Sport
Ski

Marco Büchel bezweifelt, dass im Winter Ski-Rennen stattfinden werden

Switzerland's Lara Gut-Behrami reacts in the finish area of an alpine ski, women's World Cup super G, in Garmish Partenkirchen, Germany, Sunday, Feb. 9, 2020. (AP Photo/Giovanni Auletta)
Momentan können die Ski-Cracks noch keine Materialtests durchführen.Bild: AP

Marco Büchel über die Corona-Krise: «Kann mir im kommenden Winter keine Rennen vorstellen»

04.05.2020, 12:5404.05.2020, 13:33

Der frühere Skirennfahrer und jetzige TV-Experte Marco Büchel befürchtet eine Absage der nächsten Alpin-Saison wegen der Corona-Krise.

Er frage sich, «ob wir überhaupt einen Weltcup-Winter erleben werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir Rennen fahren», sagte der Liechtensteiner in einem Podcast von skionline.ski am Wochenende. «Der Kalender wird sich definitiv stark verändern».

Der ehemalige Speedspezialist, der aktuell unter anderem Teil einer Arbeitsgruppe im Weltverband FIS ist, erinnerte daran, dass viele Rennveranstalter fest auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind.

Der Liechtensteiner Marco Buechel schied am Dienstag, 30. Januar 2001, bei der Ski Weltmeisterschaft in St. Anton im Super-G aus. Gewonnen wurde das Rennen vom Amerikaner Daron Rahlves. (KEYSTONE/Stef ...
Marco Büchel gehörte einst zu den besten Speed-Fahrern der Welt.Bild: KEYSTONE

«Es ist absolut undenkbar, dass wir vor der Entdeckung eines Impfstoffs Zuschauer zulassen können. Diese Abstandsregeln sind einfach nicht durchsetzbar. Wir werden ausschliesslich Geisterrennen fahren. Die Frage ist: Können sich das die Veranstalter leisten?»

Zuhause statt auf den Gletschern

Schon aktuell habe die Krise grosse Auswirkungen. Normalerweise stünden um diese Jahreszeit nämlich Materialtests der Skifirmen und Verbände auf Gletschern oder in Skigebieten in der südlichen Hemisphäre an.

Wegen der Reisebeschränkungen ist dies aber weitgehend unmöglich, vor allem für Teams aus Ländern ohne eigene Gletscher. «Das könnte das Bild verzerren, das ist für mich nicht ganz in Ordnung», sagte der 48-Jährige. Er sehe «keine Möglichkeit, wie man für Gerechtigkeit sorgen könnte». (dab/sda/apa/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen
Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots
1 / 80
Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots
Der italienische Serie-B-Klub Delfino Pescara spielt 2020/21 in den Trikots, die der sechsjährige Luigi entworfen hat. Der Junge gewann einen Wettbewerb.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Unterhaltung trotz Corona-Lockdown – so ist Reiten, Reisen und Skifahren wieder möglich
Video: watson
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Hottigers Knallertor versenkt Italien – die WM-Quali liegt in der Luft
1. Mai 1993: Marc Hottiger schiesst die Schweiz zum 1:0-Erfolg gegen Italien und stösst das Tor zur ersten WM-Qualifikation der Nati nach 28 Jahren weit auf. Eine Enttäuschung gibt es für ihn nach dem Spiel beim (versuchten) Leibchentausch.
Das Leben eines Nati-Fans anfangs der 1990er-Jahre ist hart. 1966 qualifizierte sich die Equipe letztmals für ein grosses Turnier und vor der WM-Qualifikation wird das Team in eine schwierige Gruppe mit Italien, Portugal und Schottland gelost. Roy Hodgson hat zwar im Sommer 1992 übernommen, aber nach dem zweiten Testspiel (0:2 gegen Bulgarien) würde wohl niemand auf eine WM-Teilnahme der Eidgenossen wetten.
Zur Story