«Geht bei Olympia nicht um die Sportler» – Ledecka schiesst scharf gegen das IOC
Die Olympischen Spiele haben für Ester Ledecka mit einer grossen Enttäuschung begonnen. Die Tschechin, welche im Parallel-Riesenslalom zu den ganz grossen Favoritinnen gehört hatte, scheiterte bereits im Viertelfinal. Danach war die dreifache Olympiasiegerin (zweimal im Snowboard und einmal im Ski alpin) sichtlich frustriert und brach in einem Interview gar in Tränen aus.
Es ist unklar, ob die 30-Jährige jemals wieder die Chance erhält, an Olympischen Spielen auf dem Snowboard an den Start zu gehen. Denn die olympische Zukunft des Parallel-Riesenslaloms ist ungewiss. Neben der Nordischen Kombination steht auch die Snowboard-Disziplin vor dem Aus.
Damit hat Ledecka ziemlich zu kämpfen, wie sie nach ihrem Rennen am Sonntag erklärte und kritisierte dabei das IOC scharf: «Sie hören nicht zu, es geht ihnen bei Olympia nicht um die Sportler, es geht um die Show, die Rennen, das Geld und die Politik.»
Die Tschechin, welche am Donnerstag im Super-G auf den Skis am Start stehen wird, kann nicht nachvollziehen, warum der Parallel-Riesenslalom, welcher erst 2002 in das olympische Programm aufgenommen wurde, auf der Kippe steht. In Livigno waren zahlreiche Fans beim Parallelrennen vor Ort und sorgten für gute Stimmung. «Wenn man sich hier umschaut, dann haben wir wieder bewiesen, dass wir hierhergehören, denn die Leute sind gekommen, um uns zu sehen», sagte Ledecka und hofft darauf, dass nicht nur der Riesenslalom im Programm bleibt, sondern auch noch der Parallel-Slalom neu dazukommen wird. (riz)
