«Hoffe, auch im nächsten Jahr hier zu gewinnen»: Odermatt schreibt schon wieder Geschichte
Nach 2022, 2023, 2024 und 2025 gewinnt Marco Odermatt auch in diesem Jahr den Riesenslalom von Adelboden. Noch kein Skifahrer zuvor konnte am Chuenisbärgli fünfmal hintereinander den traditionellen «Riesen» für sich entscheiden.
Die Freude bei Odermatt war nach dem nächsten Eintrag in die Geschichtsbücher riesig. Gegenüber SRF sagte der 28-Jährige: «Es ist mega. Hier zu gewinnen, ist ohnehin das Schönste.» Der Gesamtweltcupsieger lobte die stets gute Stimmung des Publikums und setzte auch gleich für das nächste Jahr ein Ziel: «Man bekommt die Freude der Zuschauer immer zurück und das ist genial. Darum hoffe ich, auch im nächsten Jahr hier zu gewinnen. Aber nicht wegen der Siegesserie, sondern weil es einfach schön ist, hier der Sieger zu sein.»
Als der nun 51-fache Weltcupsieger gefragt wurde, ob es der komplizierteste Erfolg in Adelboden war, erklärte der glückliche Tagessieger: «Jeder Sieg hier ist kompliziert und hat seine eigene Geschichte.» Der beste Erfolg in Adelboden bleibe aber der allererste, meinte Odi im offiziellen Sieger-Interview.
Bei schwieriger Sicht den Durchblick behalten
Ein grosses Kompliment machte der Nidwaldner den Pistenarbeitern, welche die ganze Nacht durcharbeiten mussten, damit ein faires Rennen über die Bühne gebracht werden konnte. «Auch als letzter Athlet war die Piste noch in gutem Zustand und ich konnte voll angreifen. Es war richtig toll zu fahren. Ein riesiges Kompliment.»
Den ganzen Tag über herrschten schwierige Wetterbedingungen im Berner Oberland. Doch Odermatt schien das sogar zu gefallen, wie er nach dem ersten Durchgang verriet: «Ich mag es, wenn das Wetter nicht so gut ist und man mehr mit Instinkt fahren muss.»
Nach dem ersten Lauf hatte Odermatt bereits fast eine halbe Sekunde Vorsprung auf Lucas Pinheiro Braathen. Auch in der Entscheidung zeigte Odermatt, dass ihm der Schneefall nichts ausmachte. Er hielt den Brasilianer souverän auf Distanz.
Meillard nicht ganz zufrieden
«Ich versuchte, meinen Plan umzusetzen und wieder zu pushen», erklärte Odermatt und führte weiter aus: «Ich spürte den Ski von Anfang an – vielleicht in den ersten drei Toren noch nicht ganz, aber nachher konnte ich gut ziehen. Die Beine begannen zwar zu brennen, aber ich wusste, dass ich bis zum Steilhang nicht schlecht war. Zum Glück konnte ich es durchziehen.»
Nicht ganz so zufrieden war Loïc Meillard, der die Top 5 knapp verpasste. «Wir möchten nicht auf den sechsten Platz fahren, das Ziel war das Podest. Ich weiss, dass ich es besser könnte, es ist ein wenig bitter. Im zweiten Lauf war es sehr dunkel und ich machte zu viele Fehler.»
Ähnlich klang es bei Thomas Tumler, welcher sich im zweiten Lauf noch auf den zwölften Rang vorkämpfen konnte. «Es ist ein Schritt nach vorne, aber noch nicht dorthin, wo ich sein will», erklärte der Bündner, der nach dem ersten Durchgang ausserhalb der Top 20 klassiert war.
