Sport
Sport kompakt

Toronto-Star Phil Kessel rastet wegen Reporterfrage aus - oder doch eher wegen der Kritik an ihm? 

Phil Kessel (links) ist einer der dynamischsten Flügel in der NHL. Mit 41 Punkten aus 40 Spielen belegt er derzeit Platz 10 der Skorerliste.
Phil Kessel (links) ist einer der dynamischsten Flügel in der NHL. Mit 41 Punkten aus 40 Spielen belegt er derzeit Platz 10 der Skorerliste.Bild: Chris O'Meara/AP/KEYSTONE
Feuer im Dach bei den Maple Leafs

Toronto-Star Phil Kessel rastet wegen Reporterfrage aus - oder doch eher wegen der Kritik an ihm? 

07.01.2015, 04:3207.01.2015, 04:51

Die Toronto Maple Leafs stecken mal wieder in der Krise. Obwohl der traditionsreiche Eishockeyclub nach der Hälfte der NHL-Saison gerade noch auf einem Playoff-Platz steht, entliess das Management Coach Randy Carlyle gehen. Begründung: Unter ihm spiele das Team zu unbeständig.

Doch für viele Fans und zumindest einen prominenten Aussenstehenden liegt das Problem nicht beim Coach - sondern bei den Spielern. Allen voran wird Flügelstürmer Phil Kessel kritisiert. Er soll schwer schwierig im Umgang sein und schwer führbar sein.

Dass er solcher Kritik wenig abgewinnen kann, gab Kessel jedoch sogleich einem Reporter zu spüren, als dieser ihn darauf ansprach. Er glaube nicht, dass diese Kritik zutreffe - und überhaupt sei das eine blöde Frage, sagte er. Dann herrscht er den Reporter an: «Denkst Du, es ist mein Fehler? Ist es das, was Du sagst?». Und dann beim Davonlaufen: «Dieser Typ ist so ein Idiot. Er war schon immer so.»

Ausgelöst hatte die Episode eine Bemerkung von Ron Wilson, der bis 2012 selbst die Maple Leafs trainiert hat, bevor er gefeuert und durch Carlyle ersetzt wurde. Viele Spieler seien nicht coachbar, sagte Ron Wilson. «Einige der wichtigen Spieler haben unter zwei oder drei Trainern versagt.» Das Problem liege also wohl eher bei ihnen.

Kessel wirft er vor, dass dieser zwei Wochen gut spiele und dann zwei Wochen wieder schlecht. Und wenn es ihm schlecht laufe, werde er sehr emotional und sei schwierig im Umgang mit Coaches und Mitspielern. «Du kannst Dich nicht auf ihn verlassen.» (trs)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Kap Verde steht im Sechzehntelfinal – Spanien schiesst Uruguay aus der WM
Spanien sichert sich mit dem 1:0 gegen Uruguay den Gruppensieg und schickt die Südamerikaner vorzeitig nach Hause. Der 2. Platz der Gruppe H geht an das erstaunliche Kap Verde.
Die Spanier mussten einiges einstecken für den Sieg im mexikanischen Zapopan. Uruguay ging mit dem blamablen Ausscheiden vor Augen wiederholt unzimperlich in die Zweikämpfe. Einen Platzverweis gegen den zweifachen Weltmeister hätte es schon früher geben können als in der 95. Minute, als der mehrfach negativ aufgefallene Agustin Canobbio vorzeitig in die Kabine musste. Spielerisch brachte Uruguay wenig zustande, egal wie hart die Spieler in die Duelle gingen und wie radikal Nationalcoach Marcelo Bielsa wechselte. Der Treffer von Alex Baena in der 42. Minute blieb der einzige der Partie. Ihm ging ein grosser Patzer von Uruguays Goalie Fernando Muslera voraus.
Zur Story