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Switzerland's Roger Federer reacts during their Davis Cup final singles tennis match against France's Richard Gasquet at the Pierre-Mauroy stadium in Villeneuve d'Ascq, near Lille, November 23, 2014.      REUTERS/Gonzalo Fuentes (FRANCE  - Tags: SPORT TENNIS)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Roger Federer war so entschlossen wie noch selten. Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Roger Federer im Interview

«Am meisten freue ich mich für Stan!»

Es ist vollbracht! Die Schweiz gewinnt in Lille erstmals, als 14. und kleinste Nation, den Davis Cup. Vor der Weltrekordkulisse (27'448 Fans) stellt Roger Federer den siegbringenden 3. Punkt sicher.



Am Sonntag lebte die Partie nicht mehr von der Spannung. Richard Gasquet, die Nummer 26 der Welt, die schon am Samstag im Doppel nicht geglänzt hatte, vermochte Roger Federer in keinster Weise zu bedrängen. Federer ging schon nach zehn Minuten mit einem Break in Führung. Nach 44 Minuten führte er mit einem Satz; eine weitere halbe Stunde später stand es schon 6:4, 6:2. 

France's Richard Gasquet reacts during his tennis match against Switzerland's Roger Federer at the Davis Cup final between France and Switzerland at Stade Pierre Mauroy in Villeneuve-d'Ascq, northern France, on November 23, 2014. Federer gave Switzerland its first Davis Cup title by defeating Gasquet in straight sets in the first of the final's reverse singles. AFP PHOTO / PHILIPPE HUGUEN

Gasquet ohne Chance. Bild: AFP

Schon in den vorausgegangenen vier Partien hatte Gasquet gegen Federer keinen Satz und im Schnitt weniger als drei Games gewonnen. Der 28-jährige Franzose erspielte sich auch im dritten Satz keinen Breakball mehr. Roger Federer gab bei eigenem Aufschlag bloss 14 Punkte ab. Nach 112 Minuten verwandelte er den ersten Matchball.

«Ich freue mich riesig für das Team!»

Roger Federer.

Im Interview mit «srf» sagt ein zufriedener Federer: Danach galt: Jubel ohne Grenzen! Das gesamte Team stürmte den Sandplatz und lag sich in den Armen. «Riesig» sei dieser Triumph, meinte Roger Federer noch auf dem Platz. Er hätte nochmals eine «unglaubliche Partie» gespielt, so Federer weiter. 

Und weiter: «Es hat lange gedauert, wir haben nicht gewusst, ob es überhaupt noch klappt (Anm:. mit dem Sieg). Ich habe konzentriert gespielt und versucht den Match souverän heimzuschaukeln.» In der Stunde des Triumphs vergisst Federer nicht, einen seiner Mannschaftskollegen hervorzuheben: «Am meisten freue ich mich für Stan. Das ist sein Sieg. Er hat in all den Jahren so viel gegeben für dieses Team.»

Der Perfektionist findet noch ein Haar in der Suppe

Er fügte auch noch an, dass nicht alles optimal gelaufen sei. Aber bemerkt hat das ausser Perfektionist Federer gewiss niemand.

Switzerland's Roger Federer (R) and team captain Severin Luthi react after he defeated France's Richard Gasquet during their Davis Cup final singles tennis match at the Pierre-Mauroy stadium in Villeneuve d'Ascq, near Lille, November 23, 2014. Roger Federer beat Richard Gasquet on Sunday to give Switzerland their first Davis Cup title with a 3-1 victory over hosts France in the final.    REUTERS/Charles Platiau (FRANCE  - Tags: SPORT TENNIS)

Teamcaptain Severin Lüthi ist erster Gratulant. Bild: CHARLES PLATIAU/REUTERS

Als Einzelspieler hat Roger Federer schon fast alle Rekorde gebrochen. Auch Stan oder früher Stanislas Wawrinka setzte sich vor zehn Monaten an einem Grand-Slam-Turnier (Australian Open) gegen den Rest der Welt durch. Dennoch ist der Erfolg als Mannschaft für die Schweiz von sporthistorischer Bedeutung. Der 23. November 2014 wird für immer als das Datum in Erinnerung bleiben, an dem sich die Schweiz erstmals in einer Weltsportart als Nation einen Titel holte.

Das fünfte Einzel, für das Stan Wawrinka und Gaël Monfils vorgesehen sind, ist nicht mehr von Bedeutung. (si/syl)

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