Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Von ihm wird man noch viel hören» – der 17-jährige Andrej Rublew ist der jüngste Stern am Tennis-Himmel

Andrej Rublew ist der «Mann» der Stunde. In Genf stellte der 17-jährige Teenager einen 11-jährigen Rekord von Rafael Nadal ein und schlug mit Marin Cilic beinahe zum ersten Mal einen Top-10-Spieler. Experten sagen ihm eine grosse Zukunft voraus.



Erstmals seit sieben Jahren stehen seit dieser Woche wieder vier Tennis-Teenager in den Top 100 der Weltrangliste.  Borna Coric (18/ATP 53), Hyeon Chung (19/ATP 69), Thanasi Kokkinakis (19/ATP 83) und Alexander Zverev (18/ATP 85). Und schon bald könnte sich ein fünfter dazugesellen: Andrej Rublew.

Der 17-jährige Russe ist zwar «erst» die Weltnummer 229, momentan aber kaum zu bremsen. Um mehr als 200 Plätze hat sich die Nummer 1 der Junioren in der Weltrangliste bereits verbessert, seit er sich im Januar entschieden hat, nur noch bei den Profis zu spielen. Mit Erfolg: Gleich bei seinem ersten Challenger-Turnier in Dallas hat sich der Junioren-French-Open-Sieger über die Qualifikation bis ins Viertelfinale gespielt.

Andrey Rublev of Russia poses with the trophy after winning the  junior boys final against 

Jaume Antoni Munar Clar of Spain during the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium in Paris June 7, 2014.      REUTERS/Stephane Mahe (FRANCE  - Tags: SPORT TENNIS)

Der bisher grösste Erfolg: Rublew gewann 2014 die Junioren-Ausgabe des French Open. Bild: STEPHANE MAHE/REUTERS

Und beim neuen ATP-Turnier in Genf hat Rublew bereits das nächste Ausrufezeichen setzen können: Von Turnierdirekter Marc Rosset mit einer Wildcard ausgestattet besiegte der 1,88 Meter grosse, aber nur 65 Kilogramm schwere Schlaks in der 1. Runde Routinier den Finnen Jarkko Nieminen (ATP 86) in drei Sätzen.

Somit hat der 17-Jährige in diesem Jahr bei allen fünf ATP-Turnieren, in denen er im Hauptfeld stand, die erste Runde überstanden. Das schaffte zuletzt ein gewisser Rafael Nadal im Jahr 2004. Dabei hat «Rubl» nicht nur No-Names geschlagen, sondern auch gestandene Profis wie Fernando Verdasco (ATP 37) und zweimal Pablo Carreno Busta (ATP 54). 

Sensation gegen Cilic haarscharf verpasst

Seinen bislang grössten Exploit verpasste Rublew gestern im Genfer Tennis-Club Eaux-Vives nur haarscharf. Der Sohn eines früheren Boxers und der ehemaligen Trainerin von Anna Kurnikowa vergab im Achtelfinal gegen US-Open-Sieger Marin Cilic (ATP 10) im Tiebreak des zweiten Satzes einen Matchball und verlor noch 6:4, 6:7, 1:6.

epa04756911 Andrey Rublev of Russia returns a ball to Marin Cilic of Croatia during their second round match at the Geneva Open tennis tournament in Geneva, Switzerland, 19 May 2015.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

1,88 Meter gross und nur 65 Kilogramm schwer: Rublews Schlagkraft ist trotz Skispringer-Masse beeindruckend. Bild: EPA/KEYSTONE

Rublew spielte Cilic dabei zu Beginn phasenweise an die Wand. Für einen 17-Jährigen verfügt er über eine beachtliche Schlagkraft. Vor allem sein Aufschlag und seine Vorhand haben es in sich, aber auch seine doppelhändige Rückhand kann sich sehen lassen. Hinzu kommt seine Unbekümmertheit, mit der er auftritt.

Der Zwist mit Verdasco

Natürlich gilt es auch noch viel zu verbessern – allen voran sein Auftreten auf dem Platz. Fast jeden Punkt kommentiert Rublew gestenreich, ob positiv oder negativ. Das nervte Verdasco in Barcelona dermassen, dass er den Russen nach seiner Niederlage verbal in die Schranken wies. «Es geht nicht um den Kampfgeist, den er besitzt, sondern darum, wie unhöflich er ist. Er ist erst 17 und er ist so schlecht erzogen», wetterte der Spanier. 

Rublew liess sich davon nicht beeindrucken. «Nur weil ich einige meiner Punkte emotional feiere, heisst das noch lange nicht, dass ich schlecht erzogen bin. Wenn Cristiano Ronaldo das tut, ist er es doch auch nicht, oder? Das ist einfach die Art, wie ich bin», konterte er.

epa04756916 Andrey Rublev of Russia returns a ball to Marin Cilic of Croatia during their second round match at the Geneva Open tennis tournament in Geneva, Switzerland, 19 May 2015.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Rublews aufbrausende Art kommt nicht überall gut an. Bild: EPA/KEYSTONE

Und mit dieser könnte es der Teenager noch weit bringen. Vorerst wird sein Höhenflug jedoch aus terminlichen Gründen gestoppt. Weil er in Genf die zweite Runde erreichte, kann er die Qualifikation für das French Open nicht bestreiten. Trotzdem: Marin Cilic ist überzeugt, dass Rublew dereinst «ein grosser Tennisstar» wird.

Und auch Marc Rosset glaubt, dass der junge Russe alles hat, was es zum Durchbruch braucht. «Er wird in Sachen Koordination und Kraft noch zulegen», so der Olympiasieger von 1992 zu 24 Heures. Das allein reiche noch nicht, aber: «Mit einer guten Entourage und wenn er die nötige Seriosität an den Tag legt, dann wird man in Zukunft noch viel von ihm hören.»

Die grössten Tennis-Stadien der Welt

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Das könnte dich auch interessieren:

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Happy Birthday! 38 Fakten über King Roger, die du garantiert noch nicht alle kennst

Roger Federer feiert heute seinen 38. Geburtstag. Für diesen festlichen Anlass warten wir mit 38 Fakten auf, die beileibe nicht jedermann kennt.

Klein Roger war bei seiner Geburt 3610 Gramm schwer und 54 Zentimeter gross und hatte gemäss Mutter Lynette «Riesenfüsse». Vielleicht konnte Federer deshalb mit 11 Monaten bereits laufen.

Dustin Hoffman (80), Louis van Gaal (66), Nigel Mansell (64) und Herbert Prohaska (62) haben wie Roger Federer am 8. August Geburtstag.

Roger Federer schlief bis zu seinem zweiten Lebensjahr keine Nacht durch.

Zum Geburtstag hat ihm Mutter Lynette früher immer Schokoladenkuchen gebacken.

Wenn Federer als Kind …

Artikel lesen
Link zum Artikel