habe auch keine Emotionen mehr, um mich darüber zu ärgern.»

Dass es so kommen könnte, hatte Shiffrin schon bei Halbzeit befürchtet. Nachdem sie die Kombi-Abfahrt mit einem gut aufholbaren Rückstand von 0,56 Sekunden auf die Spitze beendet hatte, gab sie zu, dass sie mit ihrem Selbstvertrauen im Slalom zu kämpfen habe. «Ich weiss nicht, ich muss die Vorstellung überwinden, dass ich am fünften Tor ausfallen werde», sagte sie zwischen den beiden Läufen. Zuvor hatte sie schon über Albträume berichtet.

Shiffrin gab im Zielraum auch zu, Mühe mit der Situation bei Olympischen Spielen zu haben. «Leider kannst du bei Olympia nicht viel tun, das dich glücklich macht – ausser zu gewinnen», erklärte sie. «Eigentlich sollte es nicht immer ums Gewinnen gehen, doch beim Sport geht es nun mal darum, die schnellste Zeit zu haben.»

Trotz allem nehme sie viel Positives aus Peking mit. «Ich bin in den Trainings oder in der Abfahrt gut Ski gefahren», sagte Shiffrin. Darauf könnte sie stolz sein. «Aber leider habe ich am Ende nichts vorzuweisen und das ist einfach frustrierend.» Sie habe in ihrer Karriere jedoch schon so viele Erfolge feiern können und jetzt sei es halt für einmal nicht aufgegangen.

Nun bleibt ihr als letzte Chance für Edelmetall noch der Team-Event. Doch in diesem werden der USA höchstens Aussenseiterchancen gegeben. Shiffrin dazu: «Wahrscheinlich sollte ich einfach aufhören. Aber ich werde mich jetzt auf den Teamwettkampf vorbereiten.» (pre)

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