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epaselect epa04383107 Fans watch from the top of Arthur Ashe Stadium as Stan Wawrinka of Switzerland plays Kei Nishikori of Japan during their quarterfinals round match on the tenth day of the 2014 US Open Tennis Championship at the USTA National Tennis Center in Flushing Meadows, New York, USA, 03 September 2014. The US Open runs through 08 September, a 15-day schedule.  EPA/ANDREW GOMBERT

Wenn die Nacht hereinbricht, beginnt das US Open zu leben. Bild: ANDREW GOMBERT/EPA/KEYSTONE

US Open in New York

Die 7 wichtigsten Fakten zur Night Session in der Stadt, die niemals schläft

Zur New Yorker Prime Time um 20 Uhr tritt Roger Federer heute Abend zum Viertelfinal gegen Gaël Monfils an (bei uns 2 Uhr nachts). Der Schweizer liebt die Night Session in Flushing Meadows und hat eine beeindruckende Flutlicht-Bilanz.

Sie wollen Tennis-Stars einmal bei einem Match auf höchster Ebene zusehen und das aus einer so nahen Distanz, dass sie ein Ticket dafür niemals bezahlen könnten? Dann legen wir Ihnen den Besuch einer Night Session an den US Open ans Herz. Die Partien dauern oft bis weit nach Mitternacht, so dass das riesige Stadion leerer wird, je später es ist.

Damit auf den oberen Rängen aufgeräumt werden kann, bitten einen die Stewards nach unten – und auch aus PR-Gründen, damit möglichst wenige Bilder wie dieses hier um die Welt gehen:

A fan yawns as he watches the match between Kei Nishikori, of Japan, and Milos Raonic, of Canada, during the fourth round of the 2014 U.S. Open tennis tournament Tuesday, Sept. 2, 2014, in New York. (AP Photo/Darron Cummings)

Bild: Darron Cummings/AP/KEYSTONE

Die 7 wichtigsten Fakten zur Night Session in New York

Schon Frank Sinatra sang von der «Stadt, die niemals schläft», bis heute gilt die amerikanische Ostküstenmetropole als die Weltstadt schlechthin. In New York ist vieles anders als sonst wo. Der Tennis-Sport macht da keine Ausnahme.

1. Die Maxime

«Jedes Grand-Slam-Turnier ist von der Stadt geprägt, in der es stattfindet», sagt US-Open-Direktor David Brewer. Er zählt auf: «Melbourne ist friedlich und entspannt, Paris sehr chic und Wimbledon zurückhaltend.» Zum eigenen Turnier sagt Brewer:

«Wir machen Krach, sind etwas wild und haben Spass daran. Das ist New York.»

Turnierdirektor David Brewer

NEW YORK, NY - SEPTEMBER 01: A general view of Arthur Ashe Stadium on Day Eight of the 2014 US Open at the USTA Billie Jean King National Tennis Center on September 1, 2014 in the Flushing neighborhood of the Queens borough of New York City.   Julian Finney/Getty Images/AFP
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Das Arthur-Ashe-Stadion ist die grösste Tennis-Arena der Welt. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

2. Die Nachtarbeiter

Stan Wawrinkas Bezwinger Kei Nishikori verwertete in der Runde zuvor seinen Matchball gegen Milos Raonic um 2.26 Uhr Ortszeit. Damit stellten die beiden einen Rekord ein, so spät endeten erst zwei Partien in New York: Kohlschreiber gegen Isner 2012 und Wilander gegen Pernfors 1993.

3. Die Stars

Längst nicht jeder Spieler darf am Abend antreten. Dieses Recht ist den besonders zugkräftigen Akteuren vorbehalten. «In erster Linie wollen wir Spieler belohnen, die sich einen Auftritt während der Night Session auch verdient haben», sagt Turnierdirektor Brewer. So stand beispielsweise Andy Roddick besonders oft deshalb im Einsatz, weil er das Publikum mit seiner Spielweise und seinem Einsatz von den Sitzen reissen konnte.

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Der grösste Triumph in Andy Roddicks Karriere: 2003 gewinnt er in New York das einzige Grand-Slam-Turnier seiner Karriere. Video: Youtube/Saundatron08

4. Die Meinung des Maestros

«Ich liebe die Night Session», schwärmt Roger Federer, «ich sage sicher nie ‹nein› dazu, wenn ich am Abend spielen soll. Diese Partien an den US Open sind etwas sehr Spezielles.» Seine Aussage erstaunt nicht, bei dieser fantastischen Bilanz: 25 Siege in 26 Einsätzen. Nur 2012 gegen Thomas Berdych musste Federer als Verlierer ins Bett. Der Tscheche ist ein möglicher Gegner im Halbfinal.

Roger Federer, of Switzerland, signs autographs after his match against Marcel Granollers, of Spain, during the third round of the 2014 U.S. Open tennis tournament, Sunday, Aug. 31, 2014, in New York. (AP Photo/Elise Amendola)

Für Roger Federer harren die Zuschauer gerne bis spät in die Nacht aus. Bild: Elise Amendola/AP/KEYSTONE

5. Die Fans

Tennis-Zuschauer sind in ihren Augen noble Frauen vom Zürichberg, die sich auf ihrem Schalensitz vier Stunden lang möglichst nicht bewegen? Das trifft vielleicht auf die Swiss Indoors in Basel zu, aber definitiv nicht auf die US Open. In der Night Session geht es in der Stadt, die niemals schläft, oft heiss zu und her. So musste Stan Wawrinka im Zweitrunden-Match gegen Thomaz Bellucci einem lauten Zuschauer befehlen, endlich einmal die Klappe zu halten:

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Genervter Stan Wawrinka: «Shut up!» Video: Youtube/Super News For All World

6. Die Gewalt

1975 waren die US Open das erste Grand-Slam-Turnier, bei dem unter Flutlicht gespielt wurde. Zwei Jahre später wurde ein Zuschauer von einer Pistolenkugel verletzt, die ihn am Oberschenkel traf – wer geschossen hat, wurde nie aufgeklärt. Auch heute noch eskaliert es ab und an während einer Night Session:

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Eine Meinungsverschiedenheit auf der Tribüne, die ausartet. Video: Youtube/NYPost

7. Die Legende der Nacht

Keiner hat mehr Night Sessions gespielt als Andre Agassi. 33 Mal kämpfte er in seiner Karriere unter New Yorker Flutlicht. 28 dieser Partien gewann der Paradiesvogel. Damit führt der Amerikaner auch in dieser Statistik.

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Aufnahmen für Liebhaber: Andre Agassi und Boris Becker in den Viertelfinals der US Open 1990. Video: Youtube/VoltagePurple



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