Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Switzerland's Lara Gut-Behrami reacts in the finish area of an alpine ski, women's World Cup super G, in Garmish Partenkirchen, Germany, Sunday, Feb. 9, 2020. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Momentan können die Ski-Cracks noch keine Materialtests durchführen. Bild: AP

Marco Büchel über die Corona-Krise: «Kann mir im kommenden Winter keine Rennen vorstellen»



Der frühere Skirennfahrer und jetzige TV-Experte Marco Büchel befürchtet eine Absage der nächsten Alpin-Saison wegen der Corona-Krise.

Er frage sich, «ob wir überhaupt einen Weltcup-Winter erleben werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir Rennen fahren», sagte der Liechtensteiner in einem Podcast von skionline.ski am Wochenende. «Der Kalender wird sich definitiv stark verändern».

Der ehemalige Speedspezialist, der aktuell unter anderem Teil einer Arbeitsgruppe im Weltverband FIS ist, erinnerte daran, dass viele Rennveranstalter fest auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind.

Der Liechtensteiner Marco Buechel schied am Dienstag, 30. Januar 2001, bei der Ski Weltmeisterschaft in St. Anton im Super-G aus. Gewonnen wurde das Rennen vom Amerikaner Daron Rahlves.  (KEYSTONE/Steffen Schmidt)  === ELECTRONIC IMAGE ===

Marco Büchel gehörte einst zu den besten Speed-Fahrern der Welt. Bild: KEYSTONE

«Es ist absolut undenkbar, dass wir vor der Entdeckung eines Impfstoffs Zuschauer zulassen können. Diese Abstandsregeln sind einfach nicht durchsetzbar. Wir werden ausschliesslich Geisterrennen fahren. Die Frage ist: Können sich das die Veranstalter leisten?»

Zuhause statt auf den Gletschern

Schon aktuell habe die Krise grosse Auswirkungen. Normalerweise stünden um diese Jahreszeit nämlich Materialtests der Skifirmen und Verbände auf Gletschern oder in Skigebieten in der südlichen Hemisphäre an.

Wegen der Reisebeschränkungen ist dies aber weitgehend unmöglich, vor allem für Teams aus Ländern ohne eigene Gletscher. «Das könnte das Bild verzerren, das ist für mich nicht ganz in Ordnung», sagte der 48-Jährige. Er sehe «keine Möglichkeit, wie man für Gerechtigkeit sorgen könnte». (dab/sda/apa/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots

Unterhaltung trotz Corona-Lockdown – so ist Reiten, Reisen und Skifahren wieder möglich

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kommentar

«Skigeld und Berggeist» – wie Ski-General Urs Lehmann das Lauberhorn bezwingt

Der «Fall Lauberhorn» wird einmal als Musterbeispiel der Sportdiplomatie in die Geschichte eingehen. Erstaunlich ist nur, dass überhaupt jemand glaubt, das «Lauberhorn» könnte vom Kalender gestrichen werden.

Das Sportbusiness des 21. Jahrhunderts besteht aus einer Zauberformel. Sie beinhaltet Wahrung der sportlichen Traditionen und Werte, Geldbeschaffung und der Kunst, sich staatlicher Hilfe zu sichern. Gerät diese Zauberformel aus der Balance, gibt es ein Problem. Wie jetzt beim Lauberhorn.

Kaum einer hat diese Problematik so gut verstanden wie Urs Lehmann. Der Abfahrtsweltmeister von 1993 (sein einziger Sieg) ist der Prototyp eines modernen Sportfunktionärs. Er behauptet sich im Spannungsfeld …

Artikel lesen
Link zum Artikel