Die 7 wichtigsten Fakten zur Night Session in der Stadt, die niemals schläft
Sie wollen Tennis-Stars einmal bei einem Match auf höchster Ebene zusehen und das aus einer so nahen Distanz, dass sie ein Ticket dafür niemals bezahlen könnten? Dann legen wir Ihnen den Besuch einer Night Session an den US Open ans Herz. Die Partien dauern oft bis weit nach Mitternacht, so dass das riesige Stadion leerer wird, je später es ist.
Damit auf den oberen Rängen aufgeräumt werden kann, bitten einen die Stewards nach unten – und auch aus PR-Gründen, damit möglichst wenige Bilder wie dieses hier um die Welt gehen:
Die 7 wichtigsten Fakten zur Night Session in New York
Schon Frank Sinatra sang von der «Stadt, die niemals schläft», bis heute gilt die amerikanische Ostküstenmetropole als die Weltstadt schlechthin. In New York ist vieles anders als sonst wo. Der Tennis-Sport macht da keine Ausnahme.
Mehr zu den US Open
1. Die Maxime
«Jedes Grand-Slam-Turnier ist von der Stadt geprägt, in der es stattfindet», sagt US-Open-Direktor David Brewer. Er zählt auf: «Melbourne ist friedlich und entspannt, Paris sehr chic und Wimbledon zurückhaltend.» Zum eigenen Turnier sagt Brewer:
2. Die Nachtarbeiter
Stan Wawrinkas Bezwinger Kei Nishikori verwertete in der Runde zuvor seinen Matchball gegen Milos Raonic um 2.26 Uhr Ortszeit. Damit stellten die beiden einen Rekord ein, so spät endeten erst zwei Partien in New York: Kohlschreiber gegen Isner 2012 und Wilander gegen Pernfors 1993.
While you were sleeping, Nishikori & Raonic tied the record for latest @usopen finish. (via @cbfowler) pic.twitter.com/AQhWeZf0fl
— ESPNTennis (@ESPNTennis) 2. September 20143. Die Stars
Längst nicht jeder Spieler darf am Abend antreten. Dieses Recht ist den besonders zugkräftigen Akteuren vorbehalten. «In erster Linie wollen wir Spieler belohnen, die sich einen Auftritt während der Night Session auch verdient haben», sagt Turnierdirektor Brewer. So stand beispielsweise Andy Roddick besonders oft deshalb im Einsatz, weil er das Publikum mit seiner Spielweise und seinem Einsatz von den Sitzen reissen konnte.
4. Die Meinung des Maestros
«Ich liebe die Night Session», schwärmt Roger Federer, «ich sage sicher nie ‹nein› dazu, wenn ich am Abend spielen soll. Diese Partien an den US Open sind etwas sehr Spezielles.» Seine Aussage erstaunt nicht, bei dieser fantastischen Bilanz: 25 Siege in 26 Einsätzen. Nur 2012 gegen Thomas Berdych musste Federer als Verlierer ins Bett. Der Tscheche ist ein möglicher Gegner im Halbfinal.
5. Die Fans
Tennis-Zuschauer sind in ihren Augen noble Frauen vom Zürichberg, die sich auf ihrem Schalensitz vier Stunden lang möglichst nicht bewegen? Das trifft vielleicht auf die Swiss Indoors in Basel zu, aber definitiv nicht auf die US Open. In der Night Session geht es in der Stadt, die niemals schläft, oft heiss zu und her. So musste Stan Wawrinka im Zweitrunden-Match gegen Thomaz Bellucci einem lauten Zuschauer befehlen, endlich einmal die Klappe zu halten:
6. Die Gewalt
1975 waren die US Open das erste Grand-Slam-Turnier, bei dem unter Flutlicht gespielt wurde. Zwei Jahre später wurde ein Zuschauer von einer Pistolenkugel verletzt, die ihn am Oberschenkel traf – wer geschossen hat, wurde nie aufgeklärt. Auch heute noch eskaliert es ab und an während einer Night Session:
7. Die Legende der Nacht
Keiner hat mehr Night Sessions gespielt als Andre Agassi. 33 Mal kämpfte er in seiner Karriere unter New Yorker Flutlicht. 28 dieser Partien gewann der Paradiesvogel. Damit führt der Amerikaner auch in dieser Statistik.
