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Chelsea: Keine Tickets, kein Transfer wegen Abramowitsch-Sanktionen

FILE - Chelsea soccer club owner Roman Abramovich attends the UEFA Women's Champions League final soccer match against FC Barcelona in Gothenburg, Sweden on May 16, 2021. Abramovich on Wednesday, ...
Aufgrund der britischen Sanktionen kann Roman Abramowitsch den Fussballklub Chelsea derzeit nicht verkaufen.Bild: keystone

Sanktionen gegen Abramowitsch treffen Chelsea: Kein Ticketverkauf, keine Transfers

Roman Abramowitsch will den FC Chelsea verkaufen. Nun hat die britische Regierung jedoch Sanktionen gegen den russischen Oligarchen verhängt. Allerdings gibt es auch Ausnahmen.
10.03.2022, 11:1810.03.2022, 15:45
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Der russische Besitzer des FC Chelsea, Roman Abramowitsch, wurde am Donnerstag von der britischen Regierung sanktioniert. Das finanzielle Vermögen des 55-Jährigen werde eingefroren. Zudem sind ihm Transaktionen mit britischen Privatpersonen und Unternehmen verboten. Ausserdem wurde er mit einem Reise- und Transportverbot belegt.

Alle News zum Krieg in der Ukraine gibt es hier:

Aber: Abramowitsch erhält eine Sonderlizenz für die Arbeit mit dem FC Chelsea. Der Verkauf des Klubs wird jedoch vorerst ausgesetzt. Vergangene Woche hatte er angekündigt, die «Blues» im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine abzugeben.

Verkäufe von Tageskarten müssen gestoppt werden

Von den Sanktionen sind auch die Chelsea-Fans betroffen. Denn neue Tickets darf der Klub vorerst nicht verkaufen. Dauerkarteninhaber dürfen weiter ins Stadion gehen, ihre Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Auch alle Jobs sind gesichert. Jedoch darf Abramowitsch als Eigentümer kein neues Geld mit dem Verein verdienen, weshalb die Verkäufe von Tageskarten für einzelne Spiele gestoppt werden müssen. Auch Fanartikel darf Chelsea keine mehr verkaufen.

Die sportliche Zukunft des Champions-League-Siegers ist ebenfalls plötzlich unsicher geworden. Die Sanktionen gegen Abramowitsch bedeuten auch, dass Chelsea keine neuen Vertrage abschliessen oder Transfers tätigen darf. Dauert die Einschränkung noch länger an, wären die «Blues» so im Sommer etwa nicht in der Lage, die auslaufenden Verträge von Antonio Rüdiger, Andreas Christensen oder Saul Niguez zu verlängern. Die britische Regierung will die Sanktionen frühestens im Mai revidieren.

«Wir beabsichtigen, Gespräche mit der britischen Regierung über den Umfang der Lizenz zu führen», teilte der Verein mit. Dies beinhalte die Einholung einer «Genehmigung, die Lizenz zu ändern, damit der Klub so normal wie möglich weiterarbeiten kann».

Abramowitsch ist seit 2003 Eigentümer. Dem Russen droht ein Milliardenverlust, da er den Klub schnell loswerden muss. Ein Verkauf wäre theoretisch immer noch möglich, aber nur wenn der Russe keinen Rappen daran verdient und die britische Regierung ihr Einverständnis gibt. Abramowitsch hatte mit einer Verkaufssumme von rund drei Milliarden Pfund (etwa 3,6 Milliarden Franken) gerechnet. Zuletzt hiess es jedoch aus England, dass diese Summe wohl keiner der Interessenten zahlen wolle. Ein Kaufpreis von nur zwei Milliarden Pfund (rund 2,4 Milliarden Franken) erscheint wohl als realistischer. (abu/t-online.de)

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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heinz g
10.03.2022 14:30registriert August 2021
Und weshalb darf ein Scheich aus Saudi Arabien die gegen Jemen Krieg führen einen Englischen Verein Kaufen`? Gehören die nicht auch Sanktioniert?
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Bartlome
10.03.2022 12:49registriert Dezember 2021
Er wollte doch den Erlös aus dem Verkauf an die Ukraine spenden? Jetzt darf er den Klub evtl. Verkaufen, wenn er dadurch keinen Gewinn erzielt. Ich weiss nicht wie viel, Nettoerlös bei solch einem Verkauf entsteht, abr ich denke für die Ukraine wäre es doch hilfreich gewesen.
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harbourCity
10.03.2022 12:59registriert Januar 2021
Gute Entwicklung für den Fussball. Falls es Chelsea nun "lüpft" ist das hoffentlich ein Zeichen, dass man sich über die Investoren Gedanken machen soll.
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