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Nadal braucht nur 72 Minuten, um die ersten Zweifel abzuschütteln

«Ich wollte nicht enttäuschen»

Nadal braucht nur 72 Minuten, um die ersten Zweifel abzuschütteln

Rafael Nadal kommt bei den Swiss Indoors in Basel zu einem ungefährdeten Auftaktsieg. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich gegen den Italiener Simone Bolelli (ATP 75) 6:2, 6:2 durch.
20.10.2014, 20:1821.10.2014, 06:42

Obwohl er mit einem entzündeten Blinddarm kämpft und fehlende Matchpraxis aufweist, geriet Nadal bei seinem ersten Auftritt in der St. Jakobshalle seit zehn Jahren nicht ins Straucheln. Er feierte vor den 9000 Zuschauern seinen ersten Sieg in Basel. 2003 und 2004 war er jeweils in der 1. Runde gescheitert.

«Ich war ein wenig nervös. Ich wollte nicht enttäuschen.»
Rafel Nadal.
Nadal ohne körperliche Probleme. 
Nadal ohne körperliche Probleme. Bild: AFP

Mittlerweile ist Nadal ein 14-facher Grand-Slam-Sieger und wurde dementsprechend vom Basler Publikum empfangen. Der Spanier zeigte auch einige für ihn typische Gewinnschläge aus der Defensive heraus. 

«Ich bin froh, dass sich das Publikum gefreut hat, mich spielen zu sehen.»
Rafael Nadal.

Aber meistens konnte er sich auf die ungewollte Mithilfe seines Gegenübers verlassen. Die Druckphasen von Bolelli, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt hatte, endeten zu oft mit einem Fehler. Dass er es auch anders kann, hatte der Wahl-Monegasse in den letzten Wochen einige Male gezeigt, nicht zuletzt im Davis-Cup-Halbfinal gegen Roger Federer.

Bolelli war nicht auf der Höhe. Im ersten Umgang gab er seinen Aufschlag zum 1:3 und 2:6 ab, im zweiten Satz verlor der Aussenseiter nach dem 2:2 die letzten vier Games der 72 Minuten dauernden Partie. Bolelli wartet damit auch nach dem 33. Versuch auf seinen ersten Sieg gegen einen Top-10-Spieler.

Nadal: Bald wieder im einsatz.
Nadal: Bald wieder im einsatz.Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Für Nadal geht es derweil im Achtelfinal gegen einen Franzosen weiter, entweder gegen Pierre-Hugues Herbert (ATP 120) oder Edouard Roger-Vasselin (ATP 64). (si/syl)

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Lian Bichsel, René Fasel und die hohe Kunst der Begnadigung
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